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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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Autor Thema: Monatlichen Kosten und Insolvenzverfahren???  (Gelesen 2173 mal)

MissShadow

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Monatlichen Kosten und Insolvenzverfahren???
« am: 01. Juni 2012, 14:54:21 »

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und ich hoffe ihr könnt ein wenig Licht ins dunkel bringen.

Derzeit befinde ich mich in der Eröffnungsphase (nennt man das so?) einer Privaten Verbraucherinsolvenz. Gerade werden von einem Rechntsanwalt alle Gläubiger angeschrieben und der Anwalt meinte, da ich einen enormen Schuldenberg habe wird der Insolvenz nichts im wege stehen. Jetzt heißt es aber erstmal abwarten, was die Gläubiger sagen. Diese wurden vor zwei Wochen alle angeschrieben.

Mir tun sich aber gerade eben noch ein paar Fragen auf.....
Ich darf ja kein eigenes Auto besitzen....tu ich auch nicht........aber ich nutze den Zweitwagen meines Vaters. Die montl. Versicherungskosten (belaufen sich auf 50€ im monat) trage ich. Die Versicherung läuft zwar auch ganz auf meinen Vater, jedoch werden die Beiträge von meinem Konto abgebucht. Mein Vater meint, wenn ich das Auto fahren möchte, muss ich auch die montl. Kosten tragen. Kann ich dadurch Probleme bekommen?

Außerdem wie verhält sich das denn eigentlich mit monatlichen und quartalsmäßigen Belastungen auf dem Konto? Meine beiden Kinder besuchen mehrere Vereine. Mein Sohn spielt Fußball....da zahl ich quartalsweise 20€. Und beide zusammen besuchen eine WingTsun Schule die mich 60€ sowie eine HipHopSchule die mtl 70€ kostet......muss ich meine Kinder nun in den Vereinen abmelden? Oder darf ich die mtl. kosten für Sportvereiene tragen ohne das es bei der Insolvenz Probleme gibt? Viele werden nun sagen, hey....soviel Geld für der Kinder ihrer Vereine....aber das bezahle ich vom Kindergeld.....dafür ist es doch schließlich gedacht. wenn ich als alleinerziehende Mutter ohnehin meinen Kindern nicht viel bieten kann.....warum sollte ich Ihnen nicht dann ihre Hobbys finanzieren....zumal ich das mit deren Kindergeld finanziere? Oder sehe ich das falsch?

Ach ja.....wie gesagt bin ich alleinerziehend.....gehe in Vollzeit arbeiten, liege mit meinem Einkomen aber unter der Pfändungsfreigrenze. Mein Konto bei der Bank wird bereits als P-Konto geführt.....

Hoffe ihr könnt mich ein wenig aufklären, denn den Rechtsanwalt, der sich um meine Insolvenz kümmert, den mag ich nicht unbedingt fragen.....der hat mir schon genug Angst gemacht als ich ihn fragte wie es sich mit Zahnarztkosten oder ähnlichem verhält......weiß immer noch nicht wie ich seine Antwort zu verstehen hab  :rougi: aber das steht wieder auf einem anderen blatt.....obwohl....wenn ich schon dabei bin euch zu löchern  :wink:

Ich befinde mich gerade in zahnärztlicher Behandlung. Ich habe eine attestierte Oralphobie, deshalb war ich einige Jahre nicht mehr beim Zahnarzt...gerade bin ich dabei mit viel unterstützung meiner Eltern meiner Angst ein wenig Beine zu machen und bin wie gesagt in Behandlung. Da ich aber so lange nicht da war, mussten bereits 5 Zähne neu geblomt werden....eine Parodontosebehandlung steht diesen Monat an und ich werde zwei Brücken benötigen.
Bezahlt habe ich bis jetzt noch nichts....die Zähne hat er mir aber schon vor gut 2 Monaten geblomt. Dann hat er einen Antrag bei der Krankenkasse eingereicht. Die Rechnung werde ich dann bekommen wenn ich fertig behandelt wurde. So wurde mir das vom Zahnarzt erklärt. Da ich aber mal locker mit 1200 € rechnnen müsste könnte ich das dann auch in Raten bei ihm abbezahlen. Darf ich das denn überhaupt? Sonst lass ich das mal lieber sein mit den beiden Brücken.....und zahle erstmal das was nun schon angefallen ist....  :Oh_no:

Oh Mann.....ich weiß gar nicht was ich noch darf und was nicht........auch die Betreuungskosten für meine Kinder (Hort und Mittagessen) werden ja von meinem Konto abgebucht....was is denn eigentlich damit???

Wie ihr seht bin ich total überfragt mit der ganzen Situation....ich hab solch eine Angst, dass ich in den 6 Jahren irgendwas verkehrt machen könnte.....ich möchte endlich aus diesen Schulden raus......bevor die Schulden irgendwann auf meine Kinder gewälzt werden......

