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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 28. Mai 2012, 06:09:44 *
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Autor Thema: Selbständig im Einzelhandel und kurz vor der Zahlungsunfähigkeit  (Gelesen 812 mal)
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AlexL
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« am: 20. November 2010, 13:39:31 »

Hallo!

Ich bin 25 Jahre alt und betreibe seit Anfang diesen Jahres einen kleinen Laden mit modischen Damenschuhen und Accessoires. Seit dem 1.9. habe ich eine Art Azubine hier im Geschäft, sie absolviert ihr Einstiegsqualifizierungsjahr. Das heisst, Sie ist zwar mit den anderen Verkäufern des 1. Lehrjahres in der Berufsschule, hat aber nur einen Praktikantenstatus. Das EQJ wird durch das Arbeitsamt gut gefördert. Ich erhalte 216€ als Einkommenszuschuss und 108€ für die Sozialabgaben. Insgesamt bekommt Sie von mir ein Gesamtbrutto von 450€ (netto 356). Leider musste ich auf die Zuschüsse des Amtes sehr lange warten und habe mich dadurch mit einer Angestellten übernommen.

Leider ist meine Azubine auch nicht wirklich einsichtig. Sie verursacht kosten ohne Ende. So hat Sie eine Telefonrechnung von über 500€ zu verschulden... Bei ihr ist leider nichts zu holen, daher bleibe ich auf den kosten sitzen. Und da man Azubis und EQJ-ler nicht so einfach rausschmeißen kann, konnte ich Sie nur abmahnen.

Durch die im Prinzip unnötigen Personalkosten, durch 1-2 Fehlkäufe (Schuhe die keiner kauft) und durch einen schlechten August, musste ich bei der Bank einen Kredit in Höhe von 6000€ aufnehmen um die Umstellung auf die Winterware finanzieren zu können...

Leider sind September und Oktober nicht bedeutend besser gelaufen... Klartext: Ich bin mit meinem Geschäftskonto 4.500 € in den Miesen (Limit der Bank sind 5.000€) und am 1.12. müssen wieder Kosten in Höhe von ca. 2000€ bezahlt werden. Ich kann jetzt nur auf die nächste Woche hoffen... Dann komme ich noch durch! Aber dass kann es ja auch irgendwie nicht sein... Spätestens im März hänge ich dann wieder da und habe kein GEld für die Frühjahrswaren.

Ich bin wirklich verzweifelt! Auf der einen Seite will ich meinen Laden nicht aufgeben, auf der anderen will ich mich natürlich auch nicht weiter reinreißen...
Privat sieht es bei mir auch nicht besser aus:

1500€ "Miese" auf dem Privatgiro
7400€ Kredit für Studium ( der muss allerdings erst ab 2012 abbezahlt werden)
1610€ sofort fällige Rückzahlung an die KFW ( habe von der Kfw noch Geld erhalten obwohl ich nichtmehr studiert habe.

Ach ja, und natürlich noch bei meinen Eltern: Das Startkapital von 20.000€ habe ich mir geliehen und zahle zur Zeit jeden Monat 306€ an sie zurück!

Ich weiß nicht mehr weiter! Aber es hat schon mal sehr gut getan sich das alles von der Seele zu schreiben... Ich kann leider nicht wirklich darüber reden, da ich mich schäme und Angst habe das man mich für eine Versagerin hält.

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makro
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« Antworten #1 am: 20. November 2010, 16:20:45 »

Ich bezweifel die Aussagen! Meine Frau hat nun den 2. EQJler und es gab nie Probleme, die Arbeitsagentur zahlt ruck zuck, sofern der Vertrag vorliegt und der Mitarbeiter bei der Krankenkasse angemeldet ist. Weiterhin hat auch ein EQJler eine Probezeit von bis zu 2 Monaten, dies wird in den Verträgen sogar so empfohlen. Natürlich lässt vertragswidriges Verhalten auch eine vorzeitige Kündigung zu! Wieso zahlst du nicht wie üblich die 212,- EUR jetzt 216,- EUR wie sie EQJler sonst bekommen?  


Andererseits, wenn alles so knapp ist, dann sollte man schon mal darüber nachdenken ob es nicht noch was anderes gibt. Ich weiß das sowas nicht einfach ist, ich empfehle aber darüber rechtzeitig nachzudenken denn wenn es weiterhin so läuft entscheiden das irgendwann mal andere und dann hat man keine Wahl mehr!
« Letzte Änderung: 20. November 2010, 16:49:49 von makro » Gespeichert
tomwr
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Danke
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« Antworten #2 am: 20. November 2010, 16:49:00 »

Wie lautet denn nun die Frage ?  wink

Wieviel Umsatz machst Du denn konkret im Monat und wie hoch ist die Ladenmiete ?
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