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Schulden & Insolvenz Hilfe Forum 22. November 2008, 00:50:28 *
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Autor Thema: Ich hab' den Faden verloren!  (Gelesen 1047 mal)
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tradewind
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« Antworten #15 am: 25. Juni 2008, 00:20:28 »

oh, das war jetzt irgendwie doppelt, sorry!
« Letzte Änderung: 25. Juni 2008, 01:08:30 von tradewind » Gespeichert
tradewind
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« Antworten #16 am: 25. Juni 2008, 00:33:25 »

Hallo Small,

ganz lieben Dank fuer Deine schnelle Antwort & sorry, dass ich jetzt erst zurueckschreibe, bei mir ging mal wieder was schief!

Guthabenkonto: danke, dann hab' ich das also wenigstens kapiert! Im Grunde genommen wuerde sich fuer mich also nichts aendern, ausser dass ich nicht mehr ueberziehen kann wenn ich das unbedingt wollte. Waer' wohl clever meiner Sachbearbeiterin schon mal die Umstaende darzulegen und ihr zu sagen, was da voraussichtlich auf mich zukommen kann.

Recht hast Du, das mit der emotionellen Verbundenheit hat mir auch der Herr von der Insolvenzfirma gesagt (er hat mich schon zurueckgerufen!!!). Das Darlehen war zwar im Vertrag ausschliesslich, ausdruecklich, nachweislich und nachpruefbar persoenlich fuer meinen Ex-Ehemann bestimmt und wurde auch nur an ihn ausgezahlt, aber die Chancen fuer mich stehen ziemlich mies. Deiner Bekannten drueck' ich jedenfalls ganz fest die Daumen!

Meine Sache scheint kompliziert zu sein (gibt's bei mir ueberhaupt etwas, das nicht kompliziert ist???), der Herr von der Insolvenzfirma moechte da jetzt erst verschiedene Sachen mit einem Rechtsanwalt abklaeren und will mich dann zurueckrufen.

Es scheint so auszusehen, dass jetzt erst abgewartet werden muss, bis ueber die Verlaengerung meiner Erwerbsminderungsrente entschieden worden ist. Ohne eine Entscheidung darueber kann kein Angebot an die Bank gemacht werden, da ich ohne die Rente ja voellig ohne Einkommen dastehe (meine Krankheit ist nicht kuriert und im Moment besteht keine Aussicht auf Besserung, ich habe keine Krankenversicherung, damit keine Lohnfortzahlung und keinerlei Einkuenfte). Das dauert aber noch, und dieser Prozess laesst sich nicht beschleunigen. Von daher also erst mal abwarten.

Das andere ist die Sache mit meinem Zuhause die er mit dem RA klaeren muss. Prinzipiell ist fuer die Insolvenz ein Boot "Luxus", egal wie klein und alt. Aber: es ist mein Zuhause seit vielen Jahren. Und: billiger als auf dem Boot kann ich nirgends leben, z.B. Strom kommt vom Windgenerator und den Solarpanels, Gas zum Kochen brauch' ich nur alle 6 Monate 1 Campinggasflasche fuer 7,50 Euro, und da hab' ich noch 5 volle und eine fast volle an Bord. Vom Boot aus kann ich mir Fische zum essen fangen ohne fuer die ueblichen Angellizenzen oder wie auch immer das in Deutschland heisst zahlen zu muessen. Solange die Winterstuerme nicht durchfauchen kann ich kostenfrei vor Anker liegen und brauch' nicht mal Hafengebuehren zu zahlen!
Ohne mein Boot geht's in der Insolvenz nicht ohne ein anderes Dach ueber dem Kopf. Wer zahlt mir das? Keiner. Und wer kommt fuer die Mehrkosten fuer mein Leben an Land auf? Natuerlich auch keiner. Und dann, und das ist kein lustiges Spaesschen von mir, gibt's da noch das aeusserst praekere Problem mit meinem kritischen Gesundheitszustand. Auch nur eine kleine Verschlechterung bringt mich in die Ueberlebens-kritische Zone, ein Umzug waere im Moment toedlich fuer mich. Meine Aerzte wissen was Sache ist und werden das auch bestaetigen (PS: wie soll ich mit den voellig unnoetigen Mehrkosten fuer mein Leben dann meine Arztrechnungen bezahlen?). Vor Gericht zaehlen nur Zahlen, Statistiken und Gesetze, und in meinem bisherigen Leben wurden die Gesetze nicht zu meinem Vorteil ausgelegt.

Naja, schaun' wir mal. Vielleicht findet dieser Herr von der Insolvenzfirma zusammen mit dem Rechtsanwalt ja etwas, waere wirklich schoen. Und jetzt muss ich nochmal ein dickes Dankeschoen an die Existenz dieses Forums loswerden!!!

