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Autor Thema: Scheidung und Schulden?  (Gelesen 24579 mal)

barsino

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Scheidung und Schulden?
« am: 30. November 2022, 17:05:23 »

Hallo,
ich habe mich die letzten Jahre im Glücksspiel verloren. Das war ein großer Fehler, dessen bin ich mir inzwischen bewusst und ich versuche zurzeit, alles zu regeln und aufzufangen, was noch geht. Als meine Sucht herauskam, hat sich meine Frau von mir getrennt. Nicht, weil sie damit nicht umgehen könnte, sondern vielmehr, weil ich sie über Jahre hinweg angelogen habe. Auch, wenn ich der Meinung bin, dass "in guten wie in schlechten Zeiten" damit zu einer leeren Floskel verkommt, gönne ich ihr ihr Glück ohne mich und möchte ihr dabei keine Steine in den Weg legen. Das bringt mich jedoch zu zwei Fragen: 1. Werden im Zuge der Scheidung nicht nur ihr Vermögen, sondern auch meine Schulden auf uns beide aufgeteilt? Sie kann nichts für meine Probleme, ich möchte sie damit wirklich nicht noch finanziell belasten. Kann ich das irgendwie verhindern? 2. Was, wenn ich mir keine Scheidung leisten kann? Ich weiß nicht genau, wie teuer das wird, aber ich bin Tag für Tag froh, wenn ich mir eine warme Mahlzeit leisten kann. Geld für einen Anwalt habe ich echt nicht. Muss sie dann meine Kosten mit tragen? Danke für eure Hilfe.
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Housefrau

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Antw:Scheidung und Schulden?
« Antwort #1 am: 09. Februar 2023, 11:09:14 »

Hallo,
ich habe mich die letzten Jahre im Glücksspiel verloren. Das war ein großer Fehler, dessen bin ich mir inzwischen bewusst und ich versuche zurzeit, alles zu regeln und aufzufangen, was noch geht. Als meine Sucht herauskam, hat sich meine Frau von mir getrennt. Nicht, weil sie damit nicht umgehen könnte, sondern vielmehr, weil ich sie über Jahre hinweg angelogen habe. Auch, wenn ich der Meinung bin, dass "in guten wie in schlechten Zeiten" damit zu einer leeren Floskel verkommt, gönne ich ihr ihr Glück ohne mich und möchte ihr dabei keine Steine in den Weg legen. Das bringt mich jedoch zu zwei Fragen: 1. Werden im Zuge der Scheidung nicht nur ihr Vermögen, sondern auch meine Schulden auf uns beide aufgeteilt? Sie kann nichts für meine Probleme, ich möchte sie damit wirklich nicht noch finanziell belasten. Kann ich das irgendwie verhindern? 2. Was, wenn ich mir keine Scheidung leisten kann? Ich weiß nicht genau, wie teuer das wird, aber ich bin Tag für Tag froh, wenn ich mir eine warme Mahlzeit leisten kann. Geld für einen Anwalt habe ich echt nicht. Muss sie dann meine Kosten mit tragen? Danke für eure Hilfe.

Hallo Barsino, ich kann dich so gut verstehen. Ein Freund von mir hat das gleiche Problem. Er war drei Monate stationär und dann Tagesklinik, aber so richtig funktioniert es immer noch nicht. Finaziell sieht es auch nicht gut aus. Die Onlinezahlungen auf den Kontoauszügen sind immer noch zu viele. Zu 1: Soweit ich weiß, werden die Schulden bei einer Scheidung nicht automatisch aufgeteilt. Es kommt darauf an, wer sie aufgenommen hat: Laufen Sie auf dich alleine oder auf beide zusammen? Zu 2: Das ist natürlich ein Problem. Würde es dir helfen, in Trennung zu leben, bis du die Scheidung finanzieren kannst? Notfalls geht oft noch ein schufafreier Kredit, wenn du schon zu viel in den Miesen bist. Erstmal klaran Tisch machen, hilft ja auch psychisch ein bisschen. Noch ein Gedanke: Vielleicht bist du ja auch offziell gar nicht in der Lage Schulden aufzunehmen. Kann man sich das nicht auch vom Arzt bescheinigen lassen, dass man keine Verträge usw rechtskräftig abschließen darf? Ich würde meinen, dass du da vielleicht eine Chance auf Schuldenerlass hast.
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Housefrau

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Antw:Scheidung und Schulden?
« Antwort #2 am: 10. Februar 2023, 10:03:53 »

