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Schuld - dieses Wort kennt jeder. Das althochdeutsche 'sculd' steht im Verwandtschaftsverhältnis zum lateinischen 'sculan' und meint damit etwas schuldig zu sein oder zu müssen. Einer Schuldigkeit nachzukommen beinhaltet beispielsweise Verpflichtungen zu einer Alltags- oder auch Geldleistung. Wer anderen demnach entstandene Unkosten oder geliehene Gelder nicht zurück zahlt, hat seine Schuldigkeit im wahrsten Sinne des Wortes nicht getan. Obwohl niemand schuld sein will.

Schuldner zu sein ist kein Vergnügen. Mit Gefühlen oder Versöhnungen im Rückstand zu sein bewirkt aus psychoanalytischer Sicht so genannte Wiedergutmachungstendenzen. Einfach deshalb, weil Personen von Schuldgefühlen gequält sind und dieser wieder ledig sein wollen. Verhaltensänderungen, Begleichung einer sozialen oder emotionalen 'Schuld' bewegen sich auf individueller Entscheidungsebene. Wer will, der kann.

Nicht so auf finanzieller Basis. Sitzt der Mensch erst einmal auf seinem Schuldenberg, findet er sich recht einsam. Ab und zu erhält er zwar Besuch von seinen Gläubigern, die er jedoch möglichst bald wieder unverrichteter Dinge in die Flucht schlagen will. Auf dem Gipfel sitzend ist es keine freie Entscheidung mehr, seiner monetären Schuldigkeit nachzukommen. Selbst wenn der Wille dazu zweifelsfrei vorhanden ist, mangelt es gravierend an Möglichkeiten. Paradoxerweise müsste man seinen Berg abtragen, um ihn begleichen zu können.

Nicht umsonst wird allerorten vor Schuldenfallen gewarnt. Diese Warnungen allerdings beherzigen zu können, scheint im sozialen und wirtschaftlichen Alltag nicht immer möglich. Mitunter entwickeln sich finanzielle Forderungen schneller als das Einkommen, Nicht nur das, manche Einkommen sind derart gering, dass ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt aus Mitteln der Sozialhilfe beantragt werden muss. Damit ist die unterste Anspruchsebene der Wunschleiter abgedeckt. Günstige Ratenzahlungen sollen dabei behilflich sein, mit geringen Monatsbeträgen das allgemeine Anspruchs- und Konsumniveau abzufedern. Sollen doch alle ein Handy und einen LCD-Bildschirm besitzen können! Sozialer Druck seitens der Gesellschaft unterstützt diese Verfahrensweise. Alles ist möglich. Zu geringen Beträgen, die nicht selten von Rechenkünstlern an arglose Optimisten verkauft werden. Vielleicht noch mit der Option, der Verbraucher spare am Kredit. Weit gefehlt. An jedem Kredit, auch bei Ratenzahlungen, verdient der Geldgeber. Wer Augenwischerei anheim fällt, zahlt nicht günstig, sondern teurer als andere. Werden mehrere Ratenverpflichtungen gleichzeitig eingegangen, fällt es zahlreichen Verbrauchern schwer, ihre Schuldenentwicklung im Blick zu behalten. Hinzu kommen Handyverträge, die rasch ins Uferlose abgleiten. Wäre das nur alles. Ist es aber nicht.

Die Kosten des täglichen Lebens kommen allemal hinzu. Möglicherweise die Privatschule für das Kind, die geplante Anschaffung des neuen Autos, die spontan geplante Klassenfahrt für die Zwillinge und der Zahnersatz, der aus heiterem Himmel fällig wird. Energiekosten entwickeln sich nach oben, Spritkosten sowieso, es wird schwierig, die Tilgung für das Haus oder die monatliche Miete zu bezahlen. Mit einem Mal steigen noch die Nebenkosten, eine Energienachzahlung in beeindruckender Höhe wird fällig. Nichts mehr ist so, wie ursprünglich geplant. Rücklagen die sich günstig entwickeln sollten, sind längst aufgebraucht. Zwei Kredite wurden neu aufgenommen, um die bestehenden abzulösen. Es sieht aus wie Hexenwerk. Was sich verringern sollte, wächst an. Die Zukunft wird ungewiss.

