Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 28. Mai 2012, 11:24:26 *
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Autor Thema: kurz vor dem Aus und was macht man jetzt?  (Gelesen 2595 mal)
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daniel
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« am: 14. November 2006, 23:09:51 »

Liebe Nutzer des Forums,

wir haben noch eine Firma (Handwerksbetrieb) vielleicht schaffen wir finanziell noch den Dezember, wenn wir Glück haben.

kurz folgender Sachverhalt:
-sehr viele Lieferantenrechnungen bzw. Mahnungen, ein Teil davon schon im September/Oktober fällig (Höhe: etwa 1 1/2 Monatsumsatz),
- Dispo ausgeschöpft und bereits befristet aufgestockt
-Einkommensteuer Ende Nov. fällig (fast 6.000)
-EST-Vorauszahlung für 2006 im Dez. fällig (fast 6.000)
-Gewerbesteuer ebenfalls Dezember fällig
und das allerschlimmste keine Aufträge in Sicht, das bedeutet ohne Auftrag keinen Kredit bei der Bank

Irgendwann im Dezember dann wahrscheinlich Kontopfändung durch das Finanzamt, oder Krankenkasse (1 Angestellter).
Was noch an Geld reinkommt, deckt gerade mal die monatlichen Abzüge und Personalkosten für den Dezember.
Übrigens der Angestellt ist noch da weil wir noch Kleinaufträge abarbeiten müssen und auch auf neues hoffen.
Alle Lebensversicherungen und Sparbücher haben wir schon geopfert. Jetzt sind alle Rücklagen auch noch weg.

Was macht man nun zuerst, man hat ja auch Angst sich durch falsches Verhalten strafbar zu machen. Wo geht man zuerst hin, was tut man jetzt, wie lange kann man noch so weitermachen?
Hab das Gefühl mein Kopf ist ein Sieb.

Übrigens das ganze ist nicht so gekommen weil wir so gut gelebt haben, jeden Tag bis Abends malocht, ebenso Samstags und Urlaub?? was ist das??? Falls einer sich hier fragt wie sowas zustande kommen kann.
Vielleicht kann jemand meine Gedanken ordnen und mir einen Tip geben. Bin im Moment für jede Info dankbar.
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ThoFa
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« Antworten #1 am: 15. November 2006, 16:05:17 »

Hallo,

sorry aber hier kann die Antwiort nur sein, dass Sie sich schnellstmöglich in Beratung begeben. eventuell ist noch etwas zu retten oder aber es gilt den Betrieb vernünftig über eine Insolvenz abzuwickeln.

MfG

ThoFa
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daniel
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« Antworten #2 am: 15. November 2006, 22:19:10 »

danke für die antwort, haben einen termin bei einem insolvenzanwalt gemacht, der uns hoffentlich unsere fragen beantworten kann.
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dolcevito
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« Antworten #3 am: 16. November 2006, 11:51:09 »

hallo daniel,

wir hatten damals auch mächtige schwierigkeiten mit unserem familienbetrieb.
Und die erste Beratung ging zu unserem Hausanwalt.

Danach habe ich mich verstärkt in diversen foren informiert, ich wollte mich mit seinen ausführungen nicht ganz zufriedengeben. Habe hier auch diverse Hinweise erhalten. Aber die Fülle der Informationen hat mich ehrlich überfordert.

Habe mich dann für ein Angebot der Kostenlosen beratung entschieden...
Ich will jetzt keine Werbung oder ähnliches für irgendjemanden machen, aber es war mein bester unternehmerischer entschluss den ich je gemacht habe.

Unser Betrieb läuft wieder in ruhigen gewässern. wie wir das alles geschafft läßt mcih heute entspannt einschlafen.

viel erfolg und alles gute
Vito
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paps
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« Antworten #4 am: 16. November 2006, 22:09:42 »

Wer führt eine Beartung so intensiv und umfassend durch, dass der insolvente GF anschließend seine Firma alleine aus den Zahlungsschwierigkeiten führt?
Gibt es wirklich noch selbstlose \"Berater\"?

Erstberatung kostenlos; dass gehört zur Geschäftsehre, aber alles weitere ist kaufmännischer Schwachsinn.
Und sagen Sie nun ja nicht, dass es eine öffentliche SB war, die dürfen nämlich keine Firmenberatungen durchführen.

Wenn Sie also so eine These in das Forum stellen, erklären Sie die Zusammenhänge doch bitte etwas näher.
Schließlich ist jeder Fall anders.

