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Autor Thema: Wäre ein Inso-Antrag für mich überhaupt sinnvoll?  (Gelesen 1437 mal)

Gudrunita

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Wäre ein Inso-Antrag für mich überhaupt sinnvoll?
« am: 01. Mai 2012, 13:28:49 »

Hallo,

ich habe mich heute bei euch angemeldet, weil ich hoffe, nach einer Zeit in Panik und Verzweiflung wieder handlungs- und entscheidungsfähig zu werden. Bin für jede Hilfe dankbar!

Ich bin Mitgesellschafterin einer GbR. Fragt nicht, warum ich das mitgemacht habe, aber Fakt ist, dass der andere Gesellschafter in den letzten Jahren alle Entscheidungen allein getroffen hat und ich mich dagegen nicht wehren konnte oder nicht konsequent gewehrt habe. Verträge bei Banken musste ich natürlich mit unterschreiben und habe das auch getan :heulen:, alle anderen Verträge habe ich nicht mal gesehen. Es war schon lange unerträglich, aber es war so.

Durch plötzliche sehr schwere Krankheit müssen wir jetzt in die Insolvenz gehen und ich musste Hartz 4 beantragen. Ich weiss, dass hier mitgefangen = mitgehangen gilt und ich voll haftbar gemacht werde. Soweit ich das bisher herausgefunden habe, dient die Insolvenz ja in erster Linie einer möglichen Restschuldbefreiung nach 7 Jahren. Ich habe seit einigen Jahren nebenbei ein Kleingewerbe, was bisher nicht viele, aber ein bisschen Umsätze gemacht hat. Da ich jetzt nicht mehr viele Ausgaben habe, mache ich mittlerweile auch einen bescheidenen Gewinn. (Nicht in den letzten Monaten, weil ich kaum arbeitsfähig war/bin.) Ich möchte jetzt unbedingt versuchen, dieses Unternehmen weiterzuführen, habe aber erfahren, dass der Inso-Verwalter mir das untersagen könnte und ich sowieso während einer Insolvenz fast entmündigt bin. Die Unterstützung durch einen RA in dem Verfahren könnte ich im Moment jedenfalls nicht bezahlen. Und die immer wiederkehrende Panik und Unsicherheit lähmt mich derartig, dass ich mich nur noch in meiner Wohnung verkrieche und es grad mal schaffe, mit dem Hund rauszugehen :sad: :heulen: Es ist dringend notwendig, dass ich die Kraft finde, diesen Zustand zu beenden.

Und jetzt frage ich mich, was eine Insolvenz mir eigentlich bringen würde. Sollte es zur RSB kommen, bin ich in dem Moment über 60 Jahre alt, ich habe weder einen Rentenanspruch noch Vermögen in Aussicht, werde also Zeit meines Lebens sowieso am Existenzminimum leben. Hätte ein Insolvenzverfahren mit dem Risiko, dass ich auch noch die letzte Möglichkeit zu arbeiten verliere, trotzdem einen Vorteil für mich? Ich würde nicht mehr weiterleben wollen, wenn man mir das untersagen würde. Was würde passieren, wenn der andere Gesellschafter einen Inso-Antrag stellt, ich aber nicht?

Wie wird das überhaupt gehandhabt? In meinem Alter ist es ja sehr unwahrscheinlich, dass ich noch eine Festanstellung mit gutem Gehalt finde. Der Ausbau meines Kleingewerbes wäre aber doch eventuell eine Chance, wenigstens wieder auf eigene Füsse zu kommen.

Ich danke euch für eure Hilfe!

Lieben Gruß G.

« Letzte Änderung: 01. Mai 2012, 20:19:52 von Gudrunita »
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Feuerwald

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Re: Wäre ein Inso-Antrag für mich überhaupt sinnvoll?
« Antwort #1 am: 01. Mai 2012, 14:33:21 »

Ich möchte jetzt unbedingt versuchen, dieses Unternehmen weiterzuführen, habe aber erfahren, dass der Inso-Verwalter mir das untersagen könnte

-> Unsinn.


und ich sowieso während einer Insolvenz fast entmündigt bin.

-> Unsinn.
 

Die Unterstützung durch einen RA in dem Verfahren könnte ich im Moment jedenfalls nicht bezahlen.

-> Das ist immer das Problem, man tut alles daran in die Schuldenfalle zu tappen und wenn dann vor dem Scherbenhaufen steht, fehlt es natürlich am nötigen Kleingeld, um das liebe Leben nebst wirtschaftlicher Existenzgrundlage wieder in eine stabile Lage zu bringen. Was ist die Neuordnung eines Lebens wert?


Und die immer wiederkehrende Panik und Unsicherheit lähmt mich derartig, dass ich mich nur noch in meiner Wohnung verkrieche und es grad mal schaffe, mit dem Hund rauszugehen   

-> Umso mehr brauchen Sie Hilfe.


Es ist dringend notwendig, dass ich die Kraft finde, diesen Zustand zu beenden.

-> Richtiger Ansatz.


Und jetzt frage ich mich, was eine Insolvenz mir eigentlich bringen würde.

-> Einen Neubeginn?


Sollte es zur RSB kommen, bin ich in dem Moment über 60 Jahre alt, ich habe weder einen Rentenanspruch noch Vermögen in Aussicht

-> Sie haben aber 6 Jahre Zeit bis zur RSB um a) Ihre wirtschaftliche Lage zu verbessern und b) ggfs. sogar einen Sparstrumpf fürs Alter anzulegen. 


Hätte ein Insolvenzverfahren mit dem Risiko, dass ich auch noch die letzte Möglichkeit zu arbeiten verliere

-> Wer sagt denn so was?


trotzdem einen Vorteil für mich?

-> Ruhe und ein geordnetes Leben mit allen Perspektiven.
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Gudrunita

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Re: Wäre ein Inso-Antrag für mich überhaupt sinnvoll?
« Antwort #2 am: 02. Mai 2012, 14:11:34 »

Danke für die Antwort, Feuerwald! Sie haben schon ganz Recht. Ich bin halt panisch und verzweifelt, sodass mir alles mögliche durch den Kopf geht. Es ist in dieser Situation, wo man kaum a von b unterscheiden kann, auch nicht einfach, die richtige Hilfe zu finden. Ich bemühe mich darum.

LG G.
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