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Autor Thema: Frage zum Ablauf nach Haus(Zwangs-)versteigerung  (Gelesen 2725 mal)

Wilhelm

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Frage zum Ablauf nach Haus(Zwangs-)versteigerung
« am: 24. März 2012, 16:32:54 »

Hallo zusammen,

Da die Zwangsversteigerung meines Hauses (das mich in eine Schuldenlast von ca 60.000 Euro bringt) kurz bevorsteht habe ich folgende Frage:
Die Schulden kann ich nicht zurückzahlen, (zumindest nicht in den nächsten Jahren)da ich für 3 Kinder noch Unterhalt zu leisten habe.

Weiß jemand wie das Verfahren genau abläuft, wenn das Haus nun versteigert wird und die Bank (als Gläubiger) eben nur die Hälfte des offenen Kredits bekommt?
Ich habe mich ja schon damit abgefunden, dass ich den Privatinsolvenzweg beschreiten muss, aber muss ich dann SOFORT damit rechnen, dass am nächsten(oder sogar GLEICHEN)Tag der Gerichtsvollzieher an der Tür klopft und mein Konto gepfändet wird?
Weiß jemand wie das üblicherweise gehandhabt wird, oder was ich beachten bzw auf den Weg bringen muss...?

Danke für Antworten jeglicher Art... :dntknw:

 Wilhelm





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Wilhelm

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Re: Frage zum Ablauf nach Haus(Zwangs-)versteigerung
« Antwort #1 am: 25. März 2012, 10:13:00 »


Hmm... hat denn da keiner Erfahrungswerte....?

Wie läufts nach so einer Zwangsversteigerung?

Vielleicht weiß doch der ein oder andere da weiter, bitte.... :cry:


Wilhelm
