Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 27. Mai 2012, 17:24:42 *
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Autor Thema: Girokonto gekündigt - kein neues wegen Schufa-Registrierung  (Gelesen 2202 mal)
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rr69
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« am: 02. März 2009, 17:01:15 »

Hallo Zusammen,
ich habe da ein Problem.
Seit Januar 07 bin ich in der Inso. Ich habe ein Konto bei einer Volksbank, die hat mir das Konto
direkt bei Antrag der Inso gekündigt.
Nun wollte ich bei der Postbank ein Konto auf Guthabenbasis einrichten, bekomme aber keines
mit dem Hinweis, ich hätte doch bereits ein Konto, das hätte die Schufa-Auskunft ergeben.

Die Volksbank hat mein Konto zwar schriftlich gekündigt, aber nicht aus der Schufa gelöscht.
Die Bank reagiert nicht auf Anfragen.

Hat jemand eine Idee, was ich tun kann?

LG
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lucca_m
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« Antworten #1 am: 02. März 2009, 17:27:51 »

versucehn Sie es bei einer anderen Bank. Es gibt so viele...

Acuh mal die Online Möglichkeiten nutzen oder die Suchfunktion hier im Forum. Wurden schon mehr als 4 Terrabytes zu dem Thema geschrieben.
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peanut23
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« Antworten #2 am: 03. März 2009, 10:10:10 »

hi rr69

also du kannst dieses konto normalerweise 1.selber kündigen oder och besser 2tens von deinen schuldenberater/anwalt
weil du ja inso beantragt hast. ich hab des jedenfalls beim antrag zur insol. vom schuldenberater kündigen lassen, danach is es ratsam ein konto bei der sparkasse auf guthaben basis zu eröffnen (klappt wunderbar).  selbst wenn du in der schufa stehst muss die sparkasse dich aufnehmen (staatliche bank) die guthaben konten is extra für sowas!
lass den kopf nicht hängen  wink

mfg peanut

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wiwo
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« Antworten #3 am: 03. März 2009, 19:49:12 »

Hallo rr69,

bzgl. des Tipps zur Eröffnung eines "Jedermannkontos" bei der Sparkasse hier kurz meine Erfahrung, die ich nach 40jähriger Kundentreue zur Kreissparkasse St. Wendel gemacht habe:

Nach einer Lohnpfändung (resultiert aus einem vollstreckbarem Titel nach verlorenem Immobetrugs-Prozess) stellte die KSK mit sofortiger Wirkung jegliche Dienstleistung - trotz 1.200 Euro Guthaben auf dem Konto - für mich ein. Online-Banking war passée, Überweisungen/Abbuchungen wurden nicht mehr ausgeführt und um meinen Pfändungsfreibetrag in Bar abheben zu können musste ich jedesmal einen Tag Urlaub opfern und 90 km Anfahrt zur Zweigstelle absolvieren. Mein Antrag auf ein Konto auf Guthabenbasis wurde nicht nur total ignoriert - nein, als Antwort bekam ich die sofortige Kündigung, welche auch nach dem Widerspruch über meinen Anwalt nicht zurückgenommen wurde. Soviel zum "die Sparkasse muss jedem ein Konto auf Guthabenbasis einrichten - muss sie nämlich nicht - jedenfalls gibt's noch kein Gesetz diesbezüglich". Hier bliebe höchstens noch der Beschwerdeweg, z.B. über den Ombutsmann.

Mein Rat: Probieren Sie es einmal bei der Commerzbank. Ich hatte per Mail eine Anfrage an die Zentrale gestellt und prompt einen positiven Bescheid mit Verweis an meine zuständige Zweigstelle in meiner Heimatstadt erhalten. Hat alles top und problemlos geklappt.

Viel Glück!
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Gruß
wiwo
peanut23
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« Antworten #4 am: 03. März 2009, 23:26:27 »

hallo wiwo

klar kann man nicht jede bank gutheissen, ich schreib auch nur von meinen erfahrungen. hatte glück mit der sparkasse.
und weiß dass von meinem schuldenberater. es gibt solche und solche banken und erlich gesagt hatte ich pech mit der hypovereins-,und der commerzbank!! soviel dazu.

mfg peanut
 
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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum
« Antworten #4 am: 03. März 2009, 23:26:27 »



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rr69
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« Antworten #5 am: 04. März 2009, 08:51:50 »

Vielen Dank schon mal für die Antworten.

Gibt es denn keine Möglichkeit, die Bank dazu zu zwingen, den Schufaeintrag zu löschen,
ich meine natürlich den, dass ich ein Konto bei dieser Bank habe, obwohl die Bank das
Konto gekündigt hat?

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lucca_m
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« Antworten #6 am: 04. März 2009, 10:32:28 »

Eine bereits bestehndes Girokonto ist kein Grund, einen weiterse nicht eröffnet zu bekommen. Ist aber eine sehr freundliche Ausrede.

Versuchen Sie es bei anderen Banken oder über das Internet.
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peanut23
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« Antworten #7 am: 04. März 2009, 12:07:24 »

hi rr69

also die bank zwingen den schufaeintrag rauszunehmen erwies sich bei mir vor 4 jahren als zwecklos. hatte einen dispo von 1100 wurde dann arbeitslos und die bank stellte sich quer und forderte die gesamte summe sofort. ich hatte des ganze geld in 2 tagen zusammen (geliehen freunde, familie) und zahlte es ein. ganz brav so wie sie es wollten.

tja nur stand ich dann schon in der schufa :-( sie meinten ; tja des soll mir eine lehre sein!!! sie haben es 3jahre nicht rausgenommen  fuchsteufelswild

leider gibt es solche fälle zur genüge und man is praktisch machtlos gegen die koruption der banken angry

mfg peanut
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lucca_m
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« Antworten #8 am: 04. März 2009, 12:23:07 »

Was hat ein Schufa Eintrag mit der Korruption der Banken zu tun? Und machtlos ist man gewiss nicht.
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Karl37
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« Antworten #9 am: 04. März 2009, 13:39:57 »

Zitat
Nach einer Lohnpfändung (resultiert aus einem vollstreckbarem Titel nach verlorenem Immobetrugs-Prozess) stellte die KSK mit sofortiger Wirkung jegliche Dienstleistung - trotz 1.200 Euro Guthaben auf dem Konto - für mich ein.


