Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 28. Mai 2012, 06:08:27 *
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Matze135
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« am: 04. April 2007, 01:02:01 »

Hallo.

Ich fasse mich kurz und hoffe das ihr mir ein parr Tips geben kann, da ich langsam nicht mehr schlafen kann.
Ich bin verheiratet, habe einen Sohn und meine Frau ist noch im Mutterschafts Urlaub, bis Oktober diesen Jahres.
Ich Arbeite und habe bei meiner Bank einen Kredit Laufen und einen Überzogenen Dispo. Insgesamt ca 40000 Euro. Der Kredit ist von einer Umschuldung der gleichen Bank und einer viel zu hohen Rate, das habe ich leider zu spät gemerkt. Jetzt wo mein Dispo noch überzogen ist, bin ich froh wenn ich überhaupt noch die Miete schaffe. Durch die hohen Zinsen Rutsche ich natürlich immer weiter nach unten. Meine Frau hat zwar kein Geld, aber dafür auch keine Schulden. Unsere Kontos sind auf 2 verschiedenen Banken.

Wäre bei mir einen Insolvenz Sinnvoll oder gibt es da noch andere möglichkeiten ?

Gruss Matze[addsig]
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ThoFa
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« Antworten #1 am: 04. April 2007, 10:59:12 »

Hallo,

wie hoch ist das mtl. Nettoeinkommen ? Wie hoch sind die mtl. Ausgaben ? Gibt es irgendwelche Vermögenswerte (z.B. LV, Haus, etc.) ?

MfG

ThoFa [addsig]
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Matze135
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« Antworten #2 am: 04. April 2007, 13:02:22 »

Netto liegt bei ca 1800 Euro.

Miete liegt bei 750. Dann kommt halt noch Telefon und Auto usw. dazu. Die Kredit Rate liegt bei 450 Euro + 2 Versicherungen die ich mir von der Bank aufschwatzen lies damit ich den Kredit bekommen habe. Vermögen gibt es keines.

Etwas für unseren Sohn ist geparrt, falls man das mitrechnen muss, aber das sind auch nur ein paar Hundert Euro.

Im falle einer Insolvenz, meine Frau hält davon nicht viel, kann man das trennen da sie ja keine Schulden hat und ich alleine ne Insolvenz mache ?
Oder gibt es noch interessante Alternativen zur Insolvenz ?

Gruss Matze[addsig]
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Feuerwald
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« Antworten #3 am: 04. April 2007, 16:08:46 »

Eine gemeinsame Insolvenz gibt es ohnehin nicht.

Das Vermögen und das Einkommen Ihrer Frau würde nicht dem Insolvenzbeschlag unterliegen.

Auszurechnen wäre der vermutlich pfändbare Lohnanteil.

1.800 Netto ?
1 Kind (schon) ?
1 Frau ohne Einkünfte (?) ... wie lange etwa ?

= 2 (derzeit) unterhaltspflichtige Personen

Ergebnis: 95,01 Euro pfändbar. § 850a ZPo noch zu beachten.


Sollte Ihre Frau in Zukunft wieder über eigene existenzsicherende Einkünfte verfügen (bspw. Arbeitseinkommen), könnte dies zur Nichtberücksichtung Ihrer Frau führen. Der Pfändungsbetrag könnte sich dann auf 222,- Euro erhöhen (siehe Lohnpfändungstabelle).

Vorab wäre ein Blick in den § 290 InsO sinnvoll:

http://dejure.org/gesetze/InsO/290.html

MfG
Feuerwald





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Matze135
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« Antworten #4 am: 04. April 2007, 17:28:55 »

1.800 Nett0
1 Kind (6 Jahre Alt)
Frau geht ab Oktober wieder Teilzeit Arbeiten.

Verstehe ich diesen § 850a ZPo richtig ?
Bei meinen 1800 Euro sind auch Spesen drin. Die dürfen nur Teilweise berechnet werden ?

