Hallo,
derzeit erdrückt mich meine ganze finanzielle Situation.
Im November diesen Jahres läuft meine Zinsfestschreibung für meinen Immobilienkredit ab und seit einem Jahr versuche ich eine Anschlussfinanzierung zu bekommen. Leider vergebens. Jetzt stellt es sich so dar, dass das Objekt überteuert verkauft wurde und ich selbst nach 10 Jahren Tilgung noch 80% über Wert den Kredit aufnehmen müsste- das macht kein Finanzinstitut mit. Nun läuft es darauf hinaus, dass die Bank im November 90.000 € haben will- die ich nicht auftreiben kann.
Des weiteren (auch im Zusammenhang mit der Immobilie) stellte sich nach 8 Jahren beim Finanzamt heraus, dass die Steuervorteile die gewährt wurden für das Objekt nicht rechtmäßig sind. Hier flatterte mir dann die Nachzahlung von 20.000 € ins Haus.
Des Weiteren hatte ich vor Jahren auf Grund meines EInkommensverhältnisses schonmal Probleme die Raten für den Immokredit zu bezahlen und um zu leben setzte ich diese aus. Natürlich hab ich diese dann nachträglich bezahlt- mittels eines Kredits. Dieser hat derzeit noch eine Höhe von 25.000 €
Rücklagen konnte ich nicht bilden. Ich hoffe jeden Monat, dass bei der Immobilie keine weiteren Kosten entstehen- das kann ich einfach nicht stemmen.
Ich habe versucht jeden Monat mir die Butter vom Brot zu sparen, um alles in die Tilgung zu stecken und ich kann einfach nicht mehr. Die Perspektive für ab November sind ganz düster und weiß nicht was ich noch machen kann. Mittlerweile habe ich mich schon mit dem Gedanken Insolvenz auseinander gesetzte. Macht das in meinem Fall überhaupt Sinn?
Ich mein der Schuldenberg von fast 140.000 € erdrückt mich förmlich.
Ich bin froh derzeit noch ein gesichertes Einkommen zu haben. Aber mit 2300 € Netto Kredite in Höhe von 1500 € zu bedienen und dann noch Miete, Essen und Versicherungen zu bezahlen halte ich nicht mehr durch, plus die Schuld beim Finanzamt. Kann ich nun einfach Zahlungen aussetzen und abwarten was kommt? WIe gesagt, derzeit liegt mir noch keine einzige Mahnung vor- dafür ist aber das Konto überzogen.
Auch kommt hinzu, dass ich im Mai Vater werde und für das Kleine einfach nichts leisten kann. Ganz im Gegenteil- liege meiner Lebensgefährtin ganz schön auf Tasche (worüber ich froh bin, dass ich sie hab- ist nicht selbstverständlich). Sie hat allerdings mit meinen Schulden nichts zu tun- sind alle vor Ihrer Zeit entstanden. Allerdings fällt dann in der Elternzeit ihr Einkommen weg und dann wird es richtig düster. Wie verhält sich im Fall der Insolvenz der Pfändungsfreie Anteil des Gehalts in dem Fall: erhöht sich die Grenze um das Kind als Unterhaltspflicht wenn wir im gleichen Hausstand leben. Irgendwo hab ich auch gelesen, dass solange Sie in Elternzeit ist sie auch als Unterhaltspflichtige Person zählt. Ist das so?
Wie soll ich jetzt weiter vorgehen. aufhalten kann ich mit der Perspektive nichts mehr, aber kann ich schon was vorbereiten? Müssen sich die Mahnungen und Inkassoverfahren häufen, bevor man Unterstützung bekommt? Die öffentlichen Stellen der Schuldenberatung haben mich in meinem Anliegen abgewiesen. Wo kann ich mich noch hinwenden? Ich weiß einfach nicht mehr weiter- will aber auch nichts überstürzen und überlegt die ganze Sache angehen.

Würde mich freuen, wenn mir jemand nen netten Rat geben könnte.