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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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Autor Thema: Schufa-Eintrag nach Ende des Insolvenzverfahrens ist diskriminierend  (Gelesen 501 mal)

ketamin


gerade eben gelesen. Vllt besteht ja für viele hier doch noch die Hoffnung das der lästige Eintrag verschwindet

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/rechtsexperten-schufa-eintrag-nach-ende-des-insolvenzverfahrens-ist-diskriminierend-a2339477.html
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Momo72

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Antw:Schufa-Eintrag nach Ende des Insolvenzverfahrens ist diskriminierend
« Antwort #1 am: 04. Februar 2018, 20:18:20 »

ich muss ganz ehrlich sagen das ich es unmöglich finde das dieser eintrag noch solange in der schufa steht. ich bin eindeutig nicht dafür das es dem schuldner zu leicht gemacht werden sollte die insolvenz zu durchlaufen, immerhin sehen gläubiger in der regel fast vollkommen "in die röhre" und ein lerneffekt sollte auch dabei sein.
aber ich habe die insolvenz zusammen mit meinem ehemann durchlebt, und ich finde sowohl für ihn als schuldner und als auch für mich als ehefrau war die zeit nicht leicht. unsere freude und erleichterung das die jahre vorbei waren dann umso größer. bis wir bemerkt haben das sich im grunde nichts geändert hat, da der eintrag ja noch in der schufa steht. ok, er muß von seinem gehalt nichts mehr abgeben ( was ehrlich gesagt immer nur ein paar euro waren da man(n) heutzutage eh nur noch von einer zeitarbeitsfirma zur nächsten geschoben wird) aber an seiner kreditwürdigkeit hat sich nichts geändert.

besonders bitter bei uns das die einträge ja auch noch immer nur zum jahreswechsel gelöscht werden! da sein PI anfang des jahres eröffnet wurde und auch die RSB anfang des jahres war steht sie bei ihm fast vier jahre noch in der schufa.

also obwohl er aus der insolvenz raus ist zusätzliche vier jahre keine kreditwürdigkeit :angry:
das sich das allerdings ändert glaube ich nicht wirklich
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Der_Alte

Antw:Schufa-Eintrag nach Ende des Insolvenzverfahrens ist diskriminierend
« Antwort #2 am: 04. Februar 2018, 22:51:21 »

Sorry, aber dieses Gejammer nach einem "guten" Schufaeintrag zeigt mir, dass das Problem Überschuldung noch immer nicht begriffen wurde.
Nahezu alle, mich eingeschlossen, sind wegen der Kredite der Banken in die Insolvenz gegangen. Nicht, weil die Banken zu großzügig waren, sondern weil wir uns schlicht verschätzt haben, wie leistungsfähig wir selbst waren. Und dass waren wir in den seltensten Fällen. Im Regelfall haben wir auf Pump gelebt und die Kreditlinien der Banken und Kreditkartenunternehmen weidlich ausgenutzt. Solange es uns die Schufa etc. ermöglicht haben, sind wir fröhlich zu den Banken marschiert und haben umgeschuldet.

Nach der Insolvenz und der RSB sollte doch die Erkenntnis gewachsen sein, dass wir mit dem auskommen müssen, was wir an monatlichen Einnahmen haben und für diejenigen Anschaffungen, die wichtig sind, sparen müssen! Und dann ist die Schufa und die sogenannte verminderte Kreditwürdigkeit in den ersten Jahren nach der Insolvenz doch völlig egal.

Für mich steht jedenfalls fest, dass ich nie wieder bei einer Bank einen Kredit aufnehmen will, nicht einmal, um ein Auto zu kaufen. Lieber fahre ich ein nicht standesgemäßes altes Auto, dass mich verlässlich zur Arbeit trägt als das ich wieder, wie früher, mich für um des Ansehens Willen verschulde. Aber, wenn ich mit die ständige Diskussion um den Schufa-Score ansehe, hat nicht jeder die erforderlichen Schlüsse aus der Insolvenz gezogen. Schade eigentlich!
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katzenfrau2

Antw:Schufa-Eintrag nach Ende des Insolvenzverfahrens ist diskriminierend
« Antwort #3 am: 05. Februar 2018, 17:28:52 »