Trotzdem, nichts für ungut[addsig]
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Mfg aus dem Grünen HerzenDeutschlands
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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum
« Antworten #4 am: 16. November 2006, 22:09:42 »



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dolcevito
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« Antworten #5 am: 17. November 2006, 09:51:53 »

Nichts für ungut Herr Paps,

Habe ich den Eindruck, dass Sie auf Konfrontation aus sind?
Ja, es gibt selbstlose Berater!!! Die haben auch eine Stange Geld gekostet. Selbstlos war der Einsatz, der Service und die Hilfe.

Das war es uns aber Wert.

Von welcher These sprechen Sie?
- Kostenlose Beratung? Sorry ich meinte natürlich die Erstberatung oder auch Situationsanalyse

oder

- Anwälte hätten keine Ahnung.
Das kann ich empirisch nicht belegen. Mein Anwalt hatte definitv keine, wollte es mir aber weißmachen, zusammen mit meinem Steuerberater.
Die leben auch in einer eheähnlichen Gemeinschaft.

wie auch immer, habe mich für eine professionelle Beratung entschieden.
Die Kosten sind ja absetzbar :)

nichts für ungut
Vito Dolce

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ThoFa
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« Antworten #6 am: 17. November 2006, 13:42:23 »

Hallo,

nur nicht aufregen.

Eine gute Beratung im Unternehmensbereich ist kostenlos natürlich nicht zu haben. Die Erstberatung sollte immer kostenlos sein, aber selbst dies ist für einige nicht selbstverständlich.
Ich selber bezweifele, dass ein Rechtsanwalt die richtige Adresse ist, lasse mich aber natürlich gerne eines bessern belehren. Jedenfalls konnte mir noch keiner einen RA zeigen - egal ob mit oder ohne Schwerpunkt Insolvenzrecht -, der wußte wo von er sprach.

MfG

ThoFa  
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paps
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« Antworten #7 am: 17. November 2006, 17:46:23 »

Zitat:


Habe mich dann für ein Angebot der Kostenlosen beratung entschieden...


Das war bis dato eben unklar. Nun ist es ja richtig gestellt.
Konfrontation? Liegt mir fern.

Schönes Wochenende[addsig]
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« Antworten #8 am: 19. November 2006, 16:48:48 »

Dane vielmals für die Antworten aber,

wer wäre denn der richtige Ansprechpartner, wenn man Hilfe braucht, wenn nicht ein Anwalt??
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rechrika
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« Antworten #9 am: 20. November 2006, 22:36:48 »

Hallo,

naja zum Anwalt (aber zu nem guten, bei meinem zweifel ich da auch grad) und zum Steuerberater würde ich jetzt mal sagen. Aktuelle Zahlen sind so ziemlich das A und O denke ich, da hab ich auch so eine Odysee hinter mir. Ich weiß nicht was für eine Gesellschaftsform ihr habt, bin mir jetzt auch nicht sicher ob das jetzt 100pro stimmt was ich sag, aber bei Kapitalgesellschaften müssen die GF\'s innerhalb 3 Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit ober bei Überschuldung den Inso-Antrag stellen, ansonsten macht sich der GF strafbar. Nur um das zu beurteilen zu können brauchst du aktuelle Zahlen, Bilanzen, BWA\'s etc. Bezüglich Zahlungsunfähigkeit merkst du die Brisanz ja selbst schon wie du eingangs geschrieben hast.
Drück dir die Daumen und achso nochwas...weil du so erklärt hast wie sowas kommen kann, das leg mal bitte gleich ab, falsche Scham und Rechtfertigung wie man in so ne Lage kommen kann. Wer einmal selbständig war und das vorallem im Handwerk, weiß das von alleine wie es in dieser Branche abgeht, wie man geknebelt wird und noch Danke sagen soll, für die \"paar\" tausend Euro Abzug in der Rechnung(=> hätte ja auch mehr sein können, aber sie können gerne klagen, dann sehen wir uns in einem Jahr vor Gericht....) so ist es doch, oder??? Scheiß Spiel ich kenns nur zu gut
Wünsch dir erstmal alles Gute

mfg

rechrika
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« Antworten #10 am: 21. November 2006, 09:14:06 »

hallo daniel.

aufmerksam in diesem thread lesen und der esperte wird sich ihnen erschliessen

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« Antworten #11 am: 21. November 2006, 17:21:57 »

Hallo,

Zitat:


naja zum Anwalt (aber zu nem guten, bei meinem zweifel ich da auch grad) und zum Steuerberater würde ich jetzt mal sagen.



tja Steuerberater und Anwalt glauben viele und leigen damit leider falsch. Man geht ja uch nicht mit Bauchschmerzen zum Zahnarzt. Gerade bei Unternehmen empfiehlt es sich auch zu einem Unternehmensberater mit Schwerpunkt Sanierung/Insolvenz zu gehen.

