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Schulden sind heutzutage etwas ganz Alltägliches. Als Schulden bezeichnet man in der Regel die Verbindlichkeiten von Personen, Organisationen, Unternehmen oder Institutionen anderen gegenüber. So stellen beispielsweise offene Beträge aufgenommener Kredite Schulden dar. Schulden entstehen immer dann, wenn eine kostenverursachende Leistung in Anspruch genommen wird, die nicht direkt beglichen werden kann oder wird.
Grundsätzlich stellt das Schuldenmachen erst einmal kein Problem dar. Kaum jemand ist finanziell dazu in der Lage, größere Anschaffungen wie Automobile oder Immobilien direkt zu finanzieren. Verträge mit Ratenzahlungen, das Aufnehmen von Krediten oder andere Finanzierungskonzepte, bei denen die aufzubringende Summe nicht auf einen Schlag bezahlt werden muss, sind daher gang und gebe. Auch im geschäftlichen Bereich werden Investitionen selten ohne einen Geldgeber getätigt, der die Vorfinanzierung besorgt. Kritisch wird es allerdings, wenn die Schulden zu hoch werden, um sie aus eigener Kraft begleichen zu können. Tritt dieser Fall ein, spricht man von einer Überschuldung. Bei Privatpersonen wird beispielsweise dann von einer Überschuldung gesprochen, wenn die bestehenden Schulden auch durch eine Zwangsvollstreckung und die Pfändung der pfändbaren Beträge des voraussichtlichen Einkommens der nächsten sechs Jahre nicht beglichen werden können.
Üblicherweise werden Schulden verzinst, sodass der Rückzahlungsbetrag insgesamt höher liegt, als der in Anspruch Genommene. Nicht selten tritt der Fall ein, dass ein Schuldner nicht dazu in der Lage ist, mehr als die anfallenden Zinsen zu begleichen. Das führt dazu, dass sich die Schulden trotz regelmäßiger Zahlungen nicht reduzieren und im Grunde keine Chance besteht, sie überhaupt abzubauen. In einem solchen Fall spricht man von einer sogenannten Schuldenfalle. In vielen Ländern kommt es durch die Schuldenfalle zur dauerhaften Versklavung ganzer Familien, die durch bewusst hohe Zinsforderungen über Generationen zu Leibeigenen des einstigen Geldverleihers werden. In Deutschland stellt sich die Situation glücklicherweise nicht so dramatisch dar. Nachkommen müssen ein mit Schulden belastetes Erbe nicht übernehmen und Gefangenen der Schuldenfalle bieten sich durchaus Möglichkeiten, dieser zu entkommen. Nichtsdestotrotz stellen Schulden für immer mehr Menschen ein ernsthaftes und drängendes Problem dar, für das sie oft keine Lösung sehen. Schulden haben nicht nur Auswirkungen auf die Finanzen Überschuldeter. Zahlreiche soziale und psychische Probleme können aus einer Überschuldung erwachsen und wirken sich damit oft schwerwiegend auf das Leben der Betroffenen aus.
Hilfe bietet verschuldeten Privatleuten in erster Linie die Schuldnerberatung. Eine solche Beratung wird beispielsweise von sozialen Organisationen wie Diakonien oder der Caritas angeboten. Auch Verbraucherzentralen und spezielle Schuldnerberatungsvereine bieten die Schuldnerberatung an. Ein Schwerpunkt der Beratung liegt natürlich im rechtlichen Bereich. Aber auch in psycho-sozialer Hinsicht bieten Beratungsstellen meist umfassende Unterstützung. Eine gute Schuldnerberatung verfolgt ein ganzheitliches Konzept in dem zunächst versucht wird, die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse wie Wohnen, Lebensmittel- und Stromversorgung zu sichern. Anschließend beschäftigt man sich mit den psycho-sozialen Problemen und entwickelt ein Konzept zum langfristigen Schuldenabbau. Ist ein Verbraucherinsolvenzverfahren angedacht, das eine Restschuldbefreiung nach einigen Jahren ermöglicht, so hilft die Schuldnerberatung bei der Schaffung der Voraussetzungen für dieses Verfahren.
