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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 27. Mai 2012, 23:39:46 *
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Autor Thema: Kontopfändung was nun ?  (Gelesen 2401 mal)
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Thunder198165409
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« am: 03. März 2011, 17:10:35 »

Hallo,

wir (meine Frau und ich) streben das Insolvenzverfahren an, ein Rechtsanwalt der uns wärend der Zeit vertreten wird ist schon tätig, mit den Gläubigern wurde sich schon wegen der offenen Forderungen auseinandergesetzt und heute soll der Schuldenbereinigunsplan auf den Weg gebracht wurden sein.

Jetzt kam Montag der 1. dicke Hammer.

Einer der Gläubiger hat über das Amtsgericht eine Konto-Pfändung beantragt. Welche am Montag ( 28.02.11) in Kraft trat.
Als ich davon erfahren habe, wollte ich mir das Guthaben gleich auszahlen lassen. Am Schalter wurde mir gleich klar gemacht, das der noch offene Dispo durch das Guthaben sofort aufgelöst werden müsse und man mir den Rest auszahlen könne.

Heute erfahre ich durch eine Mitarbeiterin der Volksbank, das dass Konto gekündigt werden würde und wir uns doch mal bei der Ortsansässigen Sparkasse ein Konto erstellen lassen sollen ("die müssen Ihnen ein Konto geben"). Durch langsam aufkommende Panik haben wir uns gleich auf den Weg zur Sparkasse gemacht und mit einer Kundenberaterin gesprochen, die uns gleich zu verstehen gab, das durch das anstehende Private Insolvenzverfahren und der Pfändung kein Konto seitens der Sparkasse eröffnet werden würde (soviel zum Thema sie müssen...).

Nun stehen wir da, die eine Bank will uns nicht, die andere scheinbar nicht mehr und wenn vielleicht doch noch, dann mit Gebühren von 20 € / Monat.
 
Der Gläubiger nimmt auch nach mehrfacher Telefonischer Rücksprach die Pfändung nicht runter, der Rechtsanwalt kann da leider auch nicht viel tun.

Was haben wir da noch für evtl. möglichkeiten ? Wir bräuchten ja nur eine Möglichkeit wo der Rententräger unsere jeweilige Erwerbsunfähigkeitsrente hin überweisen kann. Überweisungen wie Miete, Strom usw... können dann vom Konto unseres Sohnes getätigt werden. Aber 20 € monatlich an Gebühren zu bezahlen, nur damit die Renten überwiesen werden können ist schon sehr Happig und ärgerlich. Noch dazu wo sie nicht gerade üppig ausfallen.
« Letzte Änderung: 03. März 2011, 17:14:03 von Thunder198165409 » Gespeichert
Schimmelreiter
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« Antworten #1 am: 03. März 2011, 17:14:55 »

Eine Möglichkeit wäre, online bei der Deutschen Bank ein Aktivkonto zu beantragen.
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MfG Schimmelreiter
tomwr
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« Antworten #2 am: 03. März 2011, 17:26:01 »

Ich habe ein dbAktiv Konto bei der Deutschen Bank, das kostet als P-Konto (Pfändungsschutzkonto) EUR 8,99 im Monat.
Geht aber auch billiger. Wobei man froh sein sollte pberhaupt ein Konto zu haben. Schließlich muss man ja auch Rechnungen zahlen. Und was da so an Gebühren bei Bareinzahlungen und Auszahlungen anfällt ist schon enorm. Zwischen 5 und 10 EUR je Vorgang je nach Summe und Bank. Die Sparkassen sind da manchmal wirklich unverschämt. Postbank ist eigentlich noch okay.

Hier eine Übersicht, vielleicht nicht mehr ganz so aktuell:

http://www.banktip.de/rubrik2/20332/4/p-konto-kosten-und-konditionen.html
« Letzte Änderung: 03. März 2011, 17:27:44 von tomwr » Gespeichert
Thunder198165409
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« Antworten #3 am: 03. März 2011, 17:50:18 »

ja über dieses Thema mit dem P Konto habe ich mich auch schon informiert, ansich ja keine schlechte Idee, nur aus Finanziller Sicht ein Desaster, nach meinen Informationen muß dann jeder von uns beiden ein solches P-Konto besitzen, es soll also nicht möglich sein wie bisher ein gemeinsammes Konto zu haben. Somit muß man dann halt doppelte Gebühren bezahlen.

Ich hatte mich auch schon telefonisch vorhin mal mit der DKB Bank auseinander gesetz

Problem sehe ich halt im moment nur im Zeitfaktor, beantragt man jetzt Online ein neues Konto, dauert es min. 1 woche bis man eine Antwort hat. Sollte das nicht klappen, dann bei der nächsten versuchen, wieder eine woche usw.... eh man sich versieht, ist wieder Monatsende und wir bekommen unsere Rente nicht. Und ob die ganzen Anfragen nach Kontenerstellung helfen eine neue zu finden ist auch fraglich (da jedesmal ein Schufa Eintrag vorgenommen wird). Auch wenn die Schufa eh nicht prikelnd aussieht.

aber danke schonmal für die Antworten.

