Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 13. Februar 2012, 07:43:12 *
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Autor Thema: Noch keine Schulden aber es steht bevor! Suche dringend Rat!!!  (Gelesen 1191 mal)
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« am: 12. August 2009, 13:14:36 »

Hallo an alle,

Ich hoffe das das Thema hier passt! Wenn nicht bitte nicht auf mir rum hacken sondern einfach verschieben oder so!

Zu erst möchte ich mich einmal vorstellen! Meine Name ist Steven L********, ich lebe in Plauen und bin 25 Jahre alt.

Nun zu meinem Problem:

Ich habe mich Ende 2007 dazu entschlossen den Weg in die Selbstständigkeit zu suchen! Der Grund dafür war das ich zum einen lange Arbeitslos war und zum anderen das ich davor Arbeit bei einer Zeitarbeit hatte diese mich aber, nach dem ich mich schwer am Rücken verletzt hatte, bereits eine Woche danch gekündigt hatten. Da hatte ich mir gesagt ich will das nicht mehr und versuche mir selbst etwas auf zubauen.

Als ich mir meine Gedanken und auch ein Konzept gemacht hatte bin ich zur SAB-Bank (Sächsische Aufbaubank) gegangen und habe einen Kredit beantragt. Dieser wurde mir auch (mit meinem Eigenkapital) bewilligt.

Nach dem das alles geschehen ist habe ich im August 2008 meinen Laden eröffnet in dem ich Streetwear, Merchandise, Accessoires und Vinylschallplatten verkaufe.

Nach diesem Jahr kann ich sagen das ich mit Mühe und Not meine Kosten für Die Ladenmiete, Ladenversicherung etc. bezahlen kann.

Ich bin auch immer noch Hartz IV empfänger. Das heißt ich bezahle keine Krankenversicherung oder ähnliches da dieses vom Amt bezahlt wird. Dem zur Folge weiß ich nicht einmal genau ob ich eigentlich als Selbstständig zähle oder immer noch als Arbeitslos. - Also ich meine damit ich habe noch nie etwas aus meiner Geschäftskasse für Private Zwecke genommen.

!!!WICHTIG!!!
Nun kommt der Teil der mir seit einigen Wochen schon arge Kopfschmerzen bereitet!!
Im Oktober soll die erste Tilgungsrat an die SAB-Bank bezahlt werden. Diese liegt bei 690 Euro und soll jedes viertel Jahr bezahlt werden.
Ich glaube allerdings nicht daran das das klappen könnte da ich eben gerade so meinen Laden Finanzieren kann.
Den Bestand meiner Waren kann ich auch nur mit Mühe und Not aufrecht erhalten.
Ich habe mittler weile schon das EC-Gerät abgeschaft das sich dieses mit den Gebrühren gesehen nicht gerechnet hat und das Telefon habe ich auch schon gekündigt und nehme jetzt mein Privates Handy für Telefonate die mein Geschäft betreffen.

Ich weiß nun nicht mehr was ich machen soll bzw. an wen ich mich wenden könnte der mit mir eine Lösung erarbeiten könnte oder Rat geben kann.
Ich möchte eben nicht durch Mahnungen der Bank oder ähnliches Schulden aufbauen. Ich bin auch gewillt den Kredit zu bezahlen nur wie!

Über Ratschläge bin ich sehr DANKBAR!!

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« Letzte Änderung: 12. August 2009, 13:48:04 von TOXIC-STYLE » Gespeichert
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« Antworten #1 am: 12. August 2009, 14:18:27 »

Haben Sie schon Förderungen über das KfW-Gründercoaching beansprucht?
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TOXIC-STYLE
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« Antworten #2 am: 12. August 2009, 14:25:41 »

Hallo,

erstmal danke für die schnelle Antwort!

Nein das ist  mir neu! Muss ersteinmal informieren was das genau bedeutet und was da machbar ist!

Aber eine Frage mal gleich vorweg: Ist das eine Förderung oder ein neuer Kredit? Denn noch mehr Zahlungsverpflichtungen einzugehen wäre ja denke ich nicht wirklich der Sinn der Sache oder!?
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Feuerwald
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« Antworten #3 am: 12. August 2009, 14:46:42 »


Sie haben m.E. zwei Optionen:

a) Es gelingt Ihnen jetzt noch Ihr Unternehmen profitabel auszurichten. Dazu sollten Sie sich entsprechende Hilfe suchen, solange Sie noch können. Das Förderprogramm "Gründercoaching Deutschland" deckt je nach Voraussetzungen bis zu 90 % der Kosten für externe Beratung und Coaching als Zuschuss. Aber keine Krisen- oder Insolvenzberatung, die ist darüber nicht förderfähig.

b) Sie haben bereits heute erkannt das nichts mehr zu retten ist. Dann wäre Schadensbegrenzung angebracht und wohlmöglich ein Insolvenzverfahren zu prüfen
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TOXIC-STYLE
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« Antworten #4 am: 12. August 2009, 15:04:14 »

Nochmal Danke.