Da würde ich ja weniger Zahlen als meine Kreditrate wenn ich das jetzt richtig verstehe. Aber das hört sich für mich zu einfach an.

Matze[addsig]
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« Antworten #4 am: 04. April 2007, 17:28:55 »



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Feuerwald
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« Antworten #5 am: 04. April 2007, 18:12:24 »

\"Bei meinen 1800 Euro sind auch Spesen drin\"

- wenn diese Spesen unter § 850a ZPO fallen, sind diese unpfändbar. Dito Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld wäre max. anteilig pfändbar.



\"Die Kredit Rate liegt bei 450 Euro + 2 Versicherungen die ich mir von der Bank aufschwatzen lies damit ich\"

- Sie könnten auch prüfen, diese 2 Versicherungen wieder los zu werden, wenn das die Haushaltskasse entspannt ?!

MfG
Feuerwald
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« Antworten #6 am: 04. April 2007, 19:28:09 »

Das hilft mir leider nicht viel.
Durch das ganze hin und her bin ich schon 1000 Euro über meinen Dispo. Und dadurch bleibt von meinem Gehalt nicht mehr viel übrig.[addsig]
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Feuerwald
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« Antworten #7 am: 04. April 2007, 20:06:34 »

Nur zu Kenntnis:

Sie müssen mit dem Dispo aufpassen.
Nach BGH Rechtssprechen kann die Bank im Fall einer Dispo-Kündigung (was ganz schnell gehen kann) mit dem eingehenden Arbeitslohn aufrechnen und zwar gänzlich.

Bevor irgendetwas in Richtung außergerichtliche Einigungsversuch oder Insolvenz unternimmt, sollte ein neues Konto eingerichtet  und der Arbeitslohn umgeleitet werden.

MfG
Feuerwald

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« Antworten #8 am: 04. April 2007, 21:09:01 »

Danke für den Hinweis.
Aber wenn ich ein neues Konto eröffnen will, wird ja bestimmt bei der Alten Bank nachgefragt. Kann mir nicht vorstellen das mir eine andere Bank ein Konto gibt.

Macht es Sinn mit meiner Bank ein gespräch zu suchen?
Bin bei der Citibank und was ich so über die in letzter Zeit gelesen habe, war ja nicht so toll.

Matze[addsig]
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« Antworten #9 am: 04. April 2007, 21:27:53 »


\"Kann mir nicht vorstellen das mir jemand anderster ein Konto gibt. \"


Sollten Sie den Schritt Richtung Insolvenz + Restschuldbefreiungsverfahren gehen wollen oder auch eine sonstige Gesamtsanierung ins Auge fassen, dann wird Ihnen nichts anders übrig bleiben, als ein neues Konto zu eröffnen und Ihren Arbeitslohn zu sichern. Es gibt viele hunderttausende Menschen, die gleiches - und noch weit schlimmeres - vor Ihnen schon durchlaufen haben. Sie haben immerhin die Chance, gut informiert die Sache anzugehen. Und deshalb:

Bevor man an seine (Haus)Bank herantritt und sage \"Hallo, so geht es nicht weiter ... entweder Einigung oder Insolvenz\" ist die Empfehlung

\"zuvor neues Konto einrichten und Lohn umleiten\"

mehr als nur angesagt.

Wie gesagt, dass muss nicht heute sein,  aber in jedem Fall bevor eine Schuldnerberatung oder ein Rechtsanwalt oder sonst wer die Sache in den Hand nimmt.

Zur Not geht der Lohn auf das Konto er Ehefrau, für eine Weilchen geht das schon. Konten lassen sich finden, wenn\'s auch manchmal schwer erscheint.

Gruss
Feuerwald

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Matze135
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« Antworten #10 am: 04. April 2007, 21:47:13 »

OK. Dann sehe ich mal ein \"Umleiten\" meines Lohnes als ersten Schritt an. Anschliesent soll ich dann eine Schuldnerberatung aufsuchen ?

