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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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 am: 24. April 2018, 15:03:12 
Begonnen von Zippo - Letzter Beitrag von eidechse
Da es keinen Sinn machen würde, bei einer 100 % - Quote (oder gar keinen Forderungsanmeldungen) und einer vorzeitigen RSB-Erteilung nach § 300 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 InsO sozusagen einen Endtermin für die Beendigung des Verfahrens zu bestimmen, gehe ich mal davon aus, dass es hier um einen Fall der 35 % - Quote + Kosten des Verfahrens nach § 300 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 InsO geht.

Für mich stellt sich dann allerdings die Frage, wann das Insolvenzverfahren eröffnet wurde und ob jetzt bereits die drei Jahre abgelaufen sind. Eigentlich würde das setzen eines Endtermins nur Sinn machen, wenn zum jetzigen Zeitpunkt die drei Jahre noch nicht abgelaufen sind. (Wobei nach meinem Verständnis von § 300 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 InsO und wohl auch nach dem Verständnis der herrschenden Meinung in der Literatur die drei Jahre bereits abgelaufen sein müssen, bevor überhaupt die Entscheidung getroffen werden kann. Wenn meine Vermutung zutrifft, dass die drei Jahre noch nicht abgelaufen sind, würde das Insolvenzgericht im geschilderten Fall eine Mindermeinung vertreten, was aber auch nicht weiter stören dürfte, wenn dies keiner angreift.)

Alle Pfandbeträge, die für den Zeitraum binnen drei Jahren nach der Insolvenzeröffnung zu zahlen sind, stellen regelmäßige Insolvenzmasse dar. Sollten jetzt die drei Jahre seit Insolvenzeröffnung nicht abgelaufen sein (sondern evtl. erst am 01.06.2018), dann würde der Pfandbetrag für Mai noch in die Insolvenzmasse fallen. Evtl. würde auch darüber hinaus auch noch gepfändet werden, weil die Rechtswirkungen des RSB-Beschlusses treten endgültig erst mit Rechtskraft ein. Der Neuerwerb (= alle Ansprüche, die erst nach den drei Jahren entstehen und pfändbar sind) ist bis zur Rechtskraft des RSB-Beschlusses durch den IV treuhänderisch zu vereinnahmen und nach Rechtskraft des RSB-Beschlusses an diesen auszukehren, abzüglich einer angemessenen Vergütung (vgl. § 300a InsO).

 2 
 am: 23. April 2018, 21:47:56 
Begonnen von Zippo - Letzter Beitrag von Der_Alte
Das Gericht hat das Ende des Verfahrens für den 1. Juni 18 bestimmt und die vorzeitige RSB beschlossen, so lese ich den Post.

Grundlage für die vorzeitige RSB ist, dass eine bestimmte Quote und die Verfahrenskosten bezahlt sind. Danach gibt es keinen Raum mehr für weitere Zahlungen an die Masse, so dass m.M. nach ab sofort keine Einbehaltung mehr erfolgen bzw. eine Rückzahlung überschüssiger Zahlungen an den Schuldner erfolgen sollte.

Mit erteilter RSB ist man endgültig raus, herzlichen Glückwunsch.

 3 
 am: 23. April 2018, 20:51:15 
Begonnen von Zippo - Letzter Beitrag von Zippo
Hallo liebe Wissende,

ich bekam vom Insolvenzgericht ein Schreiben, das kein Gläubiger, innerhalb der Frist, Einwände gegen vorzeitige Erteilung der RSB erhoben hätte und somit die Insolvenz am 01.06.18 enden würde. Heißt das jetzt, daß ich wirklich "raus" bin? Ich kann es kaum glauben :rolleyes:, deshalb frage ich vorsorglich nochmal.

Nun ergibt sich für mich noch die Frage, in welchem Monat dann der Letzte mal gepfändet wird, im Mai, bzw. vom Maigehalt?

liebe Grüße
Zippo


 4 
 am: 19. April 2018, 16:41:36 
Begonnen von Ehefrau - Letzter Beitrag von Momo72
kann sich denn ein umzug gegebenenfalls neg. auf den wert auswirken?? das fände ich aber komisch. ist doch was ganz normales wenn man umzieht :?

 5 
 am: 17. April 2018, 20:05:35 
Begonnen von ketamin - Letzter Beitrag von Insoman
@communicator
es gelten die Frisen nach BDSG §35

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 am: 17. April 2018, 16:35:36 
Begonnen von ketamin - Letzter Beitrag von KarlPaul
Kann man genauso einzeln anschreiben wie die Schufa.
Hatte das damals in der Insolvenz gemacht.

 7 
 am: 17. April 2018, 10:42:31 
Begonnen von ketamin - Letzter Beitrag von communicator
Wo bekommt man Informationen, bzw. weiss hier jemand ob und wie lange andere Auskunfteien (ausser der Schufa) das Insolvenzverfahren und die Erteilung der RSB speichern?