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« Antworten #4 am: 03. März 2011, 18:13:11 »

Möglich wäre auch noch, bei der Norisbank und/oder Spardabank nach einem Guthabenkonto zu fragen. Die scheinen auch etwas kulanter zu sein, was Schufa-Einträge anbelangt.
Wenn Sie beide in die Insolvenz gehen, wären getrennte Konten sinnvoll. Anstatt eines P-Kontos könnten Sie bei erneuter Pfändung auch beim Amtsgericht Antrag auf Freigabe des unpfänbaren Betrags gem. § 850 k ZPO stellen.
« Letzte Änderung: 03. März 2011, 18:29:58 von Schimmelreiter » Gespeichert

MfG Schimmelreiter
Schulden und Insolvenz Hilfe Forum
« Antworten #4 am: 03. März 2011, 18:13:11 »



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Thunder198165409
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« Antworten #5 am: 03. März 2011, 18:39:07 »

naja unter der Pfändungsfreigrenze sind wir ja sowieso, von daher steht uns unsere EU-Rente eh voll und ganz zu.

Wie geschrieben, das Problem ist ansich eigentlich nur:

a: Ungewissheit ob die Volksbank das aktuelle Konto kündigt.
b: sollte es gekündigt werden, wohin dann ?
c: und zu schauen das die Kontoführungsgebühren im erträglichem Rahmen bleiben.
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Schimmelreiter
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« Antworten #6 am: 03. März 2011, 18:42:53 »

Meines Wissens erhebt die Spardabank keine Kontoführungsgebühren, zumindest nicht für ein Guthabenkonto.
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« Antworten #7 am: 03. März 2011, 19:17:55 »

das mit der Spardabank klingt interessant, ich habe direkt mal eine Email geschrieben und mal schauen was als Antwort kommt.

ich bedanke mich nochmal
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doktor mabuse
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« Antworten #8 am: 04. März 2011, 08:42:34 »

Hallo,

wie schon mehrfach geschrieben, habe ich gute Erfahrungen mit der Norisbank. Sie scheinen sehr Kulant mit Insolvenzlern umzugehen. Kostet absolut keine Gebühren und beinhaltet online-banking sowie eine Bankkarte mit der an allen Shelltankstellen sowie am Geldautomatenverbund kostenlos geld abgehoben werden kann.

Gruß,
Doktor Mabuse
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Thunder198165409
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« Antworten #9 am: 04. März 2011, 13:37:39 »

vielen Dank

Kostet absolut keine Gebühren

Also ich habe mich heute mal mit einigen Banken telefonisch in Kontakt gesetzt.

Norisbank verlangt für ein P-Konto 5 € monatlich + 1,50 je Überweisung (bis mitte letzten Jahres war das P-Konto kostenlos)
DKB nimmt für das P-Konto ebenfalls 5 € monatlich, allerdings sind sämtliche Überweisungen inklusive.
Postbank verlangt für das P-Konto 5,90 € monatlich ebenfalls alles inklusive. (ab 1000 € Geldeingang monatlich kostenlos)
Spardabank eröffnet laut telefonischer Beratung kein Konto an Personen mit negativen Schufa Eintrag.
alle anderen Banken mit denen ich Kontakt hatte, lagen mit ihren Gebühren teilweise weit drüber.

bei allen Banken mit denen ich telefoniert habe, gabs auch telefonisch keine genaueren Auskünfte ob ein Konto mit aktueller Kontopfändung und negativem Schufa Eintrag überhaupt möglich wäre, Ausnahme war die Postbank, sie garantieren ein Konto für jedermann. Allerdings muß das aktuelle Konto geschlossen werden und bei der Schufa als geschlossen gemeldet sein bis sie ein neues Konto eröffnen.
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Schimmelreiter
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« Antworten #10 am: 04. März 2011, 14:23:11 »

Läuft das bisherige Konto unter Ihrem Namen und dem Namen Ihrer Frau? Sollte sie nur verfügungsberechtigt aber nicht Kontoinhaberin sein, sollte es doch möglich sein, dass sie bei der Postbank ein Konto auf ihren Namen eröffnet. Dann hätten Sie zumindest ein Konto, auf welches die Renten überwiesen werden können.
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MfG Schimmelreiter
Thunder198165409
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« Antworten #11 am: 04. März 2011, 14:33:39 »

wir sind beide Kontoinhaber.
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robby61
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« Antworten #12 am: 11. März 2011, 21:41:28 »

Hallo,

wir (meine Frau und ich) streben das Insolvenzverfahren an, ein Rechtsanwalt der uns wärend der Zeit vertreten wird ist schon tätig, mit den Gläubigern wurde sich schon wegen der offenen Forderungen auseinandergesetzt und heute soll der Schuldenbereinigunsplan auf den Weg gebracht wurden sein.

Jetzt kam Montag der 1. dicke Hammer.