MfG

ThoFa

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paps
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« Antworten #12 am: 21. November 2006, 18:42:50 »

Wo habe ich das nur gelesen? :denken:

Die Initiatoren von Resolvent beraten seit 2001 in die Krise geratene Selbständige. Seit dem wurden zahlreiche Einzelunternehmen und Gesellschaften vor der Insolvenz bewahrt bzw. professionell in der Insolvenz begleitet.

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rechrika
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« Antworten #13 am: 21. November 2006, 20:02:43 »

Hallo,

okay ich habs jetzt glaube ich kapiert - ThoFa = Resolvent, sorry wußte ich bis dato nicht

=> Also Daniel machs besser als ich, du weißt wo du Hilfe bekommst.....

@ ThoFa: nur zu meiner \"Verteidigung\":
Auch mein erster Gang war zu einem Unternehmensberater. Außer ne große Rechnung hats mir nichts gebracht.Ich stand da und bekam nicht wirklich richtig Hilfe.  
Um das gleich klarzustellen - ich schere die Branche Unternehmensberater keineswegs über einen Kamm. Das war nur meine Erfahrung mit DIESEM Unternehmensberater. Und das ist auch das schwierige für den Unternehmer denke ich. Jemanden zu finden der es kann, der versteht von was er spricht. Wie kann man das vorher absehen?? Ist das gleiche bei Rechtsanwälten, Steuerberater, etc. da hab ich auch so meine negativ Erfahrungen gemacht. Fühlte mich wie in Gummiseilen, einfach hängen gelassen. Alte Steuerberaterin taugte nichts, die hat mir ja größtenteils den Schlamassel eingebrockt, \"neuer\" Steuerberater meinte, die alte Geschichte solle die \"alte\" Steuerberaterin machen, Steuerberaterkammer schickte mich zum FA!, die sagen mir dann schon was richtig und was falsch ist und so gings grad weiter.
Hätte ich das natürlich vorher gewußt, dass es ne Fa. Resolvent gibt............... man, man, aber gut nun ist da Kind schon in den Brunnen gefallen, nun muß es schwimmen lernen oder ertrinken.

Trotzdem danke

rechrika
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daniel
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« Antworten #14 am: 21. November 2006, 21:36:52 »

also ich weiß nicht, Unternehmensberater. Das ist glaub ich nich das Richtige. Das was bei Kleinunternehmern speziell in Handwerksbetrieben falsch läuft, kann auch der nicht ändern, alle Kosten haben wir  bereits aufs Notwendigste reduziert. Die Materialpreise steigen ins unermeßliche, dazu kommt, daß die Auftraggeber diese Faktoren einfach ignorieren, gibt ja genug die`s billiger anbieten können, dann aber auf Qualität verzichten, da aber AN  ewig lange Garantie leisten müssen, triffts doch nich den Auftraggeber. Oder die flauen Monate im Jahr, speziell in der Baubranche, wo man sich schon vorher mit genug Rücklagen absichern muß, aber was wenn man mal keine hat, oder wenn Kunden nicht zahlen, wer hat schon den langen Atem ein Verfahren durchzuziehen, bei dem es am Ende  doch nur zum Vergleich kommt. Bleibt noch eine Alternative Lohnkosten einsparen, was aber wenn mans alleine nich kann?, deshalb bin ich von einem Unternehmensberater garnich begeistert, wieder nur einer der ne Menge Kohle kriegt. Und die Banken ohne einen unterschriebenen Auftrag in angemessener Höhe, gibt es von denen verständlicherweise auch nix, deshalb bleibt uns nur noch die Beratung für die Insolvenz. Die Forderungen vom Finanzamt sind einfach zu hoch, sind mittlerweile schon 3 Vorauszahlungen gefordert , gesamt ca. 20.000, kein Auftrag, kein Kredit, Dispo ausgeschöpft, da nützt auch reden und Stundung nix.Und dann trifft man doch echt noch auf Menschen, die einen fragen, ob man dier 1. Million schon umgeschichtet hat, unglaublich.

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