Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 27. Mai 2012, 22:00:52 *
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Autor Thema: Konten- und Gehaltspfändung vor Eröffnungsverfahren  (Gelesen 287 mal)
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GelberHai
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« am: 24. April 2011, 14:13:34 »

Hallo,

ich habe Anfang März meinen Insolvenzantrag (IK) bei Gericht abgegeben (habe auch schon eine Geschäftsnummer 55 IK...) und warte nun auf den Eröffnungstermin.
Nun hat einer der Gläubiger Konto und Gehalt gepfändet. Darf er das in dieser Phase (ich meine wegen der zusätzlichen Kosten, die nun auf mir lasten) und macht es Sinn, eine Aufhebung der Kontensperre zu beantragen (wenn ja, wie und wo?).

Danke für ein paar Antworten.

Und schöne Ostern...


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Der_Alte
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« Antworten #1 am: 24. April 2011, 16:16:41 »

Hallo,

wenn schon das Aktenzeichen vorhanden ist, was hat das Gericht gehindert, das Verfahren zu eröffnen?

Für den Gläubiger ist das jedenfalls kein Vorteil, weil der Treuhänder alle gepfändeten Beträge der letzten drei Monate zurückholt und der Masse zuführt.
Ärgerlich ist, dass unnötige Kosten entstanden sind.

Mit Eröffnung des Verfahrens sollte spätestens die Kontofreigabe, meiner Meinung nach beim Insolvenzgericht, beantragt werden.
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Fallera
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« Antworten #2 am: 24. April 2011, 16:32:07 »


§ 88 InsO
Vollstreckung vor Verfahrenseröffnung
Hat ein Insolvenzgläubiger im letzten Monat vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag durch Zwangsvollstreckung eine Sicherung an dem zur Insolvenzmasse gehörenden Vermögen des Schuldners erlangt, so wird diese Sicherung mit der Eröffnung des Verfahrens unwirksam.
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Der_Alte
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« Antworten #3 am: 24. April 2011, 16:42:23 »

Mit dem Zusatz aus 312 InsO, dass bei Antragstellung des Schuldners (im IK-Verfahren m.E. auch nicht anders möglich) die Frist aus 88 InsO auf drei Monate angehoben ist.
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GelberHai
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« Antworten #4 am: 24. April 2011, 18:36:12 »


wenn schon das Aktenzeichen vorhanden ist, was hat das Gericht gehindert, das Verfahren zu eröffnen?



Ich habe meinen Antrag am 10.03.2011 eingereicht und bekam am 21.03. ein Schreiben zurück, dass ein paar Angaben fehlen und eine Unterschrift. In diesem Schreiben war das Aktenzeichen genannt. Ich habe die Korrekturen umgehend nachgereicht und warte seitdem auf einen Eröffnungstermin.
« Letzte Änderung: 24. April 2011, 18:37:51 von GelberHai » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 24. April 2011, 18:36:12 »



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Feuerwald
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« Antworten #5 am: 24. April 2011, 18:52:58 »

Nun hat einer der Gläubiger Konto und Gehalt gepfändet. Darf er das in dieser Phase (ich meine wegen der zusätzlichen Kosten, die nun auf mir lasten)

- ja.

und macht es Sinn, eine Aufhebung der Kontensperre zu beantragen (wenn ja, wie und wo?)

- wenn sich auf dem Konto unpfändbare Beträge befinden oder noch eingehen (bspw. Lohn), macht das Sinn. Alternativ könnte das Konto in ein P-Konto gewandelt werden oder eben eine Freigabe der unpfändbaren Bezüge nach § 850l ZPO beantragt werden.

 
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