Hallo,
ich habe mich die letzten Jahre im Glücksspiel verloren. Das war ein großer Fehler, dessen bin ich mir inzwischen bewusst und ich versuche zurzeit, alles zu regeln und aufzufangen, was noch geht. Als meine Sucht herauskam, hat sich meine Frau von mir getrennt. Nicht, weil sie damit nicht umgehen könnte, sondern vielmehr, weil ich sie über Jahre hinweg angelogen habe. Auch, wenn ich der Meinung bin, dass "in guten wie in schlechten Zeiten" damit zu einer leeren Floskel verkommt, gönne ich ihr ihr Glück ohne mich und möchte ihr dabei keine Steine in den Weg legen. Das bringt mich jedoch zu zwei Fragen: 1. Werden im Zuge der Scheidung nicht nur ihr Vermögen, sondern auch meine Schulden auf uns beide aufgeteilt? Sie kann nichts für meine Probleme, ich möchte sie damit wirklich nicht noch finanziell belasten. Kann ich das irgendwie verhindern? 2. Was, wenn ich mir keine Scheidung leisten kann? Ich weiß nicht genau, wie teuer das wird, aber ich bin Tag für Tag froh, wenn ich mir eine warme Mahlzeit leisten kann. Geld für einen Anwalt habe ich echt nicht. Muss sie dann meine Kosten mit tragen? Danke für eure Hilfe.

Hallo Barsino, ich kann dich so gut verstehen. Ein Freund von mir hat das gleiche Problem. Er war drei Monate stationär und dann Tagesklinik, aber so richtig funktioniert es immer noch nicht. Finaziell sieht es auch nicht gut aus. Die Onlinezahlungen auf den Kontoauszügen sind immer noch zu viele. Zu 1: Soweit ich weiß, werden die Schulden bei einer Scheidung nicht automatisch aufgeteilt. Es kommt darauf an, wer sie aufgenommen hat: Laufen Sie auf dich alleine oder auf beide zusammen? Zu 2: Das ist natürlich ein Problem. Würde es dir helfen, in Trennung zu leben, bis du die Scheidung finanzieren kannst? Notfalls geht oft noch ein schufafreier Kredit, wenn du schon zu viel in den Miesen bist. Erstmal klaran Tisch machen, hilft ja auch psychisch ein bisschen. Noch ein Gedanke: Vielleicht bist du ja auch offziell gar nicht in der Lage Schulden aufzunehmen. Kann man sich das nicht auch vom Arzt bescheinigen lassen, dass man keine Verträge usw rechtskräftig abschließen darf? Ich würde meinen, dass du da vielleicht eine Chance auf Schuldenerlass hast.

Wie sieht es denn aktuell bei dir aus? Hat sich an deiner Situation irgendetwas verändert?
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barsino

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Antw:Scheidung und Schulden?
« Antwort #3 am: 05. März 2023, 17:50:15 »

Hallo, lieb dass du helfen wolltest und noch einmal nachfragst. Ich glaube, mir rückwirkend Geschäftsunfähigkeit bescheinigen lassen, geht nicht mehr. Ganz sicher bin ich mir da aber nicht. Nur dann würden das doch auch andere Spielsüchtige machen, oder?
Was die Scheidung angeht, konnte ich mich mit meiner Frau glücklicherweise weitgehend außergerichtlich einigen. Nur sie beauftragt einen Anwalt und trägt die Kosten dafür (vorerst) auch allein. Wenn ich irgendwann wieder zahlungsfähig bin, werde ich ihr hoffentlich einen Teil zurückzahlen können. Meine Schulden habe ich selbst aufgenommen, dafür muss sie nicht gerade stehen, sagt ihr Anwalt. Das beruhigt mich sehr.
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Housefrau

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Antw:Scheidung und Schulden?
« Antwort #4 am: 14. März 2023, 09:05:38 »

Hallo, das Thema ist mir privat nicht unbekannt. Ich glaube, es hilft, wenn du offen damit umgehst. Ich hatte gelesen, wenn bei Schulden eine partielle Geschäftsunfähigkeit medizinisch belegt werden kann z.B. durch Spielsucht, dann wäre in Deutschland der Vertrag mit dem Glücksspielanbieter als nichtig anzusehen. Da müsstest du vielleicht mal einen Arzt sprechen, ob das auch rückwirkend möglich ist. Wenn du dich mit deiner Frau außergerichtlich einigen konntest, ist das doch schon mal super. Natürlich ist es fair, dass sie nicht für deine Schulden aufkommen muss. Notfalls kannst du immer noch Privatinsolvenz anmelden. ich weiß jetzt nicht, wie hoch deine Schulden sind, aber ich kann gerne mal fragen, wie mein Bekannter das damals gemacht hat.
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