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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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Autor Thema: Tiefpunkt  (Gelesen 1376 mal)

tawi

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Tiefpunkt
« am: 27. Januar 2009, 09:31:20 »

hallo,

irgendwie nimmt diese zeit bis zur restschuldbefreiung kein ende....dabei habe ich den größten teil schon hinter mich gebracht, aber es bleiben immer noch 1 1/2 jahre....

gestern hatte ich wieder einmal einen richtigen tiefgang.... musste in die stadt, sah, wie andere aus den geschäften mit voll bepackten tüten kamen, hätte mir auch gerne mal wieder gerne etwas gekauft, aber es liegt leider nicht drin....

bisher habe ich mir immer gesagt: "das brauche ich im moment nicht, das kaufe ich mir später"....aber dieser 'spruch' widert mich zwischenzeitlich an....

mich würde interessieren, wie ihr, die es geschafft haben, diese zeit der vielen einschränkungen einigermaßen positiv überstanden habt?????

gruß

von einer traurigen tawi






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lucca_m

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Re: Tiefpunkt
« Antwort #1 am: 27. Januar 2009, 12:56:02 »

diese Einschränkungen haben doch mit der RSB nichts zu tun, sondern mit Ihrem Einkommen. Es gibt auch menschen ohne Insolvenz, die nicht einfach mal so sich was gönnen können.

Also bitte nicht immer alles auf die Inso schieben. Sonder das eigene Verhalten anpassen.
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dobberstein

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Re: Tiefpunkt
« Antwort #2 am: 27. Januar 2009, 13:44:08 »

Tawi auch diese Zeit vergeht.
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flutschundweg

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Re: Tiefpunkt
« Antwort #3 am: 27. Januar 2009, 15:20:02 »

Hallo Tawi,

also ich kann dazu nur sagen, das wir in noch keiner Insolvenz sind, uns aber auch nix leisten können.
Ich war schon ewig nicht mehr in der Stadt zum bummeln und einkaufen. Mein Mann und ich schenken uns noch nicht mal
was zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Wir arbeiten von morgens bis abends, 6 - 7 Tage die Woche aber was übrig bleibt nicht.  Der letzte Urlaub war vor 5 Jahren. Alles an Einkommen geht nur zum Rechnungen und Raten zahlen drauf. Also wirklich besser sind wir da auch nicht dran.
Ich denke mal, wenn dieser Druck nicht mehr da wäre, jeden Monat daran denken zu müssen, wie man die ganzen Verpflichtungen nächsten Monat wieder berappen soll, dann dürfte es einem eh schon viel besser gehen. Dieser psychische Druck ist schon imens, immer gucken zu müssen, noch mehr Geld ranzuschaffen, weil ja auch alles teuerer wird.
Vielleicht ein kleiner Tip, wie gesagt, wir haben auch null Geld für irgednwas übrig und haben uns nun überlegt, wie wir mal wieder gemeinsam als Familie was unternehmen können. Wir wollten gerne mal wieder alle zusammen ins Kino gehen.
Wir haben uns alten Kram aus dem Haushalt und Keller gesucht, alte Spielsachen, uralte Playstationspiele und gut erhaltene Klamotten, die wir nicht mehr anziehen und ein paar unnötige Haushaltsartikel die wahrscheinlich jeder irgendwo noch stehen hat und nicht braucht und verkaufen das alles bei Ebay oder Second Hand. Und das was dabei rauskommt, dass nehmen wir dann fürs Kino her, oder falls unser Kind möchte zum Schwimmen gehen. Er darf das entscheiden, weil wir sonst leider auch nicht mehr viel für ihn an Freizeitaktivität bieten können.
Vielleicht kramst auch einfach mal in alten Sachen rum und versuchst ein bischen was loszubekommen, mit dem Ziel, von diesem Geld Dir in der Stadt mal was Schönes zu kaufen. Man darf natürlich nicht den Wert sehen, den die Sachen mal hatten.
Selbst wenn das Zeug nur für 2 Euro weg geht, besser als in einer Ecke rumzugammeln. Und 10 x 2 Euro sind auch 20 Euro und da kann man sich in der Stadt schon was Schönes kaufen, um sich mal zu belohnen.