Über hilfreiche Antworten bin ich euch jetzt schon dankbar......
schicke euch sonnige Grüße
MissShadow
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Der_Alte

Re: Monatlichen Kosten und Insolvenzverfahren???
« Antwort #1 am: 01. Juni 2012, 18:53:55 »

Hallo und herzlich willkommen.

Bezüglich des Kfz ist es kein Problem, wenn die Versicherungsprämie von Ihrem Konto abgebucht wird.

Sie dürfen den Zahnarzt auch in Raten bezahlen; ob er das aber mitmacht, wenn Sie insolvent sind, bleibt abzuwarten. Ich würde das vorab mit ihm besprechen. Vielleicht ist es besser, dass Ihnen die Eltern das Geld für den Zahnarzt vorschießen und Sie bezahlen es den Eltern zurück. Die Zahnarztbehandlung abbrechen würde ich aber eher nicht, solange der Zahnarzt bezahlt werden kann.

Wenn Sie jetzt für das Insolvenzverfahren planen, sollten Sie überlegen,

a) warum bin ich überschuldet und
b) kann ich mir mit meinem Gehalt alles das leisten, was ich bisher gezahlt habe.

Dabei meine ich auch die Ausgaben für die Kinder.
Gerade der Antrag auf Insolvenz bietet die Gelegenheit, sein Ausgabeverhalten einmal kritisch zu hinterfragen und eine knallharte Rechnung aufzumachen, ob man wirklich alles vom Gehalt monatlich bezahlen kann. Denn eins ist sicher: In den nächsten sechs Jahren gibt es keinen Dispo, keinen Kredit oder ähnliches, auf das man ungewöhnliche Ausgaben (Kfz-Reparatur, neue Waschmaschine etc) abstützen kann. Das muss man irgendwie zusammensparen. Und bitte nicht vergessen, auch so etwas wie eine Nebenkostennachzahlung einzuplanen. Im Insolvenzverfahren gibt es auch keine Guthabenerstattung, auf die man sich abstützen könnte. Das wird im eröffneten Verfahren dem Treuhänder ausgezahlt, ebenso die Steuererstattung.
Ich will damit nicht sagen, dass Sie für die Hobbys der Kinder zuviel ausgeben; nur müssen Sie es in die Gesamtkalkulation einbeziehen.

Wenn Sie guten Gewissens ja sagen können, alles ok; wenn nicht, müssen Sie neu überlegen.
Gespeichert
Es grüßt der Alte
 

MissShadow

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Re: Monatlichen Kosten und Insolvenzverfahren???
« Antwort #2 am: 03. Juni 2012, 02:44:38 »

Hallo der Alte....

Vielen Dank erst einmal für die Antwort!!!  :thumbup:

Das mit der Versicherungsprämie fürs Auto ist schon mal sehr beruhigend....den das Auto brauch ich definitiv um auf die Arbeit zu kommen.......
Leider ist es jedoch auch so, wie auch mit den Zahnarztkosten, dass mir meine Eltern da nicht helfen können......was sie ja auch gar nicht sollen......mein Vater ist allein Verdiener......ich habe 3 weitere Geschwister....die jüngste ist gerade wieder mit ihrem Säugling zuhause eingezogen....ohne Einkommen.....da kann ich nicht auch noch neine Eltern um hilfe bitten......
Das werde ich also mit dem Zahnarzt selbst aushandeln müssen.

Wie meine Schulden zusammen kommen, weiß ich leider all zu genau.....dummheit....naivität.....und falscher Stolz.........is ne lange Geschichte.....aber deshalb bin ich ja nicht hier......
Ich bekomme 300ebbes Kindergeld,....die gehen direkt in die Interessen der Kinder......Vereine und ne kleine mtl. Einzahlung auf deren Sparbücher.....oh je......darf ich für die Kids Sparbücher führen????????.....
Das Kindergeld möchte ich auch in Zukunft nicht für mögliche Waschmaschinen oder dergleichen ausgeben......es gehört meinen Kids....und das sollte auch nach Möglichkeit so bleiben.
Steuerrückzahlungen sackt auch der IV ein??? Auch Rückwirkend? Also ich habe gerade meine Steuererklärung für 2010 und 2011 eingereicht....das Insolvenzverfahren läuft noch nicht.....ist gerade in Beantragung......wenn ich nun was zurück bekommen würde, und einen Monat später kommt es zur Eröffnung......was dann?

Lieben Dank nochmal.....und schnen Sonntag
MissShadow
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Der_Alte

Re: Monatlichen Kosten und Insolvenzverfahren???
« Antwort #3 am: 03. Juni 2012, 14:59:56 »

Die Steuererstattung steht ab dem Tag der Eröffnung der Masse zu.
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Es grüßt der Alte
 

elga

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Re: Monatlichen Kosten und Insolvenzverfahren???
« Antwort #4 am: 05. Juni 2012, 14:04:49 »

also das mit den sparbüchern, da würde ich mich nochmal ganz genau erkundigen. laufen die auf deinen namen? wenn ja, dann würde ich die ganz schnell umschreiben lassen, ansonsten ist das geld bei eröffnung weg.

gruß elga

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