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Autor Thema: Konto gekündigt  (Gelesen 2119 mal)

Miniminchen

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Konto gekündigt
« am: 04. März 2016, 21:13:03 »

Hallo alle zusammen,
ich bin nun ganz neu hier und möchte gerne etwas berichten. Evtl gibt es da ja auch Erfahrungen und Ratschläge.
Mein Insolvenzverwalter denkt sicher auch schon, ich hab ein an der Waffel...
Erstmal der Fragebogen:
a) Regelinsolvenzverfahren (IN) oder Verbraucherinsolvenzverfahren (IK)
IK
b) Status des Verfahrens (beantragt, eröffnet oder geschlossen und in der Wohlverhaltensphase [WVP] )
Eröffnet (15.02.2016)
c) Insolvenzantrag vor oder nach dem 01.07.2014 gestellt?
Danach

Also, fangen wir mal am Anfang an. Am 15.02. wurde mein Insolvenzverfahren eröffnet. Mein Insolvenzverwalter ist der Herr G. Der Herr G. hat direkt per Post bei meiner Postbank um Freigabe meines Kontos gebeten. Bis dahin alles gut. Am 22. ging jedoch eine Zahlung über 14,- ein, welche direkt wieder zurück gebucht wurde. Darauf hin rief ich wieder bei dem Herrn G. und fragte nach, was da nun passiert ist. Er ließ sich von mir die Faxnummer geben und schicke die Freigabe nochmals per Fax an die Postbank. Als dann am 29.02. eigentlich mein ALG2 und mein Gehalt (ich beziehe aufstockend ALG2) hätten kommen müssen und nichts geschah, rief ich bei der Postbank an. Ohne TelefonPIN konnten diese mir jedoch keine Auskunft geben... ok, dann also direkt zur Filiale. Dort mit dem Filialleiter gesprochen, der telefonierte dann und gab mir die Auskunft das die Freigabe noch nicht bearbeitet sei. Er gab mir seine Karte, damit der Herr G. die Freigabe direkt an ihn per eMail schicken konnte und er diese an die zuständige Fachabteilung. Gesagt getan. Am nächsten Tag (01.03) hatte ich dann eine Gutschrift auf meinem Konto, die auch nicht wieder zurück gebucht wurde. Umsatzart war Ausfall Forderung und Betreff "Inso v. 15.02.2016" dahinter meine Kontonummer und "KWCMBF-329". Keiner kann mir sagen was das ist und was es bedeutet. Aber das war erstmal da und mein Konto welches sich dummerweise im Minus befand war zumindest ausgeglichen. An dem Tag kam dann auch mein Gehalt rein, welches direkt storniert wurde. Am 01.03. war ich auch wieder in der Filiale wegen dieser Gutschrift, jedoch war der Filialleiter nicht da, sollte erst am nächsten Tag wieder kommen. Die Mitarbeiter am Schalter hatten sowas auch noch nicht gesehen und konnte es nicht zuordnen. Jedoch versuchte er auf mein Konto zu sehen, konnte jedoch nicht zugreifen. Kontoauszüge ließen sich auch nicht ziehen und als wir versuchten 10,- abzuheben - auch nichts. Gut, sagte man mir, ich solle am nächsten Tag wieder kommen. Ich also am 02.03. wieder zur Bank und oh welch wunder, der Herr hatte Mittags schon Feierabend gemacht. Ich konnte jedoch mit der Vertretung oder so sprechen. Der telefonierte wieder ewig und sagte mir dann, dass eine Kündigung für mein Konto vorgesehen ist und es nicht freigegeben wird. Ich fiel ehrlich aus allen Wolken, da ich keinerlei schriftliche Benachrichtigung über eine Kündigung erhalten hatte.
Ich schaute ja nun täglich mehrmals ins Online-Banking um den Überblick nicht zu verlieren und die Bewegungen, die ich nicht ausgeführt worden, im Auge zu haben.
So, nun befanden wir uns also am 03.03. als ich eine "Überweisung Pfändung" mit dem Hinweis "Lö Giro wg.Inso Sollsaldo 34/16 *mein Name* Postbank" ins Auge fiel und mein Konto somit bis auf 1,88 leer gefräumt war. Damit also wieder zur Postbank und siehe da, der Herr M. war im Hause und nahm sich Zeit für mich. Ich ihn also alles erklärt, was in den letzten Tagen vorgefallen ist und was der Herr S. am Vortag wegen der Kündigung gesagt hätte. Er also wieder telefoniert mit dem Ergebniss "ihr Konto ist aktiv, es ist zur Zeit nur gesperrt. Wir warten auf die Bearbeitung der Freigabe, gekündigt ist es aber nicht". Was es mit dieser Überweisung oder der Zahlung bvom 01.03. auf sich hatte, konnte er mir jedoch auch nicht verraten. Wo kam es her, wo wollte es hin? Wo ist das restliche Geld? Ich fragte ihn, ob ich mir denn nicht besser ein neues Konto besorgen solle, wenn das hier so in der Schwebe steht und man mir keine vernünftige Auskunft geben könne. Worauf seine Antwort war "sie werden eh kein Konto irgendwo bekommen, da Sie ja ein aktives Konto besitzen und man das in der Schufa sehen kann"
