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Autor Thema: PI oder nicht, das ist hier die Frage  (Gelesen 1653 mal)

Goldmarie

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PI oder nicht, das ist hier die Frage
« am: 04. August 2013, 02:50:01 »

Hallo,
nächtliches Grübeln dank meiner Schulden hat mich hierher geführt.
Momentan scheine ich zwei Möglichkeiten zu haben, mein Leben die nächsten Jahre zu führen und dazu hätte ich gern Meinungen, Denkanstöße oder ähnliches ... das ganze Thema überwältigt mich schon etwas.  :neutral:

Zu mir sei gesagt, dass ich seit letztem Jahr studiere, Bafög und Studienkredit bekomme und derzeit zum zweiten Mal wegen Depressionen in Behandlung bin. (Das ist später noch relevant, keine Mitleidsmasche.  :wink: )

Donnerstag habe ich einen Termin mit 'meiner' Gerichtsvollzieherin wegen der Abgabe der Vermögensauskunft. Gebe ich diese ab, wird mir der Studienkredit gekündigt, mit Bafög allein kann ich Wohnung + Studium + Ratenzahlungen nicht stemmen. Also hätte sich das Studium erledigt, ALG II-Antrag wär der nächste Schritt und ebenso die Privatinsolvenz. Mit Bafög/Studienkredit-Rückzahlungen käme ich auf rund 20.000 € Schulden.

Eine sofortige Festanstellung halte für unwahrscheinlich, da ich kurz nach meiner Ausbildung (Kauffrau für Bürokommunikation) mit Anfang 20 arbeitslos wurde und mein Lebenslauf sich danach so liest: arbeitslos - Nebenjob - angefangen Abitur nachzumachen - abgebrochen wegen Therapie - Abi nachgeholt - Studium angefangen - Studium abgebrochen. Nicht eben optimal, wenn man seit Jahren aus dem Beruf raus ist und ohnehin nicht viel Berufserfahrung hat.
Ich halte es aber schon für möglich, einen Nebenverdienst auf die Reihe zu kriegen (putzen, an der Kasse sitzen, im Klamottenladen aushelfen - alles schonmal gemacht), damit ich zumindest einen Teil meiner Schulden begleichen kann.

An dieser Stelle weiß ich nicht, ob die Neuregelung mit Schuldenfreiheit nach 3 Jahren bei Rückzahlung von 35 % + Verfahrenskosten für mich greifen würde, das Gesetz tritt ja erst 2014 in Kraft?
Jedenfalls wär dies die eine Möglichkeit. Neben den Maßnahmen vom JobCenter würd ich an meinen Sprachkenntnissen feilen (Englisch fließend, Französisch und Spanisch lern ich seit 'nem halben Jahr) und darauf hoffen, dass ich zumindest 'irgendeinen' Job kriege und relativ schnell schuldenfrei bin.

Falls sich die Gerichtsvollzieherin drauf einlässt, gäbe es auch noch die Alternative, dass ich eine Ratenzahlung von 200 € monatlich für die derzeit eingeforderten 3.000 € anbiete ohne Abgabe der Vermögensauskunft.
(Zur Klärung: Fast 13.000 € ist der Studienkram, der ja im Augenblick noch nicht fällig ist, die restlichen 4.000 € offene Krankenkassenbeiträge.)
Ich könnte das Studium fortsetzen, würde aber natürlich weiter Schulden machen durch Bafög & Co. Wenn alles gut läuft, bin ich dann in 4 Jahren + Referendariatszeit gutverdienende Lehrerin und kann die Studienschulden bezahlen. Allerdings hab ich auch Angst, da ich nun das zweite Mal in Therapie bin und das genaue Krankheitsbild nicht feststeht. Depressionen, ja, aber auch ADHS steht zur Debatte. Falls mich kurz vor Studienende nochmal was derbe aus der Bahn wirft und ich dann ohne Abschluss und mit noch mehr Schulden dastehe ...  :dntknw:
Großer Haken ist außerdem das Bafögamt, das letztes Jahr erst nach 8 Monaten gezahlt hat, da sie völlig überfordert waren mit der Antragsflut. Auch dieses Jahr kann ich nicht sicher sein, dass das Geld pünktlich kommt und ich somit nicht in Verzug komme mit der Ratenzahlung.

Das sind so die Wege, die ich gerade vor mir sehe. Privat Geld leihen ist keine Option, meine Familienverhältnisse sind als eher schwierig zu beschreiben.

Bin für jede Hilfe in Form von Beiträgen dankbar.
Viele nächtliche Grüße, Goldmarie
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Goldmarie

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Re: PI oder nicht, das ist hier die Frage
« Antwort #1 am: 06. August 2013, 17:32:03 »

Über 100 Aufrufe, aber keinerlei Reaktion. Na gut, vielen Dank für nix.
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Feuerwald

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Re: PI oder nicht, das ist hier die Frage
« Antwort #2 am: 07. August 2013, 10:15:44 »

Lebensplanung.

Was ist Ihnen Ihr Studium wert? Halten Sie es durch? Wie sind dann die Berufs- und Einkommenschancen?

Sie können mit dem GV versuchen eine Ratenzahlung auszuhandeln (12 Monate ist seit dem 01.01.2013) machbar.

Dann läuft Ihr Studium weiter. Ggf. mit Nebenjob?

Sorgen hätte ich wegen den Beitragsrückständen bei der Krankenkasse. Sind derzeit noch voll Krankenversichert?

Die Neuregelung (35% in 3 Jahren) greift erst für Insolvenzverfahren ab dem 01.07.2014.




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