perpetua
Newbie
Karma: 0
Offline
Beiträge: 1
Danke
-von Ihnen: 0
-an Sie: 0
|
« am: 18. Dezember 2007, 15:26:31 » |
|
Hallo zusammen,
vor zwei Monaten habe ich mit meiner Firma Schiffbruch erlitten und Insolvenzantrag gestellt. Das Verfahren ist mittlerweile eröffnet. Da ich ja nun irgendwie meine Gläubiger bedienen möchte, habe ich mich auf die Suche nach einem gut bezahlten Job gemacht und bin letztlich auch fündig geworden - einen Arbeitgeber zu finden, der mit Gehaltspfändungen kein Problem hat, ist gar nicht so einfach. . .
Jetzt stehen eigentlich alle Zeichen auf grün, jeden Monat könnten fast 800 Euro an die Gläubiger verteilt werden. Einziges Problem: meine potentiell neue Arbeitsstelle ist 75km entfernt. Mein (hoffentlich) zukünftiger Chef hat daraufhin den Vorschlag gemacht, mir ein Firmenfahrzeug zur Verfügung zu stellen, und genau das wird nun zum Problem: Die Leistungen, die er dafür erbringt, werden in die Pfändung eingerechnet, so dass mir bei einem 50-Stunden-Knochenjob mit täglich zwei Stunden "Reisezeit" am Ende knappe 400 Euro zum Leben bleiben. . .
Jetzt bin ich der Verzweiflung nahe, da ICH den Job haben will und mein zukünftiger Chef MICH haben möchte, sich letztlich der Job aber wegen des Firmenwagens in keiner Weise lohnt und ich mich besser an eine Supermarktkasse setzen würde. Dann allerdings bliebe nichts für die Gläubiger, mein Ego wäre geknickt und ich bräuchte mir keine Illusionen zu machen nach der Restschuldbefreiung wieder in meinem Ausbildungsberuf einen Job zu finden. Hat irgendjemand eine Idee, wie man dieses Problem umschiffen kann? Ich bin mit meinem Latein ziemlich am Ende. . .
Vorweihnachtlichen Gruß, perpetua
|