Ich denke nur so kann es gehen.  Auch in der WVP.

Viele Grüsse
flutschundweg
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MissTraut

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Re: Tiefpunkt
« Antwort #4 am: 28. Januar 2009, 21:03:07 »

Hallo Tawi,

es sind nur noch 18 Monate von insgesamt 72 !!!

Ich verstehe Dich nur zu gut. Mir und ich denke vielen anderen geht es auch so. Aber da hat lucca_m schon geschrieben, das ist nicht unbedingt eine Folge der Insolvenz, sondern viele kraxeln gerade so am Existenzminimum herum, immer gerade einen Schritt vor dem Abgrund und kein Ende in Sicht.

Da sind wir "Insolventen" doch deutlich besser dran. Das Ende ist in Sicht und bei Dir sind es nur noch schlappe 18 Monate.

Ich darf mich noch bis September 2013 auf dieses Ende freuen  :whistle:

Aber schön ist, dass Du dieses Forum nutzt um Dich "auszukotzen" denn danach fühlt man sich doch meistens etwas besser. Das ist gut so   :thumbup:

Denke nicht so oft darüber nach was Du Dir nicht leisten kannst, plane doch lieber für die Zukunft und was Du tun kannst, um diese Ziele auch zu erreichen.

LG
MissTraut
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und du hältst einhundert andere von dir fern.
(Konfuzius)
 

paps

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Re: Tiefpunkt
« Antwort #5 am: 28. Januar 2009, 22:25:11 »

Kuckt irgend einer von Euch auch mal auf die Profile?

Wenn mich nicht alles täuscht, geht tawi mit der RSB auch bald in Rente.
Dann dürfte die Situation eigentlich noch schlechter werden als jetzt.

Aber ich höre das in den vielen Gesprächen die ich so mit Schuldnern, Exschuldnern und Insolventen führe öfter.

Auch ich habe so manchmal meine Zweifel, ob eine Inso der richtige Weg ist.
Wer Nerven hat, kommt auch ganz gut ohne zurecht, kann sich irgendwann auf einem Niveau von 10-20% vergleichen und ist seine Schulden auch los.


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MfG Paps (der jetzt in BW lebt)

Paps arbeitet hauptberuflich für die Debeka-Versicherungen Bausparkasse
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silberstreif

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Re: Tiefpunkt
« Antwort #6 am: 29. Januar 2009, 10:54:54 »

Hallo Tawi,

auch wir haben kein Geld für Shopping. Aber wenn ich das Bedürfnis habe, mir etwas Schönes zu kaufen, dann tue ich das - und zwar kaufe ich mir dann z.B. eine Butterbrezel oder ein Stück Kuchen. Oder ich geh ins beste Café der Stadt.  Es tut der Seele gut - man hat tatsächlich etwas gekauft und sich etwas gegönnt, ohne wirklich viel auszzugeben.

Liebe Grüsse
silberstreif
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tawi

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Re: Tiefpunkt
« Antwort #7 am: 02. Februar 2009, 06:00:20 »

hallo in die runde,

vielen dank für die nachrichten...

es war halt so ein richtiger 'frusttag'....man hatte mir wohl einen 'gebrauchten' tag angedreht ....habe mich zwischenzeitlich natürlich wieder gefangen  :wink:

misstraut, hast recht mit den  'schlappen' monaten, vor allen sind es jetzt ja nur noch 17  ...

wenn ich an die zeit vorher denke....grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr...mahnungen, mahnbescheide, vollstreckungsbefehle ohne ende, gerichtsvollzieher.... nein danke, nicht noch einmal....

paps, ich bin schon seit 11/2008 in rente, habe diese vorgezogen trotz verluste (natürlich in absprache mit dem th), um nicht in hartzIV zu fallen.....da ich fast 42 jahre gearbeitet habe (ein glück) wird diese nach beendigung des restschuldbefreiungsverfahren ausreichend sind....im moment gehen noch die pfändbaren beträge an den th...

wünsche allen einen guten tag

gruß tawi
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