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Schulden & Insolvenz Hilfe Forum 07. Januar 2009, 18:45:27 *
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Autor Thema: Privatinsolvenz oder nicht????  (Gelesen 652 mal)
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hanna
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« am: 16. Februar 2007, 12:00:12 »

Mein Mann und ich hatten eine Gutlaufende Firma bis wir leider aus Persönlichengründen die Firma schließen mussten. Was nun bleibt sind Schuklden der Sparkasse in höhe von 55 000€. Wir zahlen jeden Monat 700€ an die Bank um von diesen Schulden runter zu kommen. Um uns das leidten zu können hat mei nMann einen Job als Fernfahrer angenommen und ist nur alle 3 Wochen am Wochenende zu Hause. Ich selber gehen Halbtags arbeiten und jede Freitagnacht. Somit haben wir das Geld zusammen unsere Miete zu zahlen und die Raten an die Bank. Nur über ist nichts so das Einkaufen teilweise schwer wert.

Mein Frage nun an die Runde macht es sinn Privatinnsolvenz anzumelden und was kommt da auf uns zu? Wir haben große Angst, dass wir aus unser Wohnung müssen (Miteswohnung). Alle sagen der schritt in die Insolvenz seihe der richtige doch keiner sagt was auf uns zu kommt. Hat hier jemand einen Tipp oder Erfahrungen.


Danke Hanna[addsig]
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Feuerwald
Moderator
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« Antworten #1 am: 16. Februar 2007, 12:20:49 »

Moin !

Die Mietwohnung ist nicht in Gefahr, solange die Miete gezahlt wird. Eine Kündigung kann wegen eines Insolvenzverfahrens durch den Vermieter nicht erfolgen (§ 112 InsO).

Ob sich ein Restschuldbefreiungsverfahren rechnerisch-wirtschaftlich und lohnt, lässt sich mit Hilfe der Lohnpfändungstabelle und den §§ 850ff ZPO ermitteln.

Zu prüfen wäre,

welcher Lohanteil jeweils pfändbar wäre (zzgl. evtl. anteiliges Weihnachtsgeld) multipliziert mal 72 Monate (= Laufzeit des Abtretung im Restschuldbefreiungsverfahrens).

PS: Sollte der Fahrer-Job auf  Dauer zu heftig sein, wäre es sinnvoll, den Job vor einem möglichen Insolvenzantrag zu wechseln, da es nach Eröffnung und insb. im Fall gestundeter Verfahrenskosten mitunter Probs geben kann, einen gut bezahlten (?) Job gegen einen bspw. weniger gut bezahlten Job zu tauschen (= Erwerbsobliegenheiten).

Auch sollte geprüft werden, in wie weit Sie zukünftig gehalten wären, einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachzugehen,  s o f e r n  denn zumutbar, bspw. wegen Kindern. Ein dann möglicherweise höheres Einkommen Ihrerseits sollte dann auch in die Berechnungen/Erwägungen einbezogen werden.

Soweit erstmal.

MfG
Feuerwald
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jschwab
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« Antworten #2 am: 17. Februar 2007, 19:54:24 »

Hallo Hanna,
ja ich denke es geht erstmal darum, ob es für Ihre Beziehung ok ist, wenn Ihr Mann nur alle 3 Wochen am Wochenende heim kommt.

Leiden Sie oder Ihr Mann darunter, ist es sinnvoll den Weg zur Insolvenz zu beschreiten. Ob nunRegel- oder Verbraucherinsolvenz müßte noch geklärt werden.

Grundsätzlich könnte jedoch auch mit der Bank ein Vereinbarung getroffen werden, die Rate zu reduzieren. Aber auch hier müßte zunächst eruiert werden, ob die Bank dem zustimmen würde.

Bei diesem Betrag mit ca. 7% Zinsen kommen Sie auf ca. 320,00 Euro Zinsen pro Monat. D.h., Sie zahlen fast 10 Jahre die Schulden ab.

Wenn Sie einen guten Insolvenzverwalter zugeteilt bekommen, dann merken Sie fast nichts von Ihrer Insolvenz. Prüfen Sie aber, wie schon Feuerwald richtig kommentiert hat, anhand der Pfändungstabelle, welcher Betrag Ihnen pro Monat gepfändet werdne kann. Evtl. erübrigt sich hier ja schon die Überlegung.

Gruss
JSC[addsig]
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