Hallo Jaione,
also ich persönlich bin sehr froh und dankbar dass es die Möglichkeit der Insolvenz gibt.
Ich bin aus krankheitsgründen in die Schulden geraten und hatte keinerlei Möglichkeiten mit meinem Gehalt diese
zurückzuführen.
Mir haben die Gerichtsvollzieher, Mahn - und Vollstreckungsbescheide, Inkassobüros etc. die Luft zum Atmen genommen
und meinen Schlaf beeinträchtigt.
Der Versuch in Kleinstraten gegen Windmühlen anzukämpfen und teilweise nicht mehr zu wissen was man morgen essen kann, DAS hat mich seelisch fertig gemacht.
Das "abdrücken" meines pfändbaren Betrages sehe ich als absolut gerechtfertigt.
Die Gläubiger bekommen so wenigstens einen kleinen Teil dessen was ICH ihnen tatsächlich schulde.
Denn sie haben Leistung erbracht, welche ich nicht in der Lage war bezahlen zu können.
Klar wird man teilweise "geächtet", aber da stehe ich drüber.
Wichtig ist mir gesund zu sein und dass ich Menschen um mich habe die zu mir stehen.
Jene die das nicht tun, muss ich gott sei Dank nicht heiraten und kann den Umgang meiden.
Dass Du gelinkt wurdest ist natürlich eine ganz andere Sache.
Man hat vertraut und ist reingerissen worden. OK, dennoch kann man jetzt ketzerisch sagen : Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser.
Wir alle haben unser Päckchen zu tragen, aber letztendlich denke ich gibt es wichtigers als Geld und
in ein paar Jahren erinnert uns nur noch unsere Erinnerung an das Geschehene.
Nimm es gelasen und sieh es positiv

lg
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