Also ist das ja fast umöglich ein Konto zu eröffnen. nono

Bei den meisten Banken wird man abgelehnt.
Und wenn man mal eine findet, bekommt man bei einer Pfändung das Konto gekündigt.

Ich hatte das Glück gleich bei der Postbank ein Guthabenkonto zu eröffnen.

Die wollten gar nichts wissen warum usw.
Die wollten nur wissen was da im Monat raufkommt.
Ich denen gesagt 300-400 Monat.

Aber wenn da nun eine Pfändung kommt, werden die das wohl auch gleich kündigen.
Nehme ich mal an.
 heulen

Gruss
Karl
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rr69
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« Antworten #10 am: 05. März 2009, 15:41:34 »

Vielen Dank für die vielen Antworten.
Ich habe gestern versucht, bei 2 Banken ein Konto zu bekommen - Fehlanzeige.

Dann wurde ich auf wirecard AG aufmerksam, habe es aber nach den Erfahrungsberichten
unter gutefrage.de gelassen.
Unter akademie.de fand ich etwas sehr interessantes.
Bekanntlich haben sich die Banken in D selbstverpflichtet, trotzdem verweigern sie immer
wieder ein Guthabenkonto, weil es keinen Profit bringt (keine Kredite, keine Überziehungen,...).

Nun soll man sich bei der Rechtsabteilung der Zentrale der Bank schriftlich beschweren und
auch eine Frist setzen.
Zeitgleich soll man sich bei Ombudsmann beschweren und auf den Mißstand hinweisen.

Hier der Link zu akademie.de: http://www.akademie.de/private-finanzen/ueberschuldung-und-verbraucherinsolvenz/kurse/girokonto-kuendigung-verweigerung/gespraechsfuehrung-bankfiliale.html

und sehr interessant zu lesen, schon ab hier:
http://www.akademie.de/private-finanzen/ueberschuldung-und-verbraucherinsolvenz/kurse/girokonto-kuendigung-verweigerung/index.html

Ich werd mal berichten, wie es weiter ging, habe bei den Rechtsabteilungen beider Banken nach dem
Rat von akademie.de eine Frist gesetzt, mit den Musterbriefen.

Robert
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« Antworten #11 am: 06. März 2009, 10:06:27 »

Viel Erfolg.

Oder Sie probieren ein Online-Konto auf Guthaben Basis bei Deutsche Bank oder CoBa oder DreBa oder HypoVerein oder EthikBank oder ...

Das kann auch klappen.
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rr69
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« Antworten #12 am: 30. April 2009, 15:07:36 »

So, hat ein wenig gedauert, aber ich kann endlich Gutes berichten.

@lucca_m
Vielen Dank. Ich wollte auch nur ein Guthabenkonto, was anderes bekomm
ich eh nicht.

------------

Nachdem ich die oben beschriebenen Briefe losgeschickt hatte, regte sich
tatsächlich schnell etwas.
Die Rechtsabteilungen der zwei Banken, die ich besucht hatte, meldeten
sich innerhalb von Tagen, der Fall würde geprüft. Auch der Ombudsmann
meldete sich innerhalb knapp einer Woche!

Eine Bank bat mich zum Gespräch in die Filiale, zunächst rief ich dort wegen
der Terminvereinbarung an, fragte natürlich nach, worum es gehen sollte:
"Um Ihr Konto!"..

Das Gespräch begann sehr frostig, mit einigen Vorwürfen über die Vorgehensweise
und einer Darstellung, dass ein solcher Fall wie ich ihn beschrieben habe, bei dieser
Bank sicher niemals vorkommen würde.
Nach einigen Worten und Darstellung meiner Lage (Insolvenz, Scheidung,..)
wurde das Gespräch um einiges freundlicher.
Man verabschiedete mich mit unterschriebenem Girokontoantrag und den Worten
"wären Sie gleich zum Filialleiter gekommen, häten wir das Konto sofort eingerichtet".

MEINE EMPFEHLUNG:

Macht es genau so wie unter akademie.de beschrieben, wichtig ist auch, dass man Namen
des Mitarbeiters der Bank, der den Antrag ablehnt, notiert, sowie Datum UND Uhrzeit.
Die Idee, ein Protokoll unterschreiben zu lassen, ist sehr gut und hilfreich, in meinem
Fall wurde geleugnet, dass ein Mitarbeiter mich so behandelt hätte.
Die Bank MUSS euch ein Konto geben, jede Bank in Deutschland hat sich dazu verpflichtet,
freiwillig (siehe Erklärungen auf akademie.de).
Sollte der Mitarbeiter der Bank ablehnen, offen um ein Gespräch mit dem Filialleiter bitten,
lasst euch nicht abwimmeln von Vorzimmerleuten.

Aber vor allem: seid freundlich, kein negativer Ton. Genauso wird man Euch auch behalden.

Also, nur Mut, Ihr bekommt Eure Konto!  Applaus

Robert
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