Gibt es hier auch Löschfristen an denen sich diese Auskunfteien halten müssen, oder können die mit den Daten machen was sie wollen?

Ich glaube mal gelesen zu haben, dass es Anwälte gibt, die sich auf das "Bereinigen" spezialisiert haben, hat damit hier jemand Erfahrungen gemacht und kann eine Kanzlei empfehlen?

 8 
 am: 17. April 2018, 06:53:56 
Begonnen von ketamin - Letzter Beitrag von KarlPaul
Vorangestellt:
Ich bin mittlerweile mehr als 3 Jahre nach der RSB und nun insgesamt ein Jahrzehnt "schufatot".
Der Einfluß auf meine Leben war letztendlich geringer als ich dachte. Ich bekam im Verfahren und insbesondere jetzt nach der RSB mein Leben organsiert.
Ich hatte schon während der WVP eine Wohnung anmieten können. Die notwendigen Versicherungen habe ich auch und wechselte jedes Jahr den Stromversorger.
Zahnarzt und Optiker gewährten bereits in der WVP Ratenzahlung. Telefonrechnung blieb immer als nachträgliche Rechnung. Es gab imnmer auch andere Lieferungen gegen Rechnungen. Andere wollten Vorkasse. Sei es drum     

Die andere Seite oder die Frage was wäre die Alternative? 
Als Kaufmann und oder Anbieter von Waren und Dienstleistungen bin ich bei der Gefahr der eigenen Insolvenz "verdammt" mir anzuschauen mit wem ich Geschäfte mache. Insbesondere wennn es um mehr geht oder um langfristige Zahlungen.
Hier macht es mir die Schufa natürlich leicht. Der Aufwand für den Anbieter hier nachzuarbeiten lohnt meist nicht.
Selbst wenn ihm eine falsch negative Auskunft geliefert wird. Ich kann so festlegen mein Geschäft zu führen.
Insbesondere wenn es z.B. bei der Wohnung die ich zu vermieten habe es genug Bewerber mit einer formal besseren Bonität gibt. So ist das Leben. Da musst Du durch.


Gäbe es keine oder eine entschärfte Schufa hieße es ja nicht das man nicht doch versucht
sich von seinem Kunden oder zukünftigen Mieter ein Bild zu machen. Und glaube mir, welbst wenn
die Schufa in 3 Jahren gereinigt sein sollte wird es weiterhin die Erinnerung dran geben. 

 

 9 
 am: 15. April 2018, 13:17:39 
Begonnen von ketamin - Letzter Beitrag von geschieden1907
Ich kann die Argumente von @Der_Alte in vielen Dingen nachvollziehen und bin in vielerlei Hinsicht derselben Meinung, z.B.
Zitat
Zitat von Der_Alte:
"Nahezu alle, mich eingeschlossen, sind wegen der Kredite der Banken in die Insolvenz gegangen. Nicht, weil die Banken zu großzügig waren, sondern weil wir uns schlicht verschätzt haben, wie leistungsfähig wir selbst waren. Und dass waren wir in den seltensten Fällen. Im Regelfall haben wir auf Pump gelebt und die Kreditlinien der Banken und Kreditkartenunternehmen weidlich ausgenutzt. Solange es uns die Schufa etc. ermöglicht haben, sind wir fröhlich zu den Banken marschiert und haben umgeschuldet.

Nach der Insolvenz und der RSB sollte doch die Erkenntnis gewachsen sein, dass wir mit dem auskommen müssen, was wir an monatlichen Einnahmen haben und für diejenigen Anschaffungen, die wichtig sind, sparen müssen! Und dann ist die Schufa und die sogenannte verminderte Kreditwürdigkeit in den ersten Jahren nach der Insolvenz doch völlig egal.

Für mich steht jedenfalls fest, dass ich nie wieder bei einer Bank einen Kredit aufnehmen will, nicht einmal, um ein Auto zu kaufen. Lieber fahre ich ein nicht standesgemäßes altes Auto, dass mich verlässlich zur Arbeit trägt als das ich wieder, wie früher, mich für um des Ansehens Willen verschulde.