Einer der Gläubiger hat über das Amtsgericht eine Konto-Pfändung beantragt. Welche am Montag ( 28.02.11) in Kraft trat.
Als ich davon erfahren habe, wollte ich mir das Guthaben gleich auszahlen lassen. Am Schalter wurde mir gleich klar gemacht, das der noch offene Dispo durch das Guthaben sofort aufgelöst werden müsse und man mir den Rest auszahlen könne.

Heute erfahre ich durch eine Mitarbeiterin der Volksbank, das dass Konto gekündigt werden würde und wir uns doch mal bei der Ortsansässigen Sparkasse ein Konto erstellen lassen sollen ("die müssen Ihnen ein Konto geben"). Durch langsam aufkommende Panik haben wir uns gleich auf den Weg zur Sparkasse gemacht und mit einer Kundenberaterin gesprochen, die uns gleich zu verstehen gab, das durch das anstehende Private Insolvenzverfahren und der Pfändung kein Konto seitens der Sparkasse eröffnet werden würde (soviel zum Thema sie müssen...).

Nun stehen wir da, die eine Bank will uns nicht, die andere scheinbar nicht mehr und wenn vielleicht doch noch, dann mit Gebühren von 20 € / Monat.
 
Der Gläubiger nimmt auch nach mehrfacher Telefonischer Rücksprach die Pfändung nicht runter, der Rechtsanwalt kann da leider auch nicht viel tun.

Was haben wir da noch für evtl. möglichkeiten ? Wir bräuchten ja nur eine Möglichkeit wo der Rententräger unsere jeweilige Erwerbsunfähigkeitsrente hin überweisen kann. Überweisungen wie Miete, Strom usw... können dann vom Konto unseres Sohnes getätigt werden. Aber 20 € monatlich an Gebühren zu bezahlen, nur damit die Renten überwiesen werden können ist schon sehr Happig und ärgerlich. Noch dazu wo sie nicht gerade üppig ausfallen.

Sorry aber was ist das für Anwalt?
wenn der nichts tun "kann", wohl eher nicht tun möchte.
Rente ist ein Sozialbetrag der ist bis zu 7 Tagen auf dem Konto geschützt und nicht pfändbar.Ausser ihr habt 3000€ rente cool
Ebenso wie Geld von Sozialamt oder Arge.
Nächstes was der Anwalt tun könnte wenn er denn wollte, wäre ein Pfändungschutz aufs Konto bei Gericht beantragen da kein Betrag über Pfändungsgrenze eingeht.
Oder macht es selbst, Rentenbescheid nehmen aufs Amtsgericht und das ist Sache von einen Tag.
Bank,
Commerzbank ist kulant bei Inso, Deutsche Bank sowieso. Commerzbank kannst auch hingehen und Konto eröffnen, sagen will Guthaben Konto passt . Das als P Konto noch besser. Und macht getrennte Konten, wenn wieder Mal was sein sollteist eins frei.

Die gebühren halten sich in Grenzen, Commerz verlangt mit Online Banking  6 - 7 € im Quartal
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Thunder198165409
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« Antworten #13 am: 12. März 2011, 14:57:32 »

Danke für die Antwort,

das mit der Anwältin war ehr darauf bezogen, das sie gegen die Pfändung nichts machen kann, Ratschläge bzgl. Pfändungsschutz (z.b. Amtsgericht, P-Konto) hatten wir ja auch von ihr erhalten.

Nur uns nützt der Pfändungsschutz nicht viel wenn die Bank bei dann getrennter Kontoführung 20 € monatlich und das von jedem verlangt, egal ob als P-Konto oder nicht.

Jedenfalls haben wir nach reiflichen überlegungen und weiterem rum gestöber im Internet für die Eröffnung zweier Konten bei der Norisbank entschieden, Montag alles abgeschickt und vorgestern sind die ganzen Unterlagen gekommen.
Es lief alles unkomplziert, schnell und sogar kostenlos. Sollte bis zur Eröffnung des Inso. Verfahrens noch eine EV abgegeben werden müssen, werden die Konten kurzfristig zu P-Konten umgewandelt ansonsten gehen wir mit 2 normalen kostenlosen Giro Konten in die Insolvenz wo ja dann nix mehr passieren dürfte.

Mit freundlichem Gruß
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« Antworten #14 am: 22. Juni 2011, 02:39:33 »

Sorry, aber wo holt ihr eure informationen her? ein guthabenkonto bei der sparkasse kostet 3,95 im monat. die umwandlung in ein p-konto kostet nichts. die gebühren für ein p-konto bei der sparkasse: 0,0Euro..nur die 3,95 kontoführungsgebühren fallen an. die sparkasse schreibt bei abgabe von ev oder insoeröffnung den kontoinhaber an und kündigt das bestehende konto, eröffnet aber gleichzeitig ein guthabenkonto unter gleicher kontonummer...habe das mit der neueröffnung als guthabenkonto zwar nicht verstanden, weil das p-konto auch nur auf guthabenbasis geführt wird.
Selbst die kontosperre nach Insoeröffnung wurde nach einem gespräch mit der bank aufgehoben OHNE das der TH die freigabe veranlasst hat!!
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