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Autor Thema: Vergleich oder PI? ~sorry lang~  (Gelesen 1168 mal)

Planlos

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Vergleich oder PI? ~sorry lang~
« am: 28. August 2009, 15:05:53 »

Halli Hallo,

Ich dachte ich weiß schon genau wohin der Weg führt, aber nun muss ich doch noch einmal um Eure Hilfe bitten, will nicht die falsche Entscheidung treffen. PI oder Vergleich?  :rougi:

Ich habe ja schon so viel erfahren hier über die Suchfunktion und war daher schon gut gewappnet als es zur Schuldnerberatung ging. Der gute Mann hat nun seine Arbeit begonnen und ich hatte mich hier schon mal darüber ausgelassen, das er schon einige falsche Auskünfte gegeben hat und es auch nicht so wirklich „schnell“ voran geht.
Mein Mann und ich sind beide auf dem Weg ins private Insolvenzverfahren, ich habe ein paar Gläubiger mehr als er insgesamt ca.16 Gläubiger (einige doppeln sich aus gemeinsamen Verträgen).
Wir sind beide voll berufstätig und haben keine unterhaltspflichtige Person (leider noch nicht), arbeiten Vollzeit.

Beim ersten Gespräch, Unterlagen abgeben, meinte er er wird einen Vergleich anbieten, auf Basis monatlicher Raten, da bei uns ja auch etwas zu pfänden wäre und wir müssen vielleicht gar nicht in die Insolvenz.

Während er so in 8-10 Wochen die Briefe an die Gläubiger tippte, trudelte bei mir der erste Pfändungs- und Überweisungsbeschluss ein (mein Mann wurde sofort raus genommen als unterhaltspflichtige Person, durch eigenes Einkommen), gekoppelt an meinen Arbeitgeber und mein Girokonto. War ja durch das Forum hier gut gewappnet, bekam mein Geld nach einem Besuch und Beschluss vom Amtsgericht recht schnell ausgezahlt. Pfändung also ab Gehalt Juli.
Telefonische Nachfrage bei ihm nach dem Stand der Dinge, in dem mein Mann ihm von dem Beschluss erzählte und das es bei ihm wohl im August so weit sei, meinte er dann plötzlich na dann aber schnell in die Insolvenz, von einem Vergleich keine Rede mehr.

Nun rief er an und meinte wieder etwas von einem Vergleich, bei uns wären rund 300 Euro pfändbar (naja es ist etwas mehr aber egal) und er würde den Gläubigern gesamt nun 270 Euro anbieten, weil wir ja nicht so viele Gläubiger hätten. Mein Mann fragte ihn dann, ob er wirklich unsere Akte hat denn es wären ja ca. 16 Gläubiger. Darauf war er wohl wieder etwas verwirrt und meinte naja wir müssen mal abwarten.  :gruebel:

Also mal angenommen es würde ein solcher Vergleich zu Stande kommen können, ich glaube damit würden wir in unserem speziellen Falle ein unnötiges Risiko eingehen.

Wenn ich in der PI bin und an meinen wirtschaftlichen Verhältnissen, also an der pfändbaren Summe ändert sich etwas, wird das ja automatisch angeglichen und den Rest "erledigt" die RSB.
Schließe ich aber einen Vergleich, muss ich diesen doch auf jeden Fall einhalten, oder?
Also mal angenommen wir bekommen doch noch ein Kind, der Pfändungsfreibetrag steigt, oder man wird berufsunfähig (Gott bewahre, aber wer kann schon 6 Jahre in die Zukunft sehen) und laut PI müsste man gar nichts mehr zahlen, dann hat man sich mit einem Vergleich doch angeschmiert!?
Im schlimmsten Fall fängt dann die PI doch an und das vielleicht erst mit einigen Jahren Verzögerung, oder?

Mir ist nicht so ganz klar, wo die Motivation hier für einen Vergleich liegen sollte? Wenn man finanziell mit dem Vergleich unter der Pfändung liegen würde für die nächsten 6 Jahre ok, wäre ne Motivation, aber es bleibt das Restrisiko, das sich diese Summe durch Kind oder Jobverlust ändern könnte.
Liegt der Vergleich ungefähr ähnlich wie die Pfändung in der PI, sehe ich die Motivation noch weniger. Die Bonität ist eh im Eimer, EV haben wir beide abgegeben.
Dazu muss ich noch sagen eine Pfändung ist ja jeden Monat angepasst, also flexibel, denn mein Mann verdient, im Gegensatz zu mir, in jedem Monat anders. Bekommt er mal weniger Schichten, wird krank, hat Urlaub o. ä. verdient er sofort weniger, durch Wegfall der steuerfreien Nachtzuschläge sinkt sein Einkommen dann auch mal schnell unter die Pfändungsgrenze. Auch aus diesem Grund erscheint mir ein Vergleich nicht sinnvoll.

Vielleicht übersehe ich aber auch etwas Entscheidenes?

Es geht mir nicht darum hier billig bei weg zu kommen, wir arbeiten beide stehen zu den Schulden und werden diese auch abbezahlen (Laut Rechnung wird die RSB nicht so dolle sein müssen, wenn sich nichts ändert an den Finanzen). Aber ich will es natürlich nicht noch schlimmer machen…

Vielen Dank schon mal und liebe Grüße Planlos
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rookie

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Re: Vergleich oder PI? ~sorry lang~
« Antwort #1 am: 28. August 2009, 15:20:54 »

Ein Vergleich ist allemal besser als eine Insolvenz, klar,  aber die Gläubiger lassen sich da meist ( wenn überhaupt ) nur auf angemessene Einmalzahlungen ein....also brauchst Du Bares für einen solchen Vergleich um die Gläubiger zu befriedigen......

Und du brauchst auch die Zustimmung aller zum mitziehen.
Lehnt auch nur einer ab ist es Essig damit.

Bei 16 Gläubigern habe ich da so meine Bedenken.

So ist mein Wissensstand.

Hier nochwas zum nachlesen :

http://www.akademie.de/private-finanzen/ueberschuldung-und-verbraucherinsolvenz/tipps/ueberschuldung-und-verbraucherinsolvenz/glaeubigervergleich-oder-verbraucherinsolvenz.html
« Letzte Änderung: 28. August 2009, 15:28:31 von rookie »
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Planlos

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Re: Vergleich oder PI? ~sorry lang~
« Antwort #2 am: 28. August 2009, 16:40:04 »

Ein Vergleich ist allemal besser als eine Insolvenz, klar...

Ja das war ja genau die Frage die habe, warum sollte das in unserem speziellen Falle besser sein. Besser bedeutet für mich, das ich einen Vorteil hätte, aber ich sehe nur Nachteile, die zumindest theoretisch auftreten können.
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teute

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Re: Vergleich oder PI? ~sorry lang~
« Antwort #3 am: 29. August 2009, 17:43:23 »

hallo
aussergerichtliche einigung ist äußerst selten.
wenn eine bank dabei klappt das fast nie.
war bei mir so und hier oft auch so.

am besten ist die PI da ist man auf der sicheren seite.

teute
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