Viele liebe Gruesse
Tradewind

PS: werd' mich jetzt mal intensiv auf die Suche nach dem Thema Insolvenz und Boot machen, wir sind im Jahr 2008, ich kann mir kaum vorstellen dass es so einen Fall noch nie gegeben hat. Falls Ihr da mal irgendwo was gehoert haben solltet, ich bin wirklich happy ueber den kleinsten Anhaltspunkt - lasst es mich bitte wissen, ja?
« Letzte Änderung: 25. Juni 2008, 00:58:12 von tradewind » Gespeichert
smallville
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« Antworten #17 am: 25. Juni 2008, 00:55:17 »

Hi Trade,

bist Du auch schlaflos? :-)

Nur ganz kurz bevor ich ins Bett muss :
Wie sähe es aus, dass mti dem Boot (sicherheitshalber) vertraglich mit jemandem (Familie, Bekannte, Freunde) so zu regeln, dass es Dir offiziell nicht gehört, Du aber Wohnrecht hast?
Müsste natürlich so wasserdicht aufgebaut sein, dass niemand Dir später das Boot streitig machen könnte.

Soll ja auch gute Freunde geben, die morgen keine mehr sind.

Wäre nur so eine spontane Idee.

Wegen Krankenversicherung würde ich dennoch schleunigst zusehen, dass Du bei einem Amt Unterstützung anforderst.
Dann hast Du wenigstens die normale gesetzliche Leistung, für den Fall (was ich nicht hoffen möchte) dass Du es wirklich mal beanspruchen müsstest.

Denn Arztrechnungen sind teuer und wenn die Insolvenz erstmal läuft wären es Neuschulden....

Nur mal so als Denkanstoss.

Lieben Gruß in die Nacht.....
small
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Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. (Kurt Tucholsky)
tradewind
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« Antworten #18 am: 25. Juni 2008, 02:04:34 »

Hallo Small,

ja. In so 'ner Zeit wie jetzt geht nix mehr mit Schlafen, Mist, und ich war doch schon so nah dran, es endlich wieder langsam in den Griff zu kriegen!!!

An das mit dem Boot uebertragen hab' ich auch schon gedacht. Irgendwie fuerchte ich aber, dass das so aehnlich ist wie mit Leuten die Haeuser haben: da muss naemlich das mit der Uebertragung - falls ich das richtig hab' - so irgendwie 3 Jahre vorher passieren ansonsten ist es nicht gueltig.
Und dann natuerlich, an wen? 100% Vertrauen? In meinem alten Leben gibt's niemanden mehr, in meinem neuen Leben auch nicht. Entfernteste Annaeherung eventuell meine Mutter, das muesste aber mit Fass und 10-fachem Boden sein. Und dann: sie ist herzkrank. Es ist ein glaub' ich guter Ansatz, bei dem ich aber wirklich gut recherchieren muss bevor ich was mache.

Das mit der Krankenversicherung, da gibt's ein echtes Problem. Im Moment hab' ich eine Auslandskrankenversicherung. Die gilt weltweit, 365 Tage im Jahr, solange ich auf dem Boot lebe, ausserdem fuer bis zu 3 Wochen in Deutschland. Ist keine KV fuer Arbeitnehmer, also keine Lohnfortzahlung. Hat aber z.B. meine Medikamente voll uebernommen, Plomben, sogar Nerv ziehen, und auch die jaehrliche Vorsorge beim Frauenarzt. Ausserdem - so stehts im Vertrag - alles akute. Ich weiss von 2 Faellen bei denen diese Versicherung auch bei 'ner langwierigen Sache nicht gekuendigt hat. Soweit nicht schlecht also. Allerdings: Teil-Ausschluesse gibt's, was meine Krankheit anbelangt. Find' ich nicht so schlimm, weil sich die Kosten halbwegs in Grenzen halten. Zieh'n sie mir aber das Fell ueber die Ohren, wird das kritisch, vor allem wenn sich meine Lebenshaltungskosten in die Hoehe schrauben weil jemand anderes das so prima und notwendig findet.

Ich war frueher privat versichert, als Erwerbsunfaehiger natuerlich keine Chance da wieder 'rein zu kommen, 6 Versicherungen haben es abgelehnt, trotz Spezialvertraegen mit meinem Arbeitgeber (ich bin bin unkuendbar, sie hatten es zwar versucht, scheiterten aber vor Gericht; ein aehnlicher Arbeitsplatz muss mir bereitgestellt werden, sollte ich jemals vor Erreichen der Altersgrenze wieder gesund werden). In 2005 hatte mich eine gesetzliche Krankenversicherung akzeptiert, die mir dann 5 Wochen nach Antragsannahme mitteilte, dass sie irgendwas bei der Antragsbearbeitung falsch gemacht haben und damit gesetzlich verpflichtet waeren, den Vertrag rueckwirkend zu kuendigen!
Ein Amt kann in der Sache nichts fuer mich erreichen da einerseits Erwerbsminderungsrentner, andererseits mit festem Arbeitsvertrag. Die Vorteile, die ich auch jetzt aus diesem Arbeitsvertrag ziehen kann, wuerden in krassem Verhaeltnis zu den Nachteilen stehen. Und wie gesagt: fuer das richtig ueble hab' ich ja 'ne Boots-Krankenversicherung, und der Vertrag verlaengert sich gluecklicherweise automatisch jedes Jahr, ohne Altersbegrenzung.

