Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum 28. Mai 2012, 09:48:25 *
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Autor Thema: selbständiger Handwerker gibt auf, aber wie?  (Gelesen 1175 mal)
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Rhino
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« am: 20. Januar 2009, 11:54:51 »

Hallo zusammen

Ich lese mich jetzt schon seit tagen durch dieses Forum und bin begeistert welche fülle an Informationen hier zu finden sind.

Es bleiben aber immer noch Fragen offen.

Zu meiner Person: Ich bin 40, verheiratet, 3 Kinder (8,12,16), seit 8 Jahren selbständiger Zimmermeister / Bautechniker als Einzelunternehmung ohne feste Angestellten.
Meine Schulden: ca. 80000€ (BWA 08=18000€ Gewinn!)
davon 10000 € FA und AOK, sowie Lieferanten
             50000 € Sparkassendarlehnen
             20000 € Kontokorrent auf 3Konten bei Spk
Seit Jahren bemerken wir den Abwärtstrend und haben nie die Hoffnung verloren. Jetzt geht nichts mehr!
Sämtliche Vorräte sind aufgebraucht und unsere Akkus leer. Meine Familie leidet! Gestern war ich bei einer öffentl. Schuldenberatung (Diakonie). Fazit des Gesprächs: Ich soll RInso beantragen und die entspr. Antragsformulare ausfüllen um diese dann nochmal durchschauen zu lassen.
Die Sparkasse hat mir letzte Woche angeboten, meine Kontokorrentlinie noch für 6 Monate aufrechtzuerhalten. Eigentlich war die Erweiterung nur bis Ende des Jahres Vereinbart.
Soll ich der Bank nun jetzt gleich die Karten auf den Tisch legen? Meine Bedenken sind daß ich dann keinerlei Spielraum mehr habe um noch die letzten Aufträge abzuwickeln, oder solange bis sich eine eindeutige berufliche Perspektive entwickelt.
Ich habe meine Fühler auf dem Arbeitsmarkt schon ausgestreckt.

Falls jemand Lust hat, sich mit diesem Scherbenhaufen zu beschäftigen, bedanke ich mich schon mal im voraus
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« Antworten #1 am: 20. Januar 2009, 12:06:39 »



... der Aufschwung, der sich irgendwie ins All verflüchtigte.

Welche Sicherheiten haben die Banken?
Ist eine Immo mit im Spiel?
Lebens-/Rentenversicherung?
Bürgschaften von Frau/Vater/Bruder?

Wie sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt?
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Rhino
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« Antworten #2 am: 20. Januar 2009, 12:51:36 »


Bürgen gibt es nicht, nur die Bürgschaftsbank (Kredite waren Exist.gr.) ca.60%
Sicherheiten(übereignet): Maschinen ca. 5000€
Kein Haus
Auto (7Jahre) finanziert über VWBank, noch 6 Raten mit170€, dann Schlussrate von 4500€ (keine Ahnung wie das werden soll!)
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Rhino
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« Antworten #3 am: 20. Januar 2009, 12:54:41 »

ach ja
ich denke schon, daß ich auf dem Arbeitsmarkt unterkomme, meine Vorstellung wärees, zweigleisig zu fahren:
Teilzeitjob + selbst. Tätigkeiten
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Feuerwald
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« Antworten #4 am: 20. Januar 2009, 13:09:23 »

AOK sind eigene Beiträge/Rückstände ? Derzeit noch AOK versichert?

So ganz grundsätzlich erscheint der Weg ins Regelinsolvenzverfahren mit Restschuldbefreiungsverfahren möglich und auch nicht sonderlich problematisch.



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« Antworten #4 am: 20. Januar 2009, 13:09:23 »



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« Antworten #5 am: 20. Januar 2009, 14:36:30 »

offener Betrag AOK 1000€ übernimmt derzeitig nur Notversorgung
Ist es möglich als normalsterblicher einen RI-Antrag korrekt auszufüllen?
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Feuerwald
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« Antworten #6 am: 20. Januar 2009, 15:16:13 »

offener Betrag AOK 1000€ übernimmt derzeitig nur Notversorgung

- genau das ist das prob. Ggf. im fall einer Arbeitsaufnahme die Kasse wechseln. Ich arbeit da auch noch an Lösungen, denn sehr viele selbständige haben zwar nun Zugang zur KV, dürfen auch zahlen, nur bekommen tun sie und die mitversicherte Familie nichts ...

Ist es möglich als normalsterblicher einen RI-Antrag korrekt auszufüllen?

- man sollte zunächst noch den § 290 InsO lesen.

Es sind drei Anträge zu stellen

a) Insolvenzantrag,
b) Restschuldbefreiung,
c) Stundung der Verfahrenskosten.

Ferner sollte man sich überlegen, ob und in wie weit die Selbständigkeit weitergeführt werden soll. Eine insolvenzrechtliche Beratung ist natürlich immer von Vorteil, wenn auch nicht immer unbedingt zwingend  erforderlich.


 


 
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Rhino
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« Antworten #7 am: 20. Januar 2009, 21:00:05 »

hallo feuerwald, danke für die Antwort

versteh ich nicht ganz, heisst das, daß die mich rausschmeissen, wenn die nichts von ihrem geld bekommen?

die selbständigkeit will ich vorläufig gern noch weiterführen, zumal ich noch ein paar kleinere aufträge habe, man muss ja auch leben und von heut auf morgen klappt das mit nem neuen job sowieso nicht.

Trifft es eigentlich zu, daß die RI teurer ist als die VI?
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Feuerwald
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« Antworten #8 am: 20. Januar 2009, 21:26:35 »

versteh ich nicht ganz, heisst das, daß die mich rausschmeissen, wenn die nichts von ihrem geld bekommen?

- das Pprob ist, die KK-Kasse wird Insolvenzgläubiger mit dem Beitragsrückstand und eine Zahlung ist dann heikel, selbst wenn man will/kann.  Gleichzeitig wird die Leistung jedoch wegen Rückstand verweigert. Zwickmühle. 


die selbständigkeit will ich vorläufig gern noch weiterführen, zumal ich noch ein paar kleinere aufträge habe, man muss ja auch leben und von heut auf morgen klappt das mit nem neuen job sowieso nicht.

- sollte möglich sein.


Trifft es eigentlich zu, daß die RI teurer ist als die VI?

- ja, aber das ist i.d.R. egal. Die Kosten werden eh gestundet ... und aus der Masse bereinigt.

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