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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 28. Mai 2012, 09:21:51 *
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Autor Thema: Zukunft planen mit verschuldeter Partnerin und eigenen Schulden  (Gelesen 442 mal)
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Diggler71
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« am: 25. Januar 2012, 17:59:30 »

Bei mir hat sich folgende Situation ergeben:
Ich befinde mich gerade im Trennungsjahr des Scheidungsverfahrens zwischen meiner (Noch-)Frau und mir.
Während eines Klinikaufenthaltes habe ich meine jetzige Freundin kennengelernt. Sie ist alleinerziehende Mutter von 2 hübschen und unglaublich liebenswerten und gut erzogenen Mädchen. Sie selbst ist auch ein sehr direkter, aktiver, liebevoller und verantwortungsbewusster Mensch; aber leider immer nur, wenn es um Ihre Kinder oder um Andere geht :-( Sie ist in den letzten 15 Jahren in vielerlei Hinsicht durch die Hölle gegangen (u.a. war Sie 2 Jahre obdachlos; etc.).
Wir sind gerade dabei, uns eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Es steckt zwar alles noch in den "Kinderschuhen" und erst muss ich auch die Scheidung hinter mich bringen, um "kopfmässig" freier zu sein, aber es fühlt sich alles sehr gut an und die Weichen für eine glückliche Beziehung sind gestellt.
Was allerdings über uns hängt, wie 2 Damokles-Schwerter, sind die Schulden, die wir beide in die Beziehung einbringen. Zum besseren Verständnis hier die Eckdaten für uns Beide:

Ich: fest und unbefristet angestellt. Gut verdienend; z.Zt. allerdings mit einer monatlichen Belastung durch die Unterhaltszahlung an meine (Noch-)Frau; ca. 18.000 € Schulden auf der Hausbank (leider auf der Commerzbank mit viel zu hohen Zinsen; Wechsel war schon immer angedacht - aber bin ich bisher noch nicht dazu gekommen), die fristgerecht abgezahlt werden und zu denen keine neuen Beträge hinzukommen; sprich ich habe die Situation gut im Griff.

Sie: Hartz-IV-Empfängerin, Kinder (noch) überwiegend bei Pflegefamilie, ca. 12.000 € Schulden, hat keinen vernünftigen Überblick mehr über Ihre Ausssenstände und Ihre Gläubiger. Hat zu wenig Geld, um die Gläubiger zu befriedigen und vernünftige Lösungen mit Ihnen auszuhandeln - ihr fehlt es da oft sogar an kleinen Beträgen (5 oder 10 €).

Ich unterstütze Sie, wo ich kann - ob es nun Kleider für die Kinder sind oder auch 'mal ein neues Bett für die Zwerge etc. ... (bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, zu behaupten, daß meine Freundin da nur einen "Dummen" gefunden hat, etc., kann ich nur sagen, daß Sie mich absolut nicht ausnutzt (das hat meine (Noch)-Frau) getan! Die Unterstützung wird Ihr von mir angeboten, auch nicht immer angenommen und wenn, dann nur unter starkem Protest und mit sehr viel "schlechtem Gewissen").

Nun kann ich schlecht sagen: "Mach Deinen Kram alleine"; ich habe meine 3 Mädels sehr lieb und wünsche mir auch eine Zukunft mit Ihnen. Und alles könnte so einfach und schön sein, wenn eben nicht gerade Ihre Schulden wären. Sie würde mir sicher auf Dauer auch die Verwaltung "unserer" Finanzen überlassen und somit nicht mehr in die Gefahr geraten, weitere Schulden anzuhäufen (das tut Sie ja jetzt schon nicht mehr) - da bin ich sehr guter Dinge. Allerdings kann ich auch nicht für Ihre Schulden aufkommen, bzw. die Beträge übernehmen, die Ihre Gläubiger fordern, um eine Einigung zu erzielen; so wird der Schuldenberg durch Mahnungen und Zinsen etc. immer grösser ohne Ihr Zutun...

Ich habe schon versucht, mit Ihr vernünftig über diese Dinge zu reden, aber ein grosses Problem dabei ist, daß Sie sehr schnell resigniert und geradezu depressiv über Ihre Situation ist. Sie fühlt Sich immer wohler und würde auch gern bald Ihre Kinder ganz zu sich nehmen, aber wenn es um Ihre Finanzen geht, ist Sie verschlossen und ständig betrübt. Ich habe Sie auch schon gefragt, wie es mit einer Privatinsolvenz aussehen würde, aber Sie meinte, daß Sie dazu eben genau wissen müsste, bei wem Sie noch Schulden hat, aber das nicht bis in's letzte Detail zusammenkriegt und falls ein Gläubiger dann noch vergessen wurde, Sie dadurch sogar straffällig werden könnte...

Ich kenn' mich nun, trotz eigener Schulden, nicht wirklich mit diesen ganzen Themen aus. Und da meine Freundin leider sehr verschlossen ist, habe ich mir gedacht, ich frage 'mal in diesem Forum hier, ob jemand eine Idee hat, wie man weiter vorgehen könnte, damit einer gemeinsamen Zukunft nichts mehr im Wege steht.

Noch zur Info: meine Freundin hat vor, bald wieder (halbtags o.ä.) arbeiten zu gehen. Noch ist es nicht so weit - Sie müsste es aber von mir aus nicht wirklich machen und "dürfte" (sorry, wegen der Macho-haft erscheinenden Formulierung - ist nicht so gemeint) auch gerne weiter Hausfrau und Mutter bleiben. Nur mit Schulden auf beiden Seiten schaffen wir das nicht :-(

Vielen lieben Dank im Voraus für Eure Anregungen und Tipps !
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Insoman
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Danke
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« Antworten #1 am: 25. Januar 2012, 19:40:15 »

Ok...Sie haben eine Frau gefunden, mit der Sie vielleicht glücklich werden können..Glückwunsch! juchu

Was die Verschuldungssituation angeht:
Durch Schufa-Abfrage (online) und Auszüge des Vollstreckungsregisters am Wohnort können die allermeisten Gläubiger ermittelt werden.
Wegen "vergessener Gläubiger" muss sich Ihre Frau nicht allzu große Sorgen machen. Auch gegen diese wirkt die Restschuldbefreiung.
Sollte es sich allerdings um große Summen handeln oder hat der Gläubiger in letzter Zeit Vollstreckungsmaßnahmen durchgeführt, so ist ein Vergessen schlecht darstellbar.
Es dürfen eben, so der Gesetzgeber, im Gläubigerverzeichnis nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig (= entgegen jeder augenscheinlichen Vernunft) keine falschen oder unvollständigen Angaben gemacht werden..

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...wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt...
Diggler71
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« Antworten #2 am: 01. Februar 2012, 20:52:15 »

Vielen lieben Dank für Deine Hilfe, Insoman!
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