Forderungen von Gläubigern werden zwar als berechtigt aber lästig empfunden. Im selben Maß, wie Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen schmelzen, wächst ein Klima von Angst, Misstrauen und Verleugnung heran. Selbstzweifel und Vorwürfe plagen. Die Werbung verspricht Kredite für Hartz IV Empfänger bis zur Höhe von 8.000 € oder Schweizer Kredite ohne Schufa-Auskunft bis zu 3.500 € - online binnen 5 Minuten bewilligbar. Die sich nach oben drehende Spirale suggeriert immer noch Rettung.

Die einzige Möglichkeit, relativ unbeschadet und sicher aus dem Dilemma herauszufinden, ist proaktives Verhalten mit dem Mut zur Offenheit. Schuldnerberatungsstellen allerorten bieten ihre Leistungen kostenlos an! Ausgebildete Schuldnerberater ordnen das finanzielle Chaos, schaffen eine übersichtliche Struktur, die einen Überblick über sämtliche Verpflichtungen verschafft. Haben und Soll, Einnahmen und Überschüsse, Verpflichtungen und Rückzahlungsmöglichkeiten werden ermittelt. Inklusive Zeitfenster, in dem der Schuldenberg abgetragen sein könnte. Mechanismen zur Schuldenregulierung werden aktiv, Kontakt zu Gläubigern wird aufgenommen, neue Zahlungsmodi werden vereinbart. Was Schuldner häufig nicht wissen: Umschuldungen und Niederschlagungen von Schulden sind möglich! Sinnvoller, einvernehmlicher Umgang mit Gläubigern wird eingeübt. Auch im Schriftverkehr.

Im Schuldenbereich ist das Einholen von Meinungen aller Art sicher nicht sinnvoll. Nur Fakten helfen. Wer verschuldet ist und einen gesetzlichen Betreuer mit dem Wirkungskreis Vermögenssorge hat, ist sozusagen fein raus. Die anderen nicht. Rechnungen und Forderungen unbeachtet verschwinden zu lassen, entlastet nur für den Moment. Erfahrungsgemäß entstehen dadurch zusätzliche Kosten durch Gerichtsvollzieher, Mahngebühren und anderes.

Mitunter sind finanzielle und familiäre Problemlagen aneinander gekoppelt. Wer hier weder aus noch ein weiß, kann sich dem Allgemeinen Sozialdienst seiner Kommune oder auch der kirchlichen Träger zuwenden. Wer große Bedenken spürt, sich durch persönliche Gespräche zu enttarnen, diskriminiert zu werden (was nicht der Fall ist) oder sich durch entsprechendes Outing großer Scham auszusetzen, kann sich seriöser, kostenloser Online-Schuldnerberatung bedienen. Es lohnt sich auf jeden Fall, auch vom Internet-Cafe aus, Kommunen und freie Träger anzuklicken. Vorsicht bei anderen Angeboten - sie könnten gebührenpflichtig sein! Auch die Ministerien der Länder bieten kostenlose Onlineberatungen an. Forum Schuldnerberatung oder die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV - ein Zusammenschluss der Spitzenverbände Freier Wohlfahrtspflege auf Bundesebene, Verbraucherzentrale Bundesverband und Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung), sowie SKM-Schuldnerberatung für Jugendliche, sind Anlaufstellen. Neben gebührenpflichtigen Fachanwälten beraten auch kostenlose Schuldnerberatungsstellen und die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e.V. zusätzlich über Insolvenzverfahren.