Egal, schlaf' Du jetzt mal gut und mach' Dir nicht zu viele Sorgen es wird schon, ich drueck' auch ganz fest fuer Dich die Daumen, mempi manis!

Viele liebe Gruesse
Tradewind
« Letzte Änderung: 25. Juni 2008, 02:24:41 von tradewind » Gespeichert
Schulden & Insolvenz Hilfe Forum
« Antworten #18 am: 25. Juni 2008, 02:04:34 »


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Insolvenz
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« Antworten #19 am: 07. Juli 2008, 00:11:35 »

Hallo,
das ist nach deutschem Recht eine sehr verzwickte Situation. Es kann auch in Ihrer Abwesenheit ein Titel des Gläubigers gegen Sie erwirkt werden. Sobald Sie sich wieder auf heimischem Boden befinden kann gegen Sie vollstreckt werden. Angefangen mit der Taschenpfändung,...

Da Sie sich aber erst einmal dem deutschen Recht entzogen haben (Aufenthalt in internationalen Gewässern) haben Sie natürlich einige Gestaltungsmöglichkeiten. Wenn sie Ihr kleines Boot Richtung Großbritannien steuern und dort einen Wohnsitz auf Ihrem Boot anmelden, dann können Sie in einem englichen Insolvenzverfahren nach max. 18 Monaten eine auch für die BRD geltende Restschuldbefreiung erlangen.
Mit der Einleitung des Insolvenzverfahrens haben Sie sofort Vollstreckungsschutz auch gegen die Sie bedrängende Bank.
Im übrigen sind die in GB gewährten Freibeträge wesentlich höher als in der BRD so das von Ihrer Rente auch nichts an die Gläubiger fallen dürfte... Die in England anfallenden Kosten sind meiner Einschätzung nach auch um ein Vielfaches Günstiger als in der BRD. Rechen Sie einfach mal mit dem spitzen Bleistift...
Also: Kopf hoch und bitte nicht den Mut verlieren. Jetzt ist die Zeit gekommen in den Angriff über zu gehen und das ohne großen Kraftaufwand ! juchu
MfG
Jan whistle
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J. Junglas
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« Antworten #20 am: 07. Juli 2008, 13:36:34 »

Hallo Jan,

das hoert sich sehr interessant an! Kannst Du mir einen Tip geben wo ich mehr dazu nachlesen kann, oder an wen ich mich wenden darf um da mehr drueber rauszufinden?

Ich habe Kontakt zu einem Rechtsanwalt gesucht der sich auf diese Insolvenzsachen spezialisiert hat, leider kommt er aber erst am 14. aus dem Urlaub zurueck, von daher stecke ich irgendwie noch immer im dunkeln.

Ein Tip den ich bekam von jemandem der Schuldenberatung macht war, die Sache soweit herauszuzoegern bis die Verjaehrung eingetreten ist. Das - so wurde mir von einem Vertreter dieser Kanzlei (der sich nicht auf Insolvenzen spezialisiert hat) vorab aber schon gesagt - wird ohne gerichtl. Klagen von meiner Seite vermutlich nicht funktionieren, und bei dem Streitwert waere ich in der ersten Instanz schon bei etwa 12.000 Euro wenn ich verliere (4 TSD Gericht, 4 TSD Gegenanwalt, 4 TSD eigener Anwalt).
Und mir wurde schon gleich der Hinweis gegeben dass mir evtl. mein Boot im Insolvenzverfahren weggenommen wuerde bzw. gegen ein billigeres getauscht werden muesste (falls es das gibt). Das kommt fuer mich aber nun absolut nicht in Frage, ich lebe darauf, es ist meine Heimat und wir beide gehen seit ueber 12 Jahren zusammen durch dick und duenn! Es muss da andere Loesungen geben, irgendwie!

Waer' wirklich prima, wenn sich das mit England als wirkliche Option herausstellen sollte!

Liebe Gruesse
Tradewind
« Letzte Änderung: 07. Juli 2008, 13:38:22 von tradewind » Gespeichert
sasaky
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« Antworten #21 am: 10. Juli 2008, 13:27:39 »

hallo. kann das voll und ganz nachempfinden. war selber schon in schwierigen situationen wegen schulden und dem ganzen. meistens mit beziehungsproblemen.

lg
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