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Autor Thema: Wer weiß Rat  (Gelesen 1741 mal)

Taucher

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Wer weiß Rat
« am: 15. Juli 2008, 13:13:24 »

Hallo an alle,

ich befinde mich in einer ziemlich aussichtslosen Situation zwecks Schulden und bin für jeden ernsthaften Rat dankbar.
Ich habe in meiner Jugend mit 17 mal Mist gebaut und wurde wegen Körperverletzung verurteilt und habe seid dem ewig viele Schulden.
Um genau zu sein habe ich ca. 20.000€ bei der AOK wegen Krankenhauskosten, ca. 20.000€ wegen Schmerzensgeld und ca. 5000€ Anwaltskosten.
Dazu kommt noch, dass ich eine Tochter habe wo zusätzlich Unterhaltsrückstände von ca. 20.000€ vorhanden sind. Dieser hat sich soweit aufgestaut, weil ich vor Jahren an Krebs erkrankte und bis vor kurzem Arbeitsunfähig war und kein Einkommen hatte. Ich habe einen Behindertenausweis mit dem Grad 50 weil mir mehrere Organe fehlen.
Der Beschluss zwecks Unterhaltszahlungen kam damals raus als ich im Krankenhaus war (seltsame Geschichte, tut jetzt aber nichts zur Sache), und ein erneuter Widerspruch beim Landgericht blieb ohne Wirkung.

Ich habe mittlerweile wieder eine Arbeit gefunden die ich trotz meiner körperlichen Einschränkungen(Körperlich keine Anstrengung mehr) ausführen kann.

Jedoch läuft mittlerweile eine Unterhaltspfändung wegen UVG, und ich zahle nebenbei Unterhalt und versuche kleine Raten an die anderen Gläubiger zu bezahlen. Die AOK gibt sich mit den Zinsen (70€/Monat) vorerst zufrieden, aber der Anwalt von damals läßt sich auf keine Verhandlungen ein, so dass ich demnächst mit der nächsten Pfändung rechnen kann.
Sollte dies so sein, dann wird das mein letzter Arbeitstag sein, weil mir dann schlicht weg einfach nicht mehr genug bleibt.

Da Straftatschulden auch in Frankreich nicht erlassen werden, bin ich mit meinem Latein am Ende und weiß nicht wie es weitergehen soll. Denn hier bzw. in meiner jetzigen Situation werde ich hier nicht mehr glücklich, denn die Privatinsolvenz zieht ja bei Straftatschulden nicht, auch wenn die Meinungen der Anwälte da unterschiedlich sind, ebenfalls wie bei Unterhaltsrückständen. Und laut Gericht ist die Auskunft so, das es möglich wäre, jedoch unwahrscheinlich ist.

Hat irgendwer einen guten Rat für mich der mir ewiterhelfen kann?
Auswandern ist mir noch in den Sinn gekommen, aber ich kann mich nicht einfach mal so durcharbeiten und jede Arbeit machen wegen meiner Gesundheit, so dass dies wohl flachfällt...
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ThoFa

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Re: Wer weiß Rat
« Antwort #1 am: 17. Juli 2008, 11:23:50 »

Hallo,

Unterhalt ist (noch) von der Restschuldbefreiung erfasst, dies wäre also nicht das Problem.

Nur der Rest unterliegt nicht der RSB. Somit ist ein Insolvenzverfahren zumindest nicht völlig schuldbefreiend. Bei 20T€ Schmerzensgeld haben Sie aber auch ganz schön hingelangt.  :whistle:

Meine Empfehlung wäre dennoch das Insolvenzverfahren. Damit werden Sie zumindest den Unterhalt los. Sie müssen allerdings damit rechnen, dass Ihnen die Verfahrenskosten nicht gestundet werden und Sie eine  Vorschuss (ca. 2.5000,00 €) leisten müssen.
Vielleicht haben Sie Glück und die anderen Gläubiger melden Ihre Forderungen nicht aus unerlaubter Handlung an. Mit einem Insolvenzverfahren hätten Sie zumindest mal sechs Jahr Ruhe mit Pfändungen.

MfG

ThoFa
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lucca_m

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Re: Wer weiß Rat
« Antwort #2 am: 17. Juli 2008, 11:34:54 »

thofa meint sicher 2.500,- Verfahrenskosten.
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Taucher

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Re: Wer weiß Rat
« Antwort #3 am: 17. Juli 2008, 13:00:21 »

Das Schmerzensgeld ist ja nicht das Einzigste, es kommen ja auch noch die Krankenhauskosten und Anwaltskosten dazu die ja nicht mit in die Insolvenz mitreinfallen.
Nun, wenn ich sage das ich nicht zu recht verurteilt wurde dann hilft mir das heute ja auch nicht weiter, denn die Verurteilung steht nun mal seid damals.
Ich habe mir auch schon überlegt in die Privatinsolvenz zu gehen um eine Zeit lang Ruhe zu haben, aber das ist auf Dauer leider kein Zustand. Denn dadurch kann ich die anderen Gläubiger nicht mehr bezahlen bzw. bei denen ist die Pfändungsgrenze ja niedriger als normal, so dass mir im Monat vielleicht 800€ bleiben würden. Und nach der Insolvenz würde sich da nichts verändern weil ja immer noch ne Menge Ansprüche bestehen würden, und das Jahrzehntelang.
Das ist ja kein Leben mehr wenn man gar kein Ende mehr in Aussicht hat.
Umschuldung geht leider auch nicht mit Vergleichsangeboten, denn zum einen sind die Kreditkosten viel zu Hoch, und zum anderen ist das ja so, wenn die Banken schon Unterhaltsverpflichtungen hören, dann kann ich gleich wieder nach Hause gehen. Denn Unterhalt hat vor allem Vorrang.

Gibt es irgendwelche Lösungen in die Richtung Auswandern? Also nicht Untertauchen, sondern Auswandern, so dass ich meinen Verpflichtungen hier nachkommen kann, jedoch die Pfändungsgrenzen in einem Land schlicht weg höher sind, und somit das Leben einfach noch Lebenswert ist?

Denn hier in Deutschland... wenn ich dann HarzIV empfangen würde anstatt arbeiten zu gehen, dann würde sich nicht sonderlich viel für mich ändern, finanziell gesehen zumindest.

Gibt es irgendwo fertige Vordrucke für Vergleichsangebote, denn dann werde ich das einfach mal versuchen. Zu verlieren habe ich ja nichts...
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