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Verbraucherzentrale Bundesverband Beliebt (141 Zugriffe)

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) ist die Dachorganisation der 16 Verbraucherzentralen der Länder und von 19 verbraucherpolitisch orientierten Verbänden. Es gibt Informationen zu verbraucherpolitisch relevanten Themen. Der vzbv vertritt die Interessen der Verbraucher - in der Öffentlichkeit und gegenüber Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
aktualisiert am: Dienstag, 07. Oktober 2003
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Schuldnerberatung - Infos Beliebt (141 Zugriffe)

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Betroffene und Berater finden hier eine Übersicht zum Thema Schuldnerberatung und Schulden. Informieren Sie sich über die Rechtssprechung und Beratungsstellen. Tipps zur Beratungsvorbereitung.
aktualisiert am: Montag, 03. November 2003
Betreiber: E. Overhage
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SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) Beliebt (141 Zugriffe)

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Die SCHUFA unterstützt Unternehmen bei der Kreditgewährung an Privatpersonen, erspart dem Verbraucher eine Vielzahl von Formalitäten und macht so viele Kredite erst möglich. Tip: Eigenauskunft einholen!!
aktualisiert am: Dienstag, 07. Oktober 2003
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Portal für soziales Leben Beliebt (141 Zugriffe)

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Informieren Sie sich über das Hartz IV Gesetzeswerk. Schauen Sie sich um in den Vorschriften des SGB II und SGB XII (Sozialgesetzbuch), in sozialhilfe-rechtlichen Verordnungen und Vorschriften. Blättern Sie in dem Hartz IV Leitfaden, schauen Sie im Lexikon von A-Z. Tauschen Sie Erfahrungen im Forum aus, helfen Sie anderen mit Ihrem Wissen!
aktualisiert am: Dienstag, 14. November 2006
Betreiber: Admin
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Peters Home - Das Job-Portal: Arbeit online suchen und bewerben Beliebt (141 Zugriffe)

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Hier finden Sie eine Fülle von Informationen, Nachrichten, Tipps sowie Links rund um die Themen Arbeit, Arbeitslosigkeit, Behinderung und Arbeitssuche
aktualisiert am: Dienstag, 24. Februar 2004
Betreiber: Peter Hutter
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Linksammlung Schuldnerberatung Beliebt (141 Zugriffe)

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Linksammlung des Schuldnerfachberatungszentrums Uni Mainz mit über 350 Links zum Thema Schulden.
aktualisiert am: Montag, 03. November 2003
Betreiber: Volker Haug
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juraforum.de Beliebt (141 Zugriffe)

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Keine Erklärung notwendig; der Name sagt eigentlich alles... ;-) Sehr empfehlenswert!
aktualisiert am: Freitag, 04. November 2005
Betreiber: admin
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Jugend Information Nürnberg Beliebt (141 Zugriffe)

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Die Jugend Information Nürnberg ist Informations-, Anlauf- und Kontaktstelle für Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 27 Jahren. Das Angebot richtet sich darüber hinaus auch an Eltern, Mitarbeiter(innen) in der Jugendarbeit, in sozialen und kulturellen Einrichtungen und Lehrkräfte an Schulen. Die Bandbreite der Themen und Inhalte unseres Informationsangebotes erstreckt sich auf alle jugendrelevanten Bereiche von A wie Ausbildung bis Z wie Zivildienst. Einfach mal reinschauen und informieren!
aktualisiert am: Donnerstag, 12. Oktober 2006
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Infoportal zum Thema Behörden und Ämter Beliebt (141 Zugriffe)

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Diese Website beschäftigt sich mit den finanziellen Beihilfen des Staates. Insbesondere: - Sozialhilfe - Wohngeld - Arbeitslosengeld / Arbeitslosenhilfe - Hilfen rund ums Kind Auch zum Thema Schulden gibt es interessante Informationen! Einfach mal reinschauen...
aktualisiert am: Donnerstag, 12. Februar 2004
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Hilfe bei Bürgschaften Beliebt (141 Zugriffe)

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"Initiative für bürgschaftsgeschädigte Frauen" berät kostenlos bundesweit Frauen und Männer, die Schulden für andere abzahlen müssen.
aktualisiert am: Mittwoch, 07. Januar 2004
Betreiber: IBF
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