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Autor Thema: Offener Umgang mit der Insolvenz  (Gelesen 1401 mal)

Luniz

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Offener Umgang mit der Insolvenz
« am: 07. Mai 2008, 13:30:22 »

Halli Hallo!

Ich bin mit meiner Insolvenz immer sehr offen umgegangen und habe mich nicht versteckt.
Die Reaktionen darauf waren sehr unterschiedlich, in der Regel aber auch sehr postiv.

Was mich nur wahnsinnig ärgert ist dieser Stempel, den man quasi auf die Stirn gedrückt bekommt:
Betrüger
Preller
Schlechter Mensch
Asozialer
usw.

Ich habe das mehrfach schmerzhaft zu spüren bekommen, wenn ich z.B. etwas per Katalog kaufen wollte:
Nee, nee, wir verkaufen IHNEN schonmal gar nichts!  :angry:  (okay, das wurde immer etwas netter verpackt)

Ich sehe ja ein, daß ich nirgendwo etwas auf Kredit bekomme, aber selbst per Vorauszahlung oder mit Abbuchungsauftrag keine Chance!  :angry:

Das hat mich schon recht arg getroffen, ich kam mir so wertlos vor, so abgeschoben...  :cry:

Aber GsD sind auch nicht alle Versandhäuser so, es gab schon den einen oder anderen, bei denen ich auch noch einkaufen konnte.

Ich bin beruflich sehr eingespannt, daß mir oft nichts anderes übrig bleibt, als per Internet zu bestellen. Auch bin ich auf ein Auto angewiesen und dieser Autokauf war noch eine größere Odysee...

Immerhin hatte ich keine Einbußen in meinem Freundeskreis, wie man es ja nun öfter mal liest - wäre aber auch kein Grund dazu gewesen, ich selbst habe mich ja schließlich nicht verändert  :biggrin:

Aber wenn ich das so von meiner Vorschreiberin lese geht mir echt die Hutschnur hoch. Solange man Anderen das Geld in den Rachen schmeißt kann man sich vor "Freunden" nicht retten, kaum steht einem selbst das Wasser bis zum Hals steht man alleine da  :fuchsteufelswild:

Also, Kopf hoch, jeder Tag bringt Euch dem Ende der Insolvenz näher!!!

Liebe Grüße
Kerstin


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Tatum

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Re: Offener Umgang mit der Insolvenz
« Antwort #1 am: 14. November 2008, 20:08:45 »

Was mich nur wahnsinnig ärgert ist dieser Stempel, den man quasi auf die Stirn gedrückt bekommt:
Betrüger
Preller
Schlechter Mensch
Asozialer
usw.

Hallo Kerstin, ich gehe damit auch offen um (ausser mein AG  :nono:, der is zwar in der SPD, macht aber nur Quotenhasche) und habe bislang noch keine schlechten Erfahrungen gesammelt.
Bei mir läuft - nach verfahrensökonomischen Schwierigkeiten - jetzt alles recht positv.
Null Aktiva und ein super toller Bericht meines TH über mein "Vermögen".

Selbst in der Insolvenzfalle bestehen Möglichkeiten der wirtschaftlichen Stabilisierung und unter Ausschöpfung der sozialstattlichen Leistungen können Entschuldungsverfahren genutzt werden.
Eine private Insolvenz lohnt sich grundsätzlich, wenn kein pfändbares Einkommen da ist  oder aber dein Gesamtbetrag aller Schulden höher ist, als derjenige Betrag, der sich durch hinzuziehen der monatlich pfändbaren Einkommensbeträge nach insgesamt 6 Jahren ergibt.
Denn nach der Frist (Wohlverhaltensphase) von 6 Jahren ist man von allen Schulden durch Gerichtsbeschluss befreit, die zur Zeit der Eröffnung des Verfahrens bestanden haben und die man in diesen sechs Jahren nicht mit den monatlich pfändbaren Beträgen seines Einkommens an den Treuhänder abbezahlen konnte.

Kurzum, eine vorblidliche Sache.
Und die, die heute diesen Schritt nicht wagen oder uns abstempeln, tun es spätestens dann, wenn wir fertig sind.  :biggrin:
Die Zahl der Insolvenzen, egal ob -Privat-oder -Regel, steigt nämlich.

In diesem Sinne. herzlichst Tatum.
« Letzte Änderung: 14. November 2008, 20:12:39 von Tatum »
Gespeichert
♥♥♥ •*´¯)(¯`*• Doch, ich glaube an Engel. Ich kann dir sogar 5 oder 6 zeigen. Flügel haben sie allerdings keine. •*´¯)(¯`*• ♥♥♥
 
 

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