Ich habe mir das von der KFW-Förderung einmal durchgelesen! Ich werde da einmal nachfragen was möglich ist in meinem Fall zu fördern!

Zu zweiterem:
Ich selbst habe das schlechte Gefühl das nichts mehr geht.
In wie weit kann ich denn eine Schuldnerberatung der AWO (diese wäre in meiner Stadt vorhanden) in Anspruch nehmen?
Denn wenn ich auf die Internetseite der AWO schaue finde ich immer nur Themen die eine Privatinsolvenz betreffen. Würde ich dazu zählen oder bin ich, dadurch ich mit einem Geschäft pleite gehen würde, nicht mehr Privat?

Sollte es doch zu einer Insolvenz kommen würde ich mir ja schnellst möglich Arbeit (notfalls Zeitarbeit) suchen. Kann ich dann einen Internetshop (Nebengewerblich) betreiben um dennoch Geld zu verdienen um den Kredit zu begleichen oder ist das bei einer Insolvenz ausgeschlossen?

...
Oh man ... das klingt alles als ob ich nicht den Hörer in die Hand nehmen kann und selbst anrufen kann. Aber ich schäme mich das es alles so kommt und ich würde auch zu gern eine Insolvenz vermeiden, zumindest aber dennoch die Bank zu bezahlen! Wenn dann in kleinen Raten! Des wegen versuche ich erst über den "Anonymen Weg" soviel wie möglich in Erfahrung zu bringen!

Ich bitte um Verständnis!

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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum
« Antworten #4 am: 12. August 2009, 15:04:14 »



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« Antworten #5 am: 12. August 2009, 15:45:11 »

MAchens Sie doch gleich den Internetshop. Vinyl und Klamotten kauft man doch eh online ein.
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« Antworten #6 am: 12. August 2009, 15:54:34 »

Ja den Internetshop habe ich gerade in der Bauphase. Dieser kostet mich auch zum Glück nichts. Meine Kunden die ich derzeit habe würden auch sicher weiter über mich (also in dem Shop) kaufen und dem zu Folge könnte ich dann warscheinlich die Bank bezahlen nur das Problem ist das ich durch den Vertrag mit der Bank an eine Vollgewerbliche Tätigkeit mit einem Ladengeschäft gebunden biN!

Wenn ich jetzt nur einen WebShop-Vertrieb machen würde ist die Bank berechtigt den Vertrag sofort zu kündigen was zur Folge hätte das ich den Kredit sofort zurück zahlen müsste! Das ist ja gleich garnicht machbar!
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Feuerwald
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« Antworten #7 am: 12. August 2009, 16:41:23 »


In wie weit kann ich denn eine Schuldnerberatung der AWO (diese wäre in meiner Stadt vorhanden) in Anspruch nehmen?

-> Die werden Ihnen sagen: Abmelden und nach 6 Monaten eine Verbraucherinsolvenz starten, vorausgesetzt Sie fallen unter § 304 InsO (Verbraucherinsolvenz) Sehr viel mehr Hilfe – wenn überhaupt – sollten Sie dort nicht erhoffen.

Würde ich dazu zählen oder bin ich, dadurch ich mit einem Geschäft pleite gehen würde, nicht mehr Privat?

-> Kommt drauf an, § 304 InsO lesen.

Sollte es doch zu einer Insolvenz kommen würde ich mir ja schnellst möglich Arbeit (notfalls Zeitarbeit) suchen.


Kann ich dann einen Internetshop (Nebengewerblich) betreiben um dennoch Geld zu verdienen um den Kredit zu begleichen oder ist das bei einer Insolvenz ausgeschlossen?

-> Sie brauchen ja keine Insolvenz durchlaufen, wenn Sie das Darlehen bzw. die Verbindlichkeiten auch so bedienen können. Nur das ist nicht sachlogisch. Wenn Sie jetzt als Selbständiger meinen, den Kredit nicht bedienen zu können, wie soll das denn mit einer nebenberuflichen Kleinstselbständigkeit klappen? Da ist ein Widerspruch. 


Des wegen versuche ich erst über den "Anonymen Weg" soviel wie möglich in Erfahrung zu bringen!

