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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 27. Mai 2012, 11:05:05 *
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Autor Thema: Der richtige Umgang mit dem Verschuldeten...?!  (Gelesen 774 mal)
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cat
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« am: 20. April 2006, 16:30:00 »

Hallo, suche den Austausch mit denjenigen, die nicht selbst verschuldet sind, sondern mit ihnen verwandt oder sonstwie liiert.

Mein Bruder lebt seit er die Schule beendet hat auf großem Fuß, Auto, Motorrad, Handy`s, teure Klamotten, wohnen bei Mutti, mehrere teure Gerichtsverfahren wegen Raserei und und und.

Nun haben sich über den Zeitraum von drei-vier Jahren Schulden angesammelt unter denen nicht mein Bruder (in Privatinsolvenz) sondern nur meine Eltern zu leiden haben.

Das kann und will ich aber so nicht hinnehmen. Wer kann aus Erfahrung erzählen oder Tipps geben, wie man richtig mit seinem verschuldeten Kind umgehen soll.

Es ist ja nicht so, dass meine Eltern meinem Bruder freiwillig Geld geben oder ihn unterstützen. Vielmehr geschieht das immer aus Zwangslagen herraus.

Ein Beispiel: Mein Bruder fährt sein Auto zu Schrott, ohne Auto kommt er aber nicht mehr zur Arbeit. Damit mein Bruder seinen Arbeitsplatz nicht verliert (was ja eine Abzahlung seiner bestehenden Schulden unmöglich machen würde) leihen ihm meine Eltern das Geld für ein neues Auto (Geld was sie sowieso nie wiedersehen) Was macht mein Bruder mit dem Geld? Leiht sich anderweitig nochmehr Geld um sich ein großes protziges Auto zu kaufen, da er ja nicht mit ner kleinen Schrottmöhre für 500€ durch die Gegend fahren kann....also....nochmehr Schulden. Und beschwehrt sich bei mir, dass unsere Eltern ihm nur 500€ für ein neues Auto gegeben haben.

Und so geht das immer weiter. Den Tipp für meine Eltern, meinem Bruder keinen einzigen Cent mehr zu geben, wär sicherlich der naheliegendste, aber in dem oben genannten Beispiel hätte ihm dies Verhalten ja den Job gekostet.

Also, was können meine Eltern tun?
Wie bringt man einen überfliegenden Verschuldeten endlich mal auf den Boden der Tatsachen zurück?
Wie macht man ihm klar, dass das Konto meiner Eltern kein Fass ohne Boden ist?

Ich hoffe, dass ich hier ein paar nützliche Tipps und Anregungen bekommen kann, denn meine Mutter ist der nervlichen Belastung nicht mehr lange gewachsen!
Vielen Dank.
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jafern
ehemaliger Betreiber dieses Forums ;-)
weiß was
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« Antworten #1 am: 21. April 2006, 22:55:23 »

Hallo cat,

ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass es - wenn auch nicht einfach - am Besten ist, lieber eher als später die Unterstützungen einzustellen.
So hart es auch klingen mag, gerade weil es der eigene Sohn / Bruder ist, führt aber alles andere in eine Sackgasse.

Wenn er weß, dass immer wieder seine Familie da ist, um ihn aufzufangen, wird er es nie lernen, auf eigenen Füßen zu stehen.

Dann doch lieber jetzt, in frühen Jahren, wo man sich wieder aufrichten kann, als später, wenn man eingefahren und verwöhnt ist, und das Aufstehen schwerer fällt, bzw. gar nicht mehr gelingt (wenn es die Eltern bis dahin überhaupt schaffen..).

Wie heisst es doch so schön: \"Lieber ein Schrecken mit Ende, als ...\".

Klingt zwar abgedroschen und altmodisch, hat aber meiner Meinung nach nichts an Aktualität verloren.

Gruß
Jafern
[addsig]
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Nach über fünf Jahren als Betreiber von pwn.info habe ich das Projekt Ende 2008 in andere, vertrauensvolle Hände übergeben.
Seit Oktober 2008 bin ich als selbstständiger Unternehmer in der Branche tätig, in der ich über zehn Jahre als Angestellter mein Brot verdiente ;-)  Ich wünsche allen hier weiterhin gutes Gelingen und viel Erfolg!
Sanierer
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« Antworten #2 am: 24. April 2006, 16:00:10 »

Hallo cat,

wie alt ist denn der kleine Bruder?

Grundsätzlich gebe ich jafern recht. Allerdings finde ich es gut, dass innerhalb der Familie eine solche Unterstützung herrscht.
Dem Brüderchen muss klar gemacht werden, wo jetzt die Grenzen sind.

Und dazu gehört dann ein Haushaltsplan, wo seine Einnahmen und seine Ausgaben aufgelistet werden, einschließlich sagen wir mal angenommener Kosten für \"Hotel Mama\".

Er ist dann noch auf den rechten Weg zu bringen. Sie können das innerhalb der Familie lösen.

Gruss Sanierer



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