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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 27. Mai 2012, 14:38:46 *
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Autor Thema: Einigung mit Gläubigern vor Insolvenzantrag möglich?  (Gelesen 729 mal)
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schulden-klaus
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« am: 09. Februar 2011, 03:27:23 »

Hallo!

Ich (single) habe Konsumschulden in Höhe von ca. 30.000€, ca. 10 Gläubiger.
Jetzt überlege ich, einen Insolvenzantrag zu stellen, da ich momentan von HartzIV lebe und kein Einkommen in Sicht ist.
Ich kann mich ja vor meinem Insolvenzantrag mit den Gläubigern einigen. Meine Eltern würden mir für eine Einigung vielleicht Geld geben. Meine Fragen:
1) Wie hoch ist erfahrungsgemäß der Anteil an der Gesamtschuld, um eine Einigung in Aussicht zu haben? Ich habe mal etwas von ca. 15% gehört???
2) Wenn ein Insolvenzantrag eröffnet wurde: Muss ich dann in jedem Fall 6 Jahre warten, um in die Restschuldbefreiung zu kommen, oder könnte es sein, dass nach  der Eröffnung die Gläubiger die15%(?) doch noch akzeptieren und ich um die 6 Jahre herum komme?

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Klaus
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« Antworten #1 am: 09. Februar 2011, 11:50:45 »

Bei einem Vegleich vor der Inso kommt es ein bischen auf den Schuldner an !
Alter, Qualifikation, Gesundheit ect.

Beispiel: Mann, Single,30 Jahre,abgeschlossene Ausbildung,arbeitslos und kerngesund.

Dieser Mann hätte bei den Gläubigern schlechte Karten für einen 15% Vergleich !

Beispiel 2: Mann,Single,60 Jahre,ungelernt und totkrank.

Dieser Mann würde wahrscheinlich unter 15 % wegkommen.

Zu welcher Kategorie gehörst du ?????

Wenn du so ungefähr zu der 1. gehörst, solltest du meiner Meinung nach mit 30% anfangen, eher 40%.

Wenn das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, ist es zu spät !
Es ist zwar möglich innerhalb der 6 Jahre einen Vergleich zu erzielen, aber bedenken Sie, das die Gerichtskosten auch bezahlt sein müssen !

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schulden-klaus
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« Antworten #2 am: 09. Februar 2011, 12:31:04 »

bin 30, gesund, ALGII seit 10 Jahren, ungelernt, 3 eidesstattliche Versicherungen, kein Vermögen.
Wie viel Prozent sollte ich ansetzen? 40% wäre schon echt viel... Könnte England ne Option sein, wenn ich da arbeite? Könnte als freischaffender webdesigner praktisch von überall arbeiten - is auch immer gefragt, also käme auch was bei rum...

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Fallera
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« Antworten #3 am: 09. Februar 2011, 12:32:24 »

Es ist aus sicht der Gläubiger immer eine Rentabilitätsfrage einem Vergleich zustimmen und wenn ja in welcher Höhe.

Dabei kommt es auf die Höhe der einzelnen Forderungen an und auf den Gläubiger selbst und dessen Geschäftsgebaren.

Große Banken Beispielsweise schreiben Forderungen oftmals lieber komplett ab (sprich nehmen einen Inso in Kauf) als einem Vergleich zuzustimmen, da der Verwaltungsaufwand nicht rentabel zum Ertrag wäre.

Meiner Meinung nach sollten mindestens 40-60% vorhanden sein um eine wirklich realistische Chance zu haben.

Aber nur Versuch macht klug!
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« Antworten #4 am: 09. Februar 2011, 14:32:17 »

England ist mit Sicherheit keine Option !

Zum einen sind 30.000€ viel zu wenig für eine Englandlösung und zum anderen ist der Aufwand viel zu groß.
Die meisten Leute stellen sich das so einfach vor, ist es aber nicht !
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« Antworten #4 am: 09. Februar 2011, 14:32:17 »



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« Antworten #5 am: 09. Februar 2011, 14:51:43 »

England ist mit Sicherheit keine Option !

Zum einen sind 30.000€ viel zu wenig für eine Englandlösung und zum anderen ist der Aufwand viel zu groß.

