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Kontoführungsgebühr ist Schnee von gestern
Geschrieben von Dauerstress am Montag, 27. September 2004

Immer mehr Banken bieten kostenloses Girokonto
Von B. Brandstetter


Berlin - Karin Brandt ist seit Jahren treue Kundin ihrer Bank. Jahr für Jahr werden knapp 84 Euro Kontoführungsgebühren abgebucht - Geld, das sich die 45-Jährige komplett sparen könnte...


Denn zahlreiche Finanzinstitute offerieren das Girokonto inzwischen zum Nulltarif. So beispielsweise die Postbank oder die Citibank. Das "Citi Best" Konto bei der Citibank gibt es aber erst ab einer Mindesteinlage von 2500 Euro zum Nulltarif. Zudem ist die Kreditkarte nicht mehr wie in der Vergangenheit pauschal kostenfrei. Auch die Postbank gewährt ihren "Giroplus"-Kunden die kostenfreie Variante erst ab einem Zahlungseingang von 1000 Euro im Monat. Die Kreditkarte gibt es hier lediglich im ersten Jahr zum Nulltarif. Danach werden unabhängig vom Jahresumsatz 20 Euro fällig. "In den meisten Fällen sind die kostenfreien Konten an Voraussetzungen wie Mindesteinkommen oder Online-Banking gebunden", bestätigt Ernst Ungerer, stellvertretender Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Berlin.


Doch es gibt auch kostenlose Konten ganz ohne Haken und Ösen. So beispielsweise bei der BB Bank oder der Sparda Bank. Bei der Sparda Bank gibt es das Konto zum Nulltarif inklusive Mastercard - ganz unabhängig von Gehaltseingängen oder Jahresumsätzen. An keine Bedingungen ist auch das kostenfreie Girokonto bei der BB Bank geknüpft. Wer jedoch beim Einkaufen unbedingt eine Kreditkarte benutzen möchte, muss unter anderem für das Kartendoppel 30 Euro zahlen.


Neben der Kontoführungsgebühr spielt auch die Frage, wie man an Bargeld kommt, eine wichtige Rolle. Denn wenn man sich lediglich an wenigen Geldautomaten gebührenfrei mit Barem eindecken kann, entpuppt sich das Schnäppchen-Konto schnell als teures Vergnügen. "Die Gebühren für das Geldabheben bei institutsfremden Geldautomaten sind kräftig gestiegen", sagt Stephanie Pallasch, Projektleiterin Finanzdienstleistungen bei Finanztest. So berechnet die Stadtsparkasse München fürs Fremdgehen pauschal 4,50 Euro, die Direktbank 1822 direkt sogar mindestens fünf Euro.


Einen Vorteil haben Kunden, deren Institut Mitglied in der Cash-Group (u. a. Commerzbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank, Hypo-Vereinsbank und Postbank) oder im Cash Pool (u. a. Citibank, SEB, CC-Bank, Allbank, Sparda-Bank) ist. Denn ihnen stehen bundesweit 7000 beziehungsweise 2200 Geldautomaten zur Verfügung. Sparkassen-Kunden können sich an rund 20 000 Automaten der Sparkassenfinanzgruppe kostenlos Bargeld beschaffen.


Geld sparen kann man außerdem, wenn man seine Bankgeschäfte am SB-Terminal oder online erledigt. "Wer nicht auf den persönlichen Kontakt besteht, ist bei einer Direktbank gut aufgehoben", sagt Ungerer. Karin Brandt hat inzwischen nach 25 Jahren ihre Bank gewechselt. Die Kontoführungsgebühr spart sie sich. Und die Kreditkarte gibt es zum Nulltarif.


Quelle: Berliner Morgenpost

Mit dem nachfolgenden Girokonten-Vergleich kann ein für die persönlichen Belange passendes Girokonto ermittelt und falls gewünscht auch gleich online eröffnet werden:
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