Meine Exfrau und ich haben damals auch 2 Gehälter gehabt, Haus, Autos, teure Urlaube. Solange das Einkommen stimmt, ist alles soweit gut. Aber wehe die Ehe geht plötzlich in die Brüche, ein Gehalt fällt weg, die Frau wechselt während der Trennung die Steuerklasse und man selbst muss sie ebenso wechseln. Schwupp sind mal eben weit über 2000 Euro im Monat weniger in der Kasse. Die Schulden wollen aber dennoch irgendwie bezahlt werden. Man sucht sich also schnell einen Nebenjob, arbeitet 7 Tage die Woche, versucht dazu beim Chef eine Erhöhung seines eigenen Lohns zu erreichen, um irgendwie den Schuldenberg zu schaffen. Genützt hat es nichts, wenn man nicht daran kaputt gehen will. Also gemeinsames Haus verkaufen, Banken durch den Verkauf soweit es geht ausbezahlen, mit dem Rest in die PI.
Nun sind knapp 6 Jahre um, die RSB steht in gut 9 Monaten vor der Tür.  Ein (hoffentlich) neues Leben beginnt.

Heute, 5 Jahre später bin ich zwar wieder verheiratet, wir haben zwar wieder 2 Gehälter, aber Schulden: nein Danke.
Dazu verdiene ich heute alleine weit mehr das an Netto, was meine damalige Exfrau und ich zusammen verdient haben.

Zitat
Zitat von: katzenfrau2
"Stimmt. Wenn ich im nächsten Jahr im Sommer hoffentlich damit durch bin, habe ich monatlich fast 500 € mehr als jetzt. Das ist fast unbegreiflich viel. "

Auch für mich wird es im Frühjahr nächstes Jahr eine fast unbegreifliche Summe sein, die ich dann monatlich wieder mehr zur Verfügung habe. Bei mir sind es dann fast 2000 Euro im Monat mehr als jetzt. Neben dem vollen Weihnachtsgeld und Bonus, dem vollen Urlaubsgeld, was ich jetzt immer brav abführen muss, bis auf den nichtpfändbaren Teil.
Kurz, rechne ich all das hoch, stehen mir ab Frühjahr 2019 weit über 30.000 Euro pro Jahr mehr zur Verfügung, als jetzt. Und ich rede nur von meinem Gehalt. Das Gehalt meiner jetzigen Frau ist noch gar nicht eingerechnet. Wer braucht da noch einen Kredit. Sparen ist nun die Devise.

Bis hierhin waren es mal ein Standardbeispiele, wie es in den meisten Fällen vorkommt. Es gibt aber auch genug andere Beispiele, in denen Menschen in die PI müssen, weil sie vorher normal und ohne große Kredit gelebt haben. Dann aber durch korrupte Bauunternehmen, andere Dinge innerhalb kürzester Zeit sehr viel Geld verloren haben, anschließend in die PI mussten.

Nun aber zum eigentlichen Thema: "Schufa-Eintrag nach Ende des Insolvenzverfahrens ist diskriminierend"

Hier teile ich genauso jedes einzelne Argument von den anderen Autoren.
Meine Frau und ich suchen seit geraumer Zeit eine neue, größere Wohnung. Wir haben ja schon jetzt, ohne die erteilte RSB, die Möglichkeit nach etwas hochpreisigen Wohnungen zu suchen. Jedoch ist es immer dasselbe "Spiel". Wir finden eine Wohnung, oder ein Haus, zur Miete, dann ist man erstmal an uns interessiert, weil hohes Haushaltseinkommen, sichere Jobs, dann aber müssen wir die Schufa-Klausel unterschrieben und einige Tage später dann die Absage. Da interessiert es keinen, ob man die Sache genau erklärt, wie das damals zu Stande kam, wieso und warum, dass man aktuell ja dennoch ein hohes Einkommen hat, die PI nur noch wenige Monate dauert, bzw. dann die RSB erteilt wird.
Die SCHUFA hat in diesem Land viel zu viel Macht und Einfluss. Bonität hin und her. Aber ein Eintrag in der SCHUFA und das war's.
Und das noch für mindestens 3 weitere Jahre nach der RSB.
Das ist wirklich Diskriminierung und hier sollte man etwas ändern. Entweder mit der RSB fängt wirklich ein neues Leben an, inkl. neuer und sauberer SCHUFA, oder die ganze Sache mit 6 Jahren PI ist doch reine Verarsche. Entweder der Schuldner hat nach 6 Jahren PI und RSB etwas aus der Sache gelernt und neben der RSB auch eine neue SCHUFA verdient, oder man ist unbelehrbar, stürzt sich wieder in neue Schulden. Diesem jemand ist dann sowieso nicht mehr zu helfen, weil eine neue PI kann er ohnehin nicht beantragen, für die nächsten 10 Jahre. Meine Meinung.

 10 
 am: 15. April 2018, 10:16:17 
Begonnen von Ehefrau - Letzter Beitrag von ketamin
2017
01.04. Scorewert 5%
22.05. RSB erteilt
01.07. Scorewert 37%
01.10. Scorewert 34%
2018
01.01. Scorewert 36%
01.04. Scorewert 47%

jetzt bleibt mal abzuwarten wie sich ein Umzug auf den Scorewert ausübt. :/

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