So telefonierte ich also wieder einmal mit dem Herrn G. wie auch täglich davor seit dem 29.01. (ich glaube, er macht sich schon Sorgen, wenn ich mich nicht melde und die trauen sich schon gar nicht, meine Akte weg zu räumen...)
Er war empört und schimpfte über die Praktiken der Postbank. Das wäre einfach frech sagte er. Ich sollte mir sofort ein neues Konto besorgen und ihm die Daten zusenden, damit er die Freigabe machen kann. Auch hat der die Umsatzanzeige von mir per eMail erhalten, weil er sich die dubiosen Vorgänge ansehen wollte.
So, kommen wir zum heutigen Tag, der 04.03. Allmorgentlicher Kontocheck: aus technischen Gründen nicht möglich (über die App). Ok, also an den PC: einloggen ging, jedoch bekam ich eine Fehlermeldung: Die gewünschte Funktion steht Ihnen leider nicht zur Verfügung, da Ihnen keine Konten in der Kontoübersicht zugeordnet sind. Okay?!? Also doch gekündigt, obwohl es angeblich nicht gekündigt wurde??? So ging es aber nicht weiter, da ich ja für laufende Zahlungsein- und ausgänge ein Konto benötige.
So bin ich also heute morgen ganz tapfer (trotz der entmütigenden Worte des Herrn M.) und mit viel Zeit (heute freier Tag, dafür morgen ackern) auf die Suche nach einem neuen Konto. Da gibt es nicht viel zu berichten: erste Bank - zack - Kunde. Bankberater den Herrn G. angerufen, ob ich ein Konto eröffnen darf - auf jeden Fall, gebt der Frau ein Konto. Auf dem Weg nach hause also nochmals zur Postbank, war jedoch geschlossen. Versuch einen Auszug zu ziehen - ihre Karte ist für diesen Vorgang nicht zugelassen. Wurde jedoch nicht eingezogen.
Zu hause habe ich dann den Rückrufservice der Postbank in Anspruch genommen: "ich kann ihnen leider nichts sagen, nur das Ihre Karte gesperrt ist und das Post für Sie auf dem Weg ist". Na hoffen wir mal, dass diese Post nicht nur der letzte Kontoauszug ist sondern mal Licht ins Dunkeln bringt...
Momentan bin ich nervlich echt am Ende... ich wusste, es wird hart. Aber momentan fühle ich mich echt schikaniert und es hat etwas von Willkür. Und fast jeder, der irgendwie beteiligt war/ist, sagte sowas wie "das habe ich so noch nie gesehen/erlebt/gehört".
Schonmal danke an die, die es bis hier her geschafft haben und evtl etwas sinnvolles dazu beitragen können. Ich bin ehrlich momentan nur noch fertig mit den Nerven... ich bin ja nun quasi 14 Tage ohne Konto, und ich denke, dass sollte so nicht laufen.
Ich danke euch jetzt schonmal für Tipps und Ratschläge
Eure Miniminchen
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Sannypless

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Re: Konto gekündigt
« Antwort #1 am: 05. Juli 2016, 08:14:37 »



Hallo wie ist der Stand der Dinge.
in meiner vergangener Insolvenz habe ich so was ähnliches erlebt.
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Fairline

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Re: Konto gekündigt
« Antwort #2 am: 28. August 2016, 08:25:22 »

Hallo,

ist das ganze mit einem normalen Konto passiert, oder war es ein P-Konto?
Ein normales Konto ist vor gar nichts geschützt. Ein P-Konto hingegen schon. Selbst wenn Inso beantragt ist, muss der Freibetrag aus §850c jederzeit für Dich zur freien Verfügung stehen. Eine komplette Sperrung des P-Kontos, kenne ich eigentlich nicht. So habe ich es zumindest aus dem Gesetzestext verstanden.
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waldi

Re: Konto gekündigt
« Antwort #3 am: 28. August 2016, 11:06:46 »

In vielen Fällen sperrt die Bank, sobald sie von der Insolvenz erfährt, das Konto solange, bis der Insolvenzverwalter die Verfügungsgewalt klarstellt.
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