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Schulden und Insolvenz Hilfe Forum

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Autor Thema: Völlig verzweifelt  (Gelesen 1559 mal)

Anjuta17

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Völlig verzweifelt
« am: 23. Februar 2017, 18:10:00 »

Hallo,

ich bin völlig fertig.
Kurze Schilderung:
Alleinerziehend, Studium nach Abitur auf dem 2 . Bildungsweg, vorher Musikstudium...ist alles chaotisch , aber ich bin kein schlechter Mensch.
Durch einen Studienkredit der kfw , der mir gekündigt wurde, bin ich tiefer in den Schuldensumpf und finanzielle Krise geraten.
Erstmal hatte ich schon vor dem Studienkredit einige Schulden, die vorwiegend in meiner Ehe entstanden sind, als ich die Kinder bekommen hatte und dann statt Bafög ALG 2 beziehen musste.
Öfter kam es damals dazu, dass mein Exmann seine Arbeit einfach aufgab (als HIWI an der Uni) und ich dann in meiner Not auch mal die Miete per Überweisung über Barclays zahlte etc etc
Bestellungen von Waschmaschinen und Kühlschränken auf Raten taten ihr Übriges...irgendwann hatte ich die Übersicht verloren und die Kreditinstitute erhöhten meine Limits...immer, wenn ich also quasi schon die Raten nicht mehr tilgen konnte, bekam ich ANgebote wie "Direktüberweisung 1000 auf ihr Girokonto" etc.
Damals erkannte ich die Einbahnstraße noch nicht....

Mittlerweile ist alles schlimm.
ich habe bereits einen außergerichtlichen Vergleich versucht, meine Eltern konnten mir eine größere Summe zur Verfügung stellen, aber die kfw hat abgelehnt...
Es landen Drohbriefe hier , dass ich verhaftet werden soll, weil ich 10 Euro Bußgeld nicht gezahlt habe etc.
Die Stadt hat deshalb längst mein Konto gepfändet (habe aber schon ein P Konto) und jetzt versuchen sie es trotzdem, ist es bei Bußgeldern immer so ?

Ich weiß nicht mehr weiter.
Obwohl ich an der Uni ab und zu etwas dazuverdiene, und meine Eltern helfen, reicht das Geld nur noch für das Nötigste und oft nichtmal dafür.

Ich WILL unbedingt mein Studium abschließen, ich will das , selbst wenn es sich finanziell nicht lohnt.
Aber ich bin durch die finanzielle Lage so stark belastet, dass ich zur Zeit kaum was schaffe.
Die Abschlussarbeit steht noch an und zur Zeit geht nichts.

Ich habe so eine Angst vor einer Privatinsolvenz, wenn mir das Konto gekündigt wird, kann ich doch nichts mehr machen, dann ist mein Leben kaputt
Wird es gekündigt bei Insolvenz und warum, wenn es reines Guthabenkonto ist ?!

Wenn eine Inso so schlimm ist, versuche ich mit der kfw lieber Ratenzahungen auszuhandeln, oder was meint ihr ?

Bitte antwortet, ich weiß den Weg nicht mehr...

Liebe Grüße
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waldi

Antw:Völlig verzweifelt
« Antwort #1 am: 23. Februar 2017, 19:11:19 »

Hallo Anjuta,

ich weiß nicht, woher Du die Information hast, dass bei einer Insolvenz das Konto gekündigt wird? Lass Dir keine Ammenmärchen erzählen.

Allerdings solltest Du Dich dringend um einen Termin bemühen bei einer caritativen Schuldnerberatung. Dies ist nämlich Voraussetzung für die Beantragung einer Insolvenz, zu der ich bei Dir keine Alternative sehe.
Gespeichert
 

Wandervogel

Antw:Völlig verzweifelt
« Antwort #2 am: 23. Februar 2017, 23:26:32 »

Waldi hat ja was zu dem Unsinn geschrieben, den du dir bezüglich Insolvenz vorstellst.

Ein paar Informationen wären für die Beurteilung der Situation aber schon noch hilfreich. Es gibt also eine Berufsausbildung? Und es gibt Kinder? Wieviele und wie alt? Sie leben bei dir, du bist Ihnen unterhaltspflichtig?

Die KfW ist ein ziemlich hartnäckiger Verein. Wenn das der Hauptgläubiger sein sollte, kann ich nur dringend zur Insolvenz raten.

Ratenzahlungen würde ich derzeit niemandem anbieten. Was gezahlt werden sollte, sind Wohnungs- und Energiekosten. Und dann kann man Schulden bedienen, die einem sonst viel Verdruss machen können. Dazu könnte z.B. das Bußgeld zählen.

Gespeichert
 

Insoman

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Antw:Völlig verzweifelt
« Antwort #3 am: 03. März 2017, 01:28:39 »

Zitat
Und dann kann man Schulden bedienen, die einem sonst viel Verdruss machen können. Dazu könnte z.B. das Bußgeld zählen.
Die Bußgelder sollten jedenfalls bedient werden, hier ist Ratenzahlung möglich, andernfalls droht irgendwann Erzwingungshaft. Bußgelder sind zudem von der RSB ausgenommen.
Ein P-konto ist, davon abgesehen, in der Insolvenz in gleicher Weise geschützt wie vorher auch.
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