@der Alte:
Stimmt. Wenn ich im nächsten Jahr im Sommer hoffentlich damit durch bin, habe ich monatlich fast 500 € mehr als jetzt. Das ist fast unbegreiflich viel. Soviel habe ich durch die ewigen Schulden noch nie wirklich gehabt. Dann soll mir der Schufa-Eintrag doch egal sein. Versicherungen, Handy, TV etc laufen weiter. Ichnhabe nicht vor, mich nochmal zu verschulden.
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HausH

Antw:Schufa-Eintrag nach Ende des Insolvenzverfahrens ist diskriminierend
« Antwort #4 am: 05. Februar 2018, 17:40:42 »

moin,

nette Diskussion, ich schließe mich mal an. @ Der Alte, ich sehe das ein wenig anders, bin vermutlich auch eine Ausnahme weil mein Schuldenhintergrund die Selbstständigkeit war. Aber ja, auch hier war eine Bank beteiligt, die Bank die mir mein Girokonto gekündigt hat und so für die Insolvenz gesorgt hat.

Können die machen,hab ich gelernt...Begründung der Bank, wir sind eine Privatkundenbank und ich wäre selbstständig.

Ich hätte kein Problem damit einen schlechten Schufaeintrag zu haben, wenn der Schufaauszug bei der Wohnungssuche nicht gefordert wird. Genau das ist nämlich das größte Problem...und meine Miete, habe ich bisher immer zahlen können. Das Erfährt die Schufa natürlich nicht...33 Jahre solventer Mietzahler :)

gruß HausH

« Letzte Änderung: 05. Februar 2018, 19:22:31 von HausH »
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Wandervogel

Antw:Schufa-Eintrag nach Ende des Insolvenzverfahrens ist diskriminierend
« Antwort #5 am: 05. Februar 2018, 19:46:37 »

Es ist in der Tat das Problem, dass bei der Wohnungssuche noch ein Negativeintrag eine Rolle spielt, der faktisch unberechtigt ist. Das kann eine bürgerliche Existenz durchaus gefährden.

Denjenigen die sich darüber ärgern zu unterstellen, sie seien bloß schuldengeil, so interpretiere ich jedenfalls den Alten, finde ich ziemlich daneben.
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Der_Alte

Antw:Schufa-Eintrag nach Ende des Insolvenzverfahrens ist diskriminierend
« Antwort #6 am: 05. Februar 2018, 20:32:10 »

Ich unterstelle niemandem, schuldengeil (was immer es auch sein mag) zu sein, sondern merke bei vielen Posts rund um das Thema Schufa, dass etliche nichts aus der Insolvenz gelernt zu haben scheinen. Da wird, noch vor Erteilung der RSB schon wieder über Autoleasing, Dispokredite und ähnliches fabuliert, dass einem schlecht werden kann.

Die Insolvenz eines Selbständigen hat häufig andere Ursachen und ist auch grundsätzlich anders zu werten. Und doch gilt für alle, die das Insolvenzverfahren durchlaufen (haben): Überdenke das Verhalten, was zu deiner Überschuldung geführt hat. Änderst du dieses Verhalten nicht - und dass mutmaße ich bei manchem besagter Posts - dann schnappt die Schuldenfalle demnächst wieder zu. Nach der Insolvenz ist vor der Insolvenz?

Und ob der Negativeintrag in der Schufa tatsächlich dafür ausschlaggebend sein soll, dass man keine Wohnung findet, deckt sich zumindest nicht mit meinem Erfahrungshorizont. Meine Schufa war pechschwarz mit nicht nur einem Negativeintrag. Und trotzdem habe ich einen Vermieter gefunden, der sich zwar eine Schufaauskunft vorlegen ließ, dann aber doch das Vertrauen hatte, es mit mir zu versuchen. Und wir leben seit einigen Jahren gut damit, dass wir seinerzeit den Vertrag eingegangen sind. Ist allerdings ein Privatvermieter. Und ich glaube, solche Vermieter sind vielleicht selten, aber doch zu finden.
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KarlPaul

Antw:Schufa-Eintrag nach Ende des Insolvenzverfahrens ist diskriminierend
« Antwort #7 am: 08. Februar 2018, 09:00:32 »