Gruss Matze[addsig]
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« Antworten #11 am: 04. April 2007, 22:30:25 »

\"Anschliesent soll ich dann eine Schuldnerberatung aufsuchen ? \"

Sie sollten sich gut überlegen,
ob Sie den Schritt in Richtung Insolvenz gehen wollen. Nehmen Sie sich die Zeit nachzudenken, alle Optionen / Alternativen durchzuspielen, sprechen Sie mit dem Partner usw.  Denn zur Insolvenz  wird Ihnen die Schuldnerberatung i.d.R. raten. Bedenken Sie auch, dass viele der öffentlichen Beratungsstellen lange Wartezeiten haben.  

Machen Sie sich Gedanken, wie ein außergerichtlicher Einigungsversuch aussehen könnte. Was Sie bereit wären anzubieten, um die Gläubiger ggf. besser zu stellen, als in einem Insolvenzverfahren.

Den § 290 InsO lesen und abklären ob da was drohen könnte.


So, nun noch zwei Punkte, die hier und da für Unbehagen sorgen, nur damit Sie wissen, was kommen kann.

Gehen Sie davon aus, dass im Fall einer Insolvenzeröffnung Ihr Vermieter ein Schreiben vom Treuhänder erhält (Nichteintrittserklärung), auch der Arbeitgeber wird Post bekommen, zwecks Lohnabtretung für 6 Jahre für den pfändbaren Lohnanteil im Rahmen des Restschuldbefreiungsverfahrens.

Zuvor wird aber der außergerichtliche Einigungsversuch durchgeführt und je nach dem noch das gerichtliche Schuldenbereinigungsplanverfahren. Klingt alles heftig, ist es aber nicht.

Wenn Fragen sind, nur zu ...

Gruss
Feuerwald
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ThoFa
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« Antworten #12 am: 04. April 2007, 22:52:20 »

Hallo,

Ihre Zahlen sprechen für eine Insolvenz, aber eines sollten Sie beachten. Die schönste Insolvenz bringt Ihnen nichts, wenn Sie danach wieder in die gleiche Situation geraten.

40.000,00 € ist eine Menge Geld. Was ist denn dafüpr angeschafft worden ? Welche Vermögenswerte stehen dagegen ?

MfG

ThoFa[addsig]
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Matze135
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« Antworten #13 am: 04. April 2007, 23:40:53 »

Feuerwald:
Mit meinem Arbeitgeber mache ich mir keine Sorgen. Da er von meiner Finaziellen lage mitbekommen hat. Fa ich öfters mal einen Vorschuss brauchte, hat mich mich gefragt was los ist und ich habe es ihm einfach erzählt. Er hat mir sogar zu diesen Schritt geraden, mir Adressen von Schuldnerberatungen gegeben und würde mich sogar auf so einen Termin Bekleiden.
Und mit dem § 290 InsO, da finde ich nichts wo ich sagen könnte das das mich betrifft.

ThoFa:
Vermögenswerte habe ich Null. Wo das Geld ist frage ich mich auch dauernd. Ich habe wohl einige Fehler gemacht und dann diese zu hohe Kreditrate hat mir den Rest gegeben. Ich habe viel zu spät die Notbremse gezogen. Und nun habe ich das problem.

Und durch Zufall bin ich halt über diese Super Seite gestollpert.
Das Dumme ist halt wenn man von der Materie keine Ahnung hat, was soll ich da Fragen ?
Ich suche halt eine Optimale Lösung durch die ich wieder Ruhig Schlafen kann und das ich mal wieder an was anderes denke als an Geld.

Gruss Matze[addsig]
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« Antworten #14 am: 05. April 2007, 01:05:23 »

Hallo,

bestellen Sie Ihrem Arbeitgeber die besten Grüßen, er handelt vorbildlich.

Sie selber müssen sih Gedanken über Ihre Ausgabensituation machen. Nur wenn Sie das in den Griff bekommen, lohnt sich eine Insolvenz tatsächlich für Sie.

MfG

ThoFa  [addsig]
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