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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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Autor Thema: Insolvenz bei Beamtin  (Gelesen 1874 mal)

Engel7815

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Insolvenz bei Beamtin
« am: 20. Januar 2010, 10:51:29 »

Hallo!

Ich bin neu hier und hoffe ihr könnt mir ein wenig weiterhelfen!

Durch die Trennung von meinem Mann bin ich in die Schulden geraten. Habe mehrere Ratenkredite aufgenommen und konnte dann innerhalb kürzester Zeit diese nicht mehr begleichen. Meine Schulden belaufen sich nun auf 30 000 Euro (Versicherungsbeiträge, diverse Kredite, GEZ, Arztrechnungen...)
Ich wollte aus beruflichen Gründen die Privatinsolvenz vermeiden und habe daher bei mehreren Kreditinstituten wegen eines Kredits nachgefragt (mein monatl. Verdienst mit Kindergeld und Kindesunterhalt ist 2200 Euro), aber wegen negativer Schufa und fehlenden Sicherheiten erhielt ich überall Absagen. Die eidesstattliche Versicherung habe ich auch schon abgegeben.
Es gibt wohl "Schuldenbereinigungsfirmen" aber woher weiß ich welche nicht reine Abzocke sind?? Wenn jemand mit sowas positive Erfahrungen gemacht hat, bitte melden!!

Wie hoch wäre die Pfändungsfreigrenze für mich und meine beiden Kinder (5 und 10 Jahre alt). Ich lebe mit den Beiden alleine.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, bei der Schuldnerberatung ist erst im März ein Termin frei und zum Anwalt möchte ich ungern gehen wegen der  Kosten...

Vielen Dank schon mal!
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meanmachine

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Re: Insolvenz bei Beamtin
« Antwort #1 am: 20. Januar 2010, 13:01:18 »

 :hi:
Moin,
Welcom to the club
 
Kindergeld u Kinderunterhalt werden nicht als Einkommen gerechnet.

Kindergeld ist in der Regel unpfändbar.
Kinderunterhalt  bis zur Höhe:Düsseldorfer Tabelle, auch unpfändbar.
Sollte ein Gläubiger besonderst dreist sein u eine Kontopfändung machen,musst du das innerhalb von 7 Tagen nach Überweisung reagieren.

Schuldenbereinigungsfirmen:FINGER WEG.  :nono:

Wie hoch wäre die Pfändungsfreigrenze für mich und meine beiden Kinder (5 und 10 Jahre alt). Ich lebe mit den Beiden alleine.
55.01 Euro bei 1700 Nettoverdienst.Kannst auch hier links:Pfändungstabelle,anklicken.

Warte bis März und arbeite schon mal vor für die Schuldnerberatung.
                                                              :thumbup:
Gruss
mean.......


« Letzte Änderung: 20. Januar 2010, 13:38:20 von meanmachine »
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derOZ

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Re: Insolvenz bei Beamtin
« Antwort #2 am: 20. Januar 2010, 14:07:43 »

Hallo Engel7815,

willkommen im Club. Ich, selbst Beamter / verbeamtet, habe einen stattlichen Schuldenberg von etwas über 60.000€ angesammelt.
Ich habe mich und fast auch meine kleine Familie damit fast ruiniert.
Ganz grob wie es dazu kam:
Meine Frau hat in die Ehe eine Eigentumswohnung mitgebracht. Diese Wohunung ist ein Teil eines Dreifamilienhauses. Wohnung im Obergeschoss gehöhrt meinem Schwager, die Mitte den Schwiegereltern und die Erdgeschoßwohnung gehörte meiner Frau.
Die Finanzierung der Wohnung wurde gemacht als meine Frau noch in der Ausbildung zur Arzthelferin war. UNFASSBAR - ohne Eigenkapital und mit Lehrgehalt - Mittlerweile verdient meine Frau ca. 1500€ in Teilzeit wg. Kind. Die ganze Finanzierung war von Anfang an ein Minusgeschäft (Soll heißen das Geld hat zum Leben nach Aubzug von allem nicht wirklich gereicht). Da Sie aus beruflichen Gründen die Wohnung noch nichteinmal selbst bewohnt hat (Wohn- und Arbeitsort einfacher Weg 560Km) war auch noch Miete für die Wohnung am Arbeitsort fällig. Ich weiß bis heut nicht wie sie das alles gemacht hat. Aber egal. Irgendwann kam ich ins Spiel und da meine Frau was finanzielle Dinge angeht schon sehr gebeutelt war / ist, wollte ich sie mit diesem Thema nicht auch noch unnötig belasten. Ich habe also ohne meiner Frau davon zu erzählen Kredite aufgenommen und die Banken haben fleißig zugestimmt.
Die folge daraus ist das ich nicht mehr in der Lage war und bin das Alles zu stemmen.
Offene Forderungen von Gläubigern, Mahnungen, etc. waren die Folge.
Ich selbst wollte mir und schon erst recht nicht vor meiner Frau die ganze Situation eingestehen. Doch es kam wie es kommen mußte.
Irgendwann hat sie alles rausbekommen und ich kam mir wie der letzte  Arsch vor (Verzeihung die Wortwahl). Aber es half ja nichts und nun mußte ich nicht nur meine Schulden begleichen sondern auch noch meine Familie retten! Das habe ich toll hinbekommen  :sad: !!!
Nun war also guter Rat teuer.
Nach Aussprache mit meiner Frau und Versöhnung, war der erste Schritt mir bei einer anderen Bank ein Girokonto auf Guthabenbasis zu eröffnen, damit meine alte Bank nicht plötzlich mein Konto wegen Überziehnung kündigt.
Der zweite Schritt und nun komme ich endlich auf Deine Frage, war der Gang zu einer Schuldnerberatung.
Hier gibt es dann verschiedene Möglichkeiten, entweder Du nutzt die carikativen Einrichtungen, oder Du suchst im Internet nach Schuldnerberatungen die anerkannt und zugelassen sind.
Nachteil -ist sie kosten Geld-;
Vorteil -es geht meist schneller von der Hand-.
Ich persönlich habe nach der Caritas den Weg der kostenpflichtigen Beratung genommen.
Egal wie und eagl welcher Weg, dort wird Dir geholfen, Dein "Finanzielles"Leben wieder in den Griff zu bekommen und zwar komplett.

Bei mir hat es vom ersten Gang bis zum Insolvenzantrag 3 Monate gedauert.
Ich kann wieder etwas beruhigter Schalfen, wie man so schön sagt und es ist wirklich so.

Bleib mit Deinen Ängsten Sorgen und Nöten nicht allein!

Das hier war nur ein sehr kurzer Abriß von dem was alles geschah.

Ich hoffe ich konnte einwenig helfen?!

LG

OZ
« Letzte Änderung: 01. Februar 2010, 16:36:13 von derOZ »
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meanmachine

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Re: Insolvenz bei Beamtin
« Antwort #3 am: 20. Januar 2010, 14:36:59 »

 :hi:
Fast vergessen:

Neues Girokonto auf Guthabenbasis.
Kein Lastschrifteneinzug mehr machen lassen!!!!
Alles zum Fälligkeitsdatum überweisen.
Zum Anfang des Monats alles bar abheben was du nicht mehr brauchst.(Keksdose)
Mit den neuen Kontodaten vorsichtig umgehen.

Nichts mehr zahlen!! Nur das was wichtig ist:Miete,Strom,Telefon usw.

Keksdose besorgen für Bargeldreserven.
« Letzte Änderung: 20. Januar 2010, 14:45:56 von meanmachine »
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