-Warum ist England keine Option?
An der Schuldenhöhe liegts jedenfalls nicht!
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« Antworten #6 am: 09. Februar 2011, 15:21:05 »

@fallera

Nunja, es gibt auch in England einige Obliegenheiten !

z.B. seinen Lebensmittelpunkt dort zu haben !

z.B. dort zu arbeiten !

z.B. vor Gericht persönlich erscheinen, wenn gefordert.

Die meisten Leute glauben, das sie einfach in DE weiter leben können und in England die Inso durchlaufen-alles easy.... Doch so easy ist es nicht !
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Fallera
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« Antworten #7 am: 09. Februar 2011, 15:23:50 »

@ Horst!

Das stimmt natürlich alles aber wie ich den TE verstehe, ist er sich dessen bewusst und hätte auch die Möglichkeit dort zu arbeiten.

Also Grundsätzlich KEIN Option ist es nicht!

Es ist ein sich gut zu überlegender Schritt und verlangt meiner Meinung nach eine ausführliche Beratung! Aber eine Option ist es!
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« Antworten #8 am: 09. Februar 2011, 15:37:52 »

@fallera

Hast ja Recht grundsätzlich ist es eine Option.

Aber es kostet auch alles Geld, Firma gründen in England,Unterkunft anmieten,Flugkosten,Sicherung des Lebensunterhalts ect.

Und da liegt ja der Hund begraben, den meisten Leuten fehlt es schlicht an Geld !

Da wäre es billiger, oder sagen wir einfacher, das Geld für den Vergleich aufzubringen.
Dann könnte man sich den Trip sparen, somit bin ich nach wie vor der Ansicht das es bei der Schuldsumme unsinnig ist.
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tomwr
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« Antworten #9 am: 09. Februar 2011, 23:14:54 »

Firma gründen in England ? Wozu ?

Die einfachste Variante ist man sucht sich klassisch einen Job in England, mietet sich ein Appartement, packt die Koffer und lebt dann dort für 2 oder 3 Jahre. Manchmal tun Leute so als müssten sie dafür in den Knast. Es gibt durchaus schöne Ecken in England und ein Aufenthalt im Ausland schadet nie, ganz im Gegenteil.

Zugegeben es ist auch ein kleines Abenteuer aber das ist eine Insolvenz in Deutschland auch. Zumindest Neuland. Wer also der Sprache mächtig ist, dort einen Job findet (Stellensuche über Internet durchaus machbar) für den ist das in der Tat eine Option. Alles machbar Herr Nachbar.
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« Antworten #10 am: 10. Februar 2011, 09:07:37 »

Trotzdem ist es quatsch für diese Schuldensumme.

Wenn man diese Reise antritt braucht man eine finanzielle Grundlage.

Die hat man aber nicht wenn man pleite ist.

Also, nix machbar Herr Nachbar !
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tomwr
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« Antworten #11 am: 10. Februar 2011, 20:29:56 »

Schulden von EUR 30.000 sind ja wohl kein Pappenstiel.
Natürlich ist das machbar.
Man sucht sich einen Job. Da spielen sogar Arbeitsämter mit oder auch ARGEN.
Wichtig ist, dass man aus dem Leistungsbezug kommt.
Dafür sind die auch bereit Reisekosten zu erstatten wenn notwendig oder vorzuschießen.

Übrigens sind wir in der EU. Das ist bei einigen Leuten aber im Kopf offenbar noch immer nicht angekommen.
Sofern man der Sprache mächtig ist spielt es doch keine Rolle ob ich von München nach Hamburg umziehe oder nach Manchester z.B.
Junge Leute haben damit überhaupt kein Problem ins Ausland zu gehen und die haben alle nicht viel Geld.

Es soll aber auch Leute geben die Probleme damit haben Ihren Wirkungskreis um mehr als 100 Kilometer zu verlegen, für die ist natürlich nix machbar.
 whistle
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schulden-klaus
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« Antworten #12 am: 11. Februar 2011, 21:18:12 »

Hi!
Also für mich wäre der Umzug nach England eher ein Abenteuer, als ne Pflicht, der ich ungern nachkäme... Würde schon da leben und versuchen, meinen Lebensunterhalt zu verdienen.
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