-> das ist völlig OK


"Vinyl und Klamotten kauft man doch eh online ein"

-> Mit Vinyl-Online-Shops haben wir in den letzten Monaten mehrfach unsere Erfahrungen gemacht. Das ist ein hartes Geschäft. Wer sich nicht absolut auskennt und weiss, wo man einstellen muss und mit welcher Verwaltungssoftware, mit welchen Zielgruppen / Bündeln / Preisen / Qualitäten / Verpackungsvorschriften / Versandarten etc. pp., kann lange auf Kundschaft und Umsatz oder Ertrag hoffen.  Der kleine Online-Shop auf der eigenen Homepage reicht nicht.
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« Antworten #8 am: 12. August 2009, 20:32:43 »

Kann ich dann einen Internetshop (Nebengewerblich) betreiben um dennoch Geld zu verdienen um den Kredit zu begleichen oder ist das bei einer Insolvenz ausgeschlossen?

-> Sie brauchen ja keine Insolvenz durchlaufen, wenn Sie das Darlehen bzw. die Verbindlichkeiten auch so bedienen können. Nur das ist nicht sachlogisch. Wenn Sie jetzt als Selbständiger meinen, den Kredit nicht bedienen zu können, wie soll das denn mit einer nebenberuflichen Kleinstselbständigkeit klappen? Da ist ein Widerspruch. 

Einen Widerspruch sehe ich da nicht. Das Onlinebusiness bietet andere Chancen und Risiken. Webspace bekommt man schon für ein paar Euro, das kann man nicht mit den Kosten für ein Ladenlokal vergleichen, sprich diese Kosten können eingespart und zum Rückzahlen des Kredits verwendet werden. Allerdings reicht es definitiv nicht, nur mit einem Onlineshop an den Start zu gehen. Das ist noch recht einfach zu bewerkstelligen. Schwieriger ist es, Interessenten in den Shop zu bekommen, die auch kaufen. Immerhin ist der nächste Onlineshop nur wenige Klicks entfernt  wink
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« Antworten #9 am: 12. August 2009, 23:37:06 »

Na klar, aber wenn die Lösung der anstehenden Tilgungsrate darin besteht, nun nebenberuflich einen Online-Shop zu betreiben, ist unverständlich, weshalb diese Lösung nicht jetzt schon eine Lösung im Rahmen des laufenden Geschäftsbetrieb sein soll.

Wie auch immer, hier kann man nur raten, die Fingerchen weg von der Caritas zu lassen und sich – da bislang noch keine Verschuldungsituation vorliegt – sich den Möglichkeiten zu bedienen, die für junge Unternehmen an Hilfe und Beratung angeboten werden.

Typisch ist, zu gründen, Gründerkredite aufzunehmen und dann 1- 3 Jahre bis zum Exitus zu warten, um dann die Lösung in der Caritas zu sehen, aber bitte schön kostenlos. Das ist kein Unternehmertum.
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Dauerstress
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« Antworten #10 am: 13. August 2009, 11:29:32 »

Das Stichwort "Beratung" möchte ich noch mal aufgreifen. Wenn jemand mit seinem Unternehmen nur die direkten Kosten erwirtschaftet, für seinen Lebensunterhalt aber nichts übrig bleibt, läuft doch was völlig verkehrt. Hier kann ich nur jedem Betroffenen empfehlen, rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, auch wenn eine Beratung erst mal Geld kostet. Startups und junge Unternehmen werden auch in diesem Bereich untzerstützt, Feuerwald hat es schon angesprochen. Nur die Innitiative muss frühzeitig vom Unternehmer ausgehen, denn "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben"  wink
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« Antworten #11 am: 13. August 2009, 14:00:09 »

Danke nochmal an alle Antworten.

Ich werd mich erstmal mit den § auseinandersetzen.

Aber zu den Widerspuch:
Ich versteh was du meinst aber mein Gedanke ist ja nur das ich den OnlineShop weiter betreibe und dennoch Arbeiten gehe. So könnte es ja möglich sein das ich den Kredit bezahlen kann. Nur ist dabei das Problem das die Bank das nicht will. Soll heißen sie würden bei dieser Sache den Kredit sofort kündigen und zurück fordern.

Zum anderen hat "Dauerstress" völlig recht. Bei mir läuft das alles schief da ich nicht im entferntesten die Möglichkeit habe Geld Privat zu entnehmen.
Selbst die Werbung wird immer schwieriger. Flyer sind ja nicht Kostenintensiv aber dennoch sind diese 50 Euro für mich wichtiges Geld die ich anders Investieren muss (Miete, Ware etc.)

... Ich weiß auch nicht. Werd mir wie gesagt jetzt diese Gesetze einmal durchlesen und sehen was ich an Beratung und so weiter in anspruch nehmen kann.
Ich hoffe einfach das ich noch einen Weg finde, entweder das das Geschäft richtig läuft oder ohne Geschäft, alles ohne eine Insolvenz und oder Schulden auf die Reihe zu bekommen!

Vielen Dank schon einmal für die Kommentare. Ich werde berichten was sich für Möglichkeiten auftun und wie es weiter geht!

Für weitere Anregungen und Hilfestellungen bin ich aber immer noch dankbar!

Gruß
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