Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 27. Mai 2012, 17:30:38 *
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Autor Thema: Gläubiger mahnt immer wieder an  (Gelesen 463 mal)
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Angestellte80
weiß was
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« am: 22. März 2011, 07:46:38 »

Guten morgen zusammen

ich muss jetzt mal wieder hier eine Frage posten und erhoffe mir, dass ihr wisst was zu tun ist.

Ist bin seit Januar diesen Jahres im IV. Ich habe einen Gläubiger, eine Bank. Diese hat meinem Mann und mir im April 2009 einen Kredit gewährt, als ich noch Arbeitslos war. Mein Mann ist Kreditnehmer 1 und ich Kreditnehmer 2. Der Kredit war für eine Umschuldung. Natürlich habe ich mir erhofft zum Zeitpunkt der Aufnahme des Kredites schnellstmöglich wieder Arbeit aufnehmen zu können. Durch die Wirtschaftskrise war das allerdings nicht sofort möglich. So sind wir mit den hohen Raten (mtl. 468 Euro) in Verzug geraten. Da wir den einen Kredit, den wir dort bereits vorher hatten mit in die Umschuldung genommen haben, ist dort die letzte fällige Rate offen geblieben (von dem vorherigen Darlehn, welches mit in das größere Darlehn genommen wurde). Dies wussten weder mein Mann, noch ich. Ungefähr ein Jahr später (also im Mai 2010) wurde diese Rate samt Zinsen angemahnt. Zudem Zeitpunkt befanden wir uns bereits in der Phase, wo alle Zahlungen eingestellt wurden und wir die aussergerichtliche Einigung versuchten. Unserem Anwalt haben wir das ganze mitgeteilt (es handelte sich ja meiner Ansicht nach um zwei verschiedene Darlehn). Der Anwalt hat ja meinen Gläubiger angeschrieben, damit der seine Forderungen mitteilt. Es wurde aber seitens des Gläubigers immer nur von dem großen Kredit gesprochen und nicht dieser fälligen Rate von dem vorherigen Kredit.
Nun wurde seitens der Bank Ende letzten Jahres der "alte" Kredit gekündigt bzw in das ursprüngliche Darlehn umgewandelt, was nun bei ungefähr 2000-3000 Euro liegt. Wenn ich das richtig verstehe, wollen die ja jetzt doppelt Geld, weil die Umschuldung ja in den großen Kredit (20.000 Euro) erfolgte und von dem vorherigen "nur" die Schlussrate noch offen war. Auf Anraten der Anwältin haben wir sämtliche Schreiben ignoriert bzw. habe ich den Versuch gestartet telefonisch mit denen das ganze zu klären und denen mitzuteilen, dass wir/ich im Insolvenzverfahren sind/bin. Letzte Woche kam wieder ein nettes Schreiben mit Mahnungen und Drohungen. Der TH sagte ich solle nicht darauf reagieren und er hätte ja die Bank angeschrieben, damit sie ihm die Forderung mitteilen.

Meine Frage ist nun, wie verhält sich das ganze? Meiner Meinung nach geht es hier um zwei verschiedene Darlehn, von dem nur das eine große im Insolvenzverfahren steht, weil die Bank es versäumt hat, das andere mit anzugeben bei der aussergerichtlichen Einigung und ich zu dem Zeitpunkt davon nichts wusste, weil die erst danach angemahnt haben.

Ich hoffe ich habe das verständlich geschrieben, ansonsten fragt bitte. Ich möchte nicht das IV gefährden aber auch nicht, dass ich wegen einer fälligen, erst nach einem Jahr angemahnten Rate von 150 Euro oder so jetzt 2000 Euro oder so zahlen soll.

Danke!!
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Viele Grüße

Angestellte80
Der_Alte
weiß was
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« Antworten #1 am: 22. März 2011, 11:26:04 »

Alle Schulden, die vor dem Insolvenzantrag entstanden sind, sind von der Insolvenz erfasst.
Ob die Bank die Forderung beim TH anmeldet oder nicht, ist das Problem der Bank.

Der TH hat Recht, einfach ignorieren.
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Es grüßt der Alte
Angestellte80
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« Antworten #2 am: 22. März 2011, 12:53:50 »

das finde ich sehr beruhigend. Danke für diese Information.

Sollte ich denn denen trotzdem auf das letzte Schreiben ein Fax schicken: Achtung Insolvenzverfahren!!

oder sowas in der Art?
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bejobo
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« Antworten #3 am: 22. März 2011, 13:20:40 »

Moin,

Es ist nicht unüblich das Gläubiger sowas machen!
Ich habe auch erst schreiben erstellt und geantwortet.
Irgendwann war ich generft  fuchsteufelswild und hab nur noch den
Beschluss des AG über Inso gesendet.

Jetzt WHP ist alles ruhig und nur der TH meldet sich
hin und wieder...

Gruß bejobo

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tomwr
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« Antworten #4 am: 22. März 2011, 13:51:34 »

das finde ich sehr beruhigend. Danke für diese Information.

Sollte ich denn denen trotzdem auf das letzte Schreiben ein Fax schicken: Achtung Insolvenzverfahren!!

Du darfst den Gläubiger auch gar nicht zahlen wenn die Schulden aus der Zeit vor der Insolvenz stammen. Das ist sonst Gläubigerbegünstigung und gefährtdet die RSB. Die Bank weiß ja dass Du in Insolvenz bist. Ich würde die Briefe getrost in die Tonne hauen, wenn Dir dabei wohler ist kannst Du sie auch sammeln und dem Treuhänder schicken. Der wird sie aber wahrscheinlich auch in die Tonne hauen.  wink
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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum
« Antworten #4 am: 22. März 2011, 13:51:34 »



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Angestellte80
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« Antworten #5 am: 22. März 2011, 15:38:52 »

ich hatte ja nicht vor die Forderung zu bezahlen!  cheesy
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deagle
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« Antworten #6 am: 22. März 2011, 18:13:04 »

Du darfst den Gläubiger auch gar nicht zahlen wenn die Schulden aus der Zeit vor der Insolvenz stammen. Das ist sonst Gläubigerbegünstigung und gefährtdet die RSB....

Mit ihrem unpfändbaren darf sie zahlen wen sie will, auch die Bank, auch im Insolvenzverfahren  wink
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tomwr
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« Antworten #7 am: 23. März 2011, 19:24:58 »

Ja so gesehen richtig. Ich vergaß das unpfändbare Einkommen. Damit darf man natürlich auch weiter in einen Bausparvertrag einzahlen, den der IV demnächst kündigt und pfändet.  cool
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deagle
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« Antworten #8 am: 23. März 2011, 19:36:47 »

oder in ne Riester Vericherung an die kein TH rankommt  whistle
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doktor mabuse
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« Antworten #9 am: 24. März 2011, 09:15:09 »

Hallo,

es macht nicht wirklich Sinn ( Ausnahmen wie z.B. Vermieter, Energieversorger ausgenommen) einen Insolvenzgläubiger aus dem unpfändbaren Einkommen zu bedienen.
Selbst wenn bei einer Bank 3 verschiedene Verbindlichkeiten (z.B. Kreditvetrag, Girokonto und Kreditkartenkonto) fällig sind, gilt diese Bank als 1 Gläubiger, auch wenn sie 3 Forderungen anmeldet.
Meldet sie eine davon nicht an,so ist das Sache der Bank, nicht Ihre. Insofern stimme ich Ihrem TH zu.

Nutzen Sie ihr Geld lieber anderweitig.

Gruß,
Doktor Mabuse
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