Ich hatte während der WVP eine Wohnung gesucht und mit "dieser" Schufa bekommen.
Hängt davon ab wie der Vermieter drauf ist und wie man es verkauft.   
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Ehefrau

Antw:Schufa-Eintrag nach Ende des Insolvenzverfahrens ist diskriminierend
« Antwort #8 am: 11. Februar 2018, 17:05:39 »

Hier im Ballungsraum Berlin geht mit einer negativen Schufa nichts.
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Momo72

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Antw:Schufa-Eintrag nach Ende des Insolvenzverfahrens ist diskriminierend
« Antwort #9 am: 13. Februar 2018, 15:15:40 »

also schon mal jedem zu unterstellen das er aus der insolvenz nichts gelernt hat nur weil man sich über diesen schufaeintrag und deren folgen ärgert finde ich schon mal ziemlich unverschämt.
immerhin geht es hier größtenteils nicht darum wieder neue schulden zu machen, sondern oft, wie hier schon erwähnt, darum eine wohnung zu bekommen, eine kreditkarte ( und die muß man nicht zwingend haben wollen um gleich wieder schulden zu machen, die braucht man heutzutage zb oft beim mieten eines autos oder bullis etc ..klar kann man die kaution auch bar hinterlegen, aber wir haben 300 euro + mietpreis nicht mal eben an der ecke liegen)
ich habe zwei kreditkarten, eine visa und eine AmEx und mein mann bekommt mit seinem vermerk "restschuldbefreiung erteilt" noch nicht mal zweitkarten dafür!! also wenn wir die karten benutzen wollen, die AmEx nehmen wir zb immer zum tanken muß ich immer mit denn ich darf meine kreditkarte nicht an ihn weiter geben.

@der alte
wenn sie trotz dieses eintrags eine wohnung bekommen haben ist das wirklich schön für sie! aber obwohl wir noch nicht mal in einem ballungsgebiet wohnen bekommen wir mit diesem eintrag sobald ein makler im spiel ist keine wohnung. selbst als wir mal einen makler beauftragen wollten das er uns angebote raussuchen sollte ( er hätte schließlich dran verdient bei abschluß) wurden wir als kunden von ihm abgelehnt. zu unsicher und außerdem würde uns eh kein vermieter nehmen!

so siehts in der realität aus!
schönen tag auch!

ps: einen kredit möchten wir gar nicht! das meinte ich nicht mit kreditwürdigkeit
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Der_Alte

Antw:Schufa-Eintrag nach Ende des Insolvenzverfahrens ist diskriminierend
« Antwort #10 am: 13. Februar 2018, 20:41:29 »

also schon mal jedem zu unterstellen das er aus der insolvenz nichts gelernt hat nur weil man sich über diesen schufaeintrag und deren folgen ärgert finde ich schon mal ziemlich unverschämt.

Differenzieren hilft. Denn ich habe beileibe nicht "jedem" unterstellt, nichts gelernt zu haben, sondern habe geschrieben, dass "nicht jeder" es begriffen habe. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Aber wer sich den Schuh anziehen möchte ...

Und, man benötigt weder eine Kreditkarte zum Tanken noch einen Makler zur Wohnungssuche. Ersteres kann man mit Bargeld erledigen und das zweite mit intensiven Eigenbemühungen. Mir waren sie es wert, vor allem, wenn ich die Kosten für den Makler bedenke. Sparsamkeit ist eine der Tugenden, die ich in der Zeit der Insolvenz für mich gelernt habe. Aber auch das sei jedem überlassen, wofür das Geld ausgegeben wird. Jeder, wie er oder sie mag.
Ich kann gut mit dem Makel lebe, noch einige Zeit schufatot zu sein. Mein Ziel ist nicht meinen früheren Lebensstil wieder zu führen, sondern ein Leben, in dem es mir rundherum gut geht. Und dafür muss und will ich, trotz eines guten Einkommens, meine Wünsche und meine Bedürfnisse an das anpassen, was ich mir heute leisten kann. Und wenn am Ende mein Schufascore wieder ganz oben sein sollte, ist es mir hoffentlich genauso egal wie heute der schlechte Score.

Wie die Realität aussieht, ist immer eine Frage des Standpunkts und entspringt dem Auge des Betrachters. Meine Realität ist augenscheinlich eine andere. So sieht es aus!
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