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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 27. Mai 2012, 10:45:40 *
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Autor Thema: Das mit der Immobilie und einer Inso kapiere ich noch nicht  (Gelesen 1330 mal)
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flutschundweg
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« am: 23. März 2009, 15:32:39 »

Hallo,

ich bin ja immer noch weiter fleißig bei Euch am lesen und versuche das komplexe Thema Insolvenz zu verstehen.

Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass es sehr wahrscheinlich bei uns auch irgendwann mal knallen könnte,
sobald der Hauptverdiener ausfallen sollte.
Nun beschäfitgt mich die Geschichte mit unserem Haus, denn das habe ich noch nicht geschnaggelt.

Wir haben ja im Prinzip vom Haus fast noch nix abbezahlt, da ja der grosse Haufen eigentlich Zinsen sind.

Sagen wir mal folgender Fall:

Mein Mann verliert echt den Job und ich schaff es nicht, bis dahin etwas gefunden zu haben, um das auszugleichen,
Wir müssten also dann die Ratenzahlung einstellen, damit wir unsere weiteren laufenden Kosten decken könnten.
Strom, Wasser, Lebensmittel, Vericherungen usw.
Wenn wir dann aber ein paar Mal nicht gezahlt haben, wird ja die Bank logischerweise sauer und den Kredit kündigen.
Klar ist, dass wir keine 300000 Euro haben, um den Kredit zu zahlen.
Ergo, müssten wir dann Insolvenz anmelden.
Sollten wir dann gleichzeitig auch aufhören, die anderen banken zu bedienen, obwohl wir das schon erst mal noch könnten,
wenn der Hauskredit wegfällt, oder stellt man da auch besser sofort alles ein?
Ich meine, bis man dann beim Berater war (wir wollen zu einem gewerblichen), vergeht ja auch noch mal ein wenig Zeit.

Aber was passiert dann?

Der Treuhänder wird das Haus wohl nicht verkaufen können, da ja die Bank im Grundbuch eingetragen ist.
Ausserdem würde der zu erwartende Erlös auch gar nicht  den Kredit abdecken.
Heißt das dann, daß er das Haus aus der Masse freigibt und die Bank dann selbst schauen kann was sie damit machen
will?

Und wie ist das dann mit unserer Insolvenz?
Müssen wir dann so lange warten, bis das Haus verkauft/versteigert ist, bis bei uns dann das Insolvenzverfahren abgeschlossen
ist und wir in die Wohlverhaltensperiode kommen?
Denn vorher weiß man doch gar nicht, was uns vom Kredit dann noch als Restschuld übrig bleibt!
Oder ist das egal und die Bank meldet irgendwann nach Verkauf/Versteigerung die Restschuld dem Treuhänder?
Unabhängig ob wir uns schon in der WVP befinden oder nicht?

Was müssten wir uns so als Zeitfenster vorstellen, wie lange das alles dauern kann?
Also von der Gläubigerzahl wäre es ja eigentlich übersichtlich mit 4 Banken.
Bis auf den Hauskredit kann ich bei 3 Banken genau sagen, was da noch Restschuld am Tag X wäre.

Wie würde das mit einem Orstwechsel aussehen? Dürften wir umziehen, wenn wir woanders
Jobs finden würden?

Frage mal wieder unglaublich viel, sorry. Aber es ist ja wirklich ein wahnsinnig umfangreiches Thema
und man kann sich wohl nicht genug informieren.

Also vielen Dank schon mal wieder im Voraus für Eure Infos und Meinungen.

Viele Grüsse
flutschundweg

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paps
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« Antworten #1 am: 23. März 2009, 18:46:36 »

Gesetzt den Fall, Sie können ohne sich zu verbiegen nicht mehr zahlen, dann sollten Sie das auch nicht.
In Abhängigkeit der restlichen Verbindlichkeiten bei den anderen Banken, könnte man auch dort den Abschlag einstellen.
Müßte mit der SB beraten werden.

Wenn die Belastung (Grundbuch) höher ist, als der mögliche Verkaufserlös, wird der IV/TH die Immo freigeben.
Es liegt dann an der Bank die ZV voranzutreiben.

Die Bank kann anhand des möglichen zu erwartenden  Erlöses aus einer Versteigerung/Verkauf den Ausfall beziffern. Diesen gibt die Bank auch beim Verfahren  an.

Vom Zeitrahmen sollte das eigentliche Verfahren nach ca. 1,5 Jahren beendet sein.
Das ist nicht unbedingt vom Verkauf/Versteigerung der Immo abhängig.

Selbstverständlich dürfen Sie umziehen.
Sollte das Verfahren bereits eröffnet sein, wird das Verfahren bei diesem Gericht fortgeführt.
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Mfg aus dem Grünen HerzenDeutschlands
Paps
 
Buchtipp:"Mir reicht's, ich gehe"

Paps arbeitet hauptberuflich für die Debeka-Versicherungen Bausparkasse
Maria moos
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« Antworten #2 am: 23. März 2009, 22:42:05 »

Ich bin heute abend Zum Ersten Mal hier in diesem Forum Und habe Deinen Beitrag aufmerksam gelesen.Allerdings wuerde Ich mit dem Umziehen Schwierigkeiten erwarten.Eine Kusine von mirhat  nach Versteigerung Ihres hauses fast keine Wohnung mehr bekommen,Da ein negativer Eintrag in der schufa stand.
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flutschundweg
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« Antworten #3 am: 24. März 2009, 13:33:50 »

Hallo,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Es beruhigt mich, dass dann nicht alles so lange dauert,
wie der Verkauf des Hauses wohl dauern wird.

Was das Umziehen angeht, werden wir uns das nicht groß aussuchen können.
Wir ziehen dahin, wo wir Arbeit finden. Sollte es soweit kommen. Vor allem eben mein Mann.
Er ist halt bei uns am besten ausgebildet und hat die besten Vorraussetzungen wieder einen guten
Job zu bekommen. Wo wir versorgt sind und auch vielleicht noch ein wenig was für die Gläubiger übrig bleibt.
Für mich ist es leichter, Regale einräumen, Kurierdienst fahren oder putzen gehen auf Minijob kann man fast überall.

Vielleicht haben wir aber auch  beide Glück und finden woanders gute Stellen. Dann muss man sowas nutzen. Das Haus ist ja eh weg,
also warum dann nicht auch andere Orte ins Auge fassen.

Ich denke, wenn man einem Vermieter erklärt, warum man in der Inso ist, dass es da schon
ein paar geben wird, die dann Verständnis haben. Bei grossen Immo-Firmen wird es da
vielleicht schon schlechter aussehen.

Aber ich denke, es wird sich auch da eine Lösung finden.

Wahrscheinlich wird so ein negativer Eintrag wohl auch ein wenig dauern oder?
Die werden ja nicht gleich beim ersten Mal Rate nicht zahlen gleich alles an die Schufa übertragen.
Hoffe ich mal.

Also vielen lieben Dank nochmal!!!
Und bis bald!!!!!

Viele Grüsse
flutschundweg
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