Neben den staatlich zugelassenen Beratungsstellen bieten auch immer mehr private Schuldnerberater Schuldnern ihre Dienste an. Auch wenn die mittlerweile recht langen Wartezeiten bei den offiziellen Stellen dazu verleiten mögen, sich an private Anbieter zu wenden, ist hier unbedingte Vorsicht geboten. Häufig werden für zweifelhafte Dienste hohe Gebühren verlangt und der Besuch beim sogenannten Finanzsanierer endet in einer noch größeren Verschuldung. Ist man in die Schuldenfalle geraten, sollte man daher besser auf anerkannte Stellen vertrauen. Soforthilfe in dringlichen Fällen wird hier in der Regel auch geleistet, wenn die Entwicklung eines nachhaltigen Konsolidierungskonzepts länger auf sich warten lässt.
Die sich immer stärker ausbreitende Überschuldung von Privatpersonen wirkt sich auch negativ auf viele Unternehmen und Betriebe aus. Immer mehr Menschen sind nicht mehr dazu in der Lage, in Anspruch genommene Leistungen auch zu bezahlen, sodass die Firmen auf ihren Aufwendungen oft sitzen bleiben und selbst Schulden anhäufen, die immer häufiger zu Insolvenzen führen und so Manchen seinen Arbeitsplatz kosten. Auch aus diesem Grund sollte versucht werden, der fortschreitenden Verschuldung der Bevölkerung Einhalt zu gebieten. Zunächst sollte aber natürlich jeder selbst darauf achten, sich finanziell nicht zu übernehmen und sich die oft drastischen Folgen einer Überschuldung vor Augen führen. Auch wenn die Angebote der Versandhändler nach dem Motto ‚Jetzt kaufen – später zahlen’ verlockend sein mögen, sollte man seine Finanzen im Blick halten. Und auch Haus- oder Autokauf oder die Anschaffung der neuen Küche müssen wohlüberlegt sein. Vielen Menschen fehlt jedoch der nötige Überblick, um sich Klarheit über ihre Finanzsituation und die möglichen Auswirkungen von Krediten zu verschaffen. Hier sollte Präventionsarbeit ansetzen, die durch Hilfestellungen und Aufklärung versucht, Überschuldungen zu vermeiden. Sind die Menschen hinsichtlich ihrer Finanzlage sensibilisiert, stellt die eine oder andere Kreditaufnahme auch kein Problem dar.
Zu den größten Schuldnern zählt in Deutschland übrigens der Staat, der sich selbst im Grunde ebenfalls in einer Art Schuldenfalle befindet. Aber nicht nur die Staatsschulden, auch die Schulden von Privatpersonen und Unternehmen wirken sich nachhaltig auf die Wirtschaft eines Staates aus. |
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Schuld - dieses Wort kennt jeder. Das althochdeutsche 'sculd' steht im Verwandtschaftsverhältnis zum lateinischen 'sculan' und meint... |
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Schulden – fast jeder hat die schon einmal gemacht aus zum Teil völlig unterschiedlichen Gründen. Sei es die Anschaffung eines Autos... |
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Beschreibung: |
Fragen rund um die Insolvenz - das ist das Thema des Insolvenz- Ratgebers. Insolvenzgläubiger in einem Insolvenzverfahren, Menschen mit eigenen Schulden kurz vor einer privaten Insolvenz, Arbeitnehmer, die die Insolvenz des Arbeitgebers fürchten oder Unternehmer, die sich in einer Krise befindet, finden auf dem Insolvenz-Ratgeber Hilfe, Lösungen und Informationen rund um das Thema Insolvenz. |
| aktualisiert am: |
Freitag, 09. Januar 2009 |
| Betreiber: |
STP |
| Zugriffe: |
83 |
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Weitere Webseiten zum Thema finden Sie bei SINSO Live - Dem Schulden und Insolvenz Link Verzeichnis |
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