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Autor Thema: Der richtige Weg in die RV ?  (Gelesen 1278 mal)

Timbuli

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Der richtige Weg in die RV ?
« am: 05. Juli 2013, 15:26:39 »

Hallo,
nach Jahren des "Kopf in den Sand stecken", bzw das Ignorierens möchte ich in nächster Zeit einen Antrag auf Regelinsolvenz stellen. Meine Gläubigerliste ist jedoch schon älter, viele Adressen und Namen der Gläubiger haben sich geändert, geschweige die Höhe der Ansprüche, die dürften wohl gestiegen sein.
Da ich keine Lust habe meine 3 Umzugskartons voller Mahnschreiben etc. der letzten 6 Jahre durchzuforsten, möchte ich alle meine Gläubiger anschreiben und um einen aktuellen "Stand der Dinge" bitten.
Was mache ich, wenn ich Gläubiger auf dem normalen Postwege nicht mehr erreichen kann, weil Sie zB. Umfirmiert haben, oder "aufgekauft" worden sind. Nicht jeder hat mir das mitgeteilt. So bekomme ich zB. in letzter Zeit Post von einer Firma, die die "XXXXbank" vertritt, ich jedoch nie mit dieser Bank zusammen gearbeitet habe, somit auch nie irgendwelche Verbindlichkeiten dort entstanden seien könnten.

Für die Hilfe bei meinen ersten Schritten , schon mal ein "Dankeschön"
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HeinoHome

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Re: Der richtige Weg in die RV ?
« Antwort #1 am: 05. Juli 2013, 17:29:01 »

Moin,
ich habe auch 10 Jahre meine Schulden nach Selbständigkeit mit mir rumgeschleppt. Die Gerichtsvollzieher kannte ich alle, der Postbote klingelte regelmäßig und gab "gelbe Post" ab. EV hab ich alle 3 Jahre brav geleistet. Gearbeitet hab ich immer in Vollzeit. Aber geschieden mit 3 Kindern blieb eh nichts für Gläubiger übrig. 2010 hab ich es dann in Angriff nehmen können.
Bei mir waren es nicht 3 Kartons, es waren 6 Umzugskartons voller ungeöffneter Post voll mit Mahnungen, Mahnbescheiden usw.
Um es richtig aufzuarbeiten habe ich sämtliche Post geöffnet, anfangs alphabetisch sortiert, weiter dann nach Gläubigern und abschließend die Post eines jeden Gläubigers chronologisch geordnet. Schließlich hab ich mir einen online Account der Schufa eröffnet und eine Aufstellung schicken lassen (hilft ungemein!).
Nachdem ich alles in eine Excel Tabelle getippt hatte, bin ich mit der Aufstellung zu einer Fachanwältin für Insolvenzrecht gegangen. Für 150 Euronen gab es eine ausführliche ca. 2stündige Beratung. Zum Schluss sagte sie: " Sie haben das alles so gut vorbereitet, den Antrag Kriegen sie alleine hin!". Gesagt... Getan... 2 Wochen später lag mein Antrag auf Eröffnung eines Regelinsolvenzverfahrens beim Amtsgericht Hamburg. 1 Woche später stand die Eröffnung des Verfahrens im Internet.
Mit dem Insolvenzverwalter hab ich wohl richtig Glück gehabt! Die ganzen Schwierigkeiten von denen hier immer wieder berichtet wird habe ich nicht. Ich erledige alles regelmäßigig (1x pro Quartal) per Email und habe immer kompetente, freundliche Ansprechpartner.
Nach 18 Monaten war das Verfahren aufgehoben, seither bin ich in der WVP... Im Mai waren schon 3 Jahre vergangen, damit hab ich die Hälfte schon geschafft :)
Ich habe keine Gläubiger angeschrieben sondern hab das dem Verwalter überlassen. Im Antrag reichen ca. Werte. Einen Gläubiger habe ich vergessen, war alles kein Problem.
Natürlich hab ich mich stets redlich verhalten und nie versucht irgendwelche Gelder zu verheimlichen. Kamen Rückerstattungen, Wasser, Strom usw. hab ich sofort gemeldet. Kleine Beträge so bis 50 Euro konnte ich wegen Nichtigkeit laut des Verwalters behalten. Alles habe ich schriftlich.
Mein Girokonto wurde mir von der Volksbank gekündigt, ich konnte problemlos online ein neues Guthabenkonto bei der Postbank eröffnen. Mehrere persönliche Vorsprechungen bei der Sparkasse, Commerzbank, Haspa scheiterten an ekelhaft arroganten Bankern.

Das Öffnen und Sortieren der Post hilft sehr sich mit dem ganzen Müll der Vergangenheit zu versöhnen und es anzupacken.
Heute geht's mir wieder richtig gut! :)

Viel Glück! Ich Drücke die Daumen!
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Timbuli

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Re: Der richtige Weg in die RV ?
« Antwort #2 am: 05. Juli 2013, 19:13:02 »

@ HeinoHome
Vielen Dank erstmal.
Eine Liste aller Gläubiger habe ich noch von Anfang 2007, also kurz nach dem Ende der Selbständigkeit. Die wurde von einem sog "Fachmann für Insolvenzvorbereitung" (oder wie die sich nennen) erstellt. Leider hat der einige Sachen überlesen, zB 256 € Lohnsteuerschuld für meine Mitarbeiter beim Fin-Amt etc. Vergleiche, oder deren Versuche hat es auch gegeben, zuletzt wurde ein Antrag auf Privatinsolvenz gestellt.Dieser wurde abgelehnt, weil ja Regelinsolvenzpflichtig ! Ich hatte natürlich von gar nichts ne Ahnung, es kam eine zusätzliche Papierflut..., war auch Mental völlig daneben, hab dann angefangen alles ungeöffnet in Kartons zu packen....und war 1000 € ärmer dazu.

Wenn ich also das richtig verstanden habe, reicht diese Liste aus 2007 völlig. Neue Gläubiger sind seitdem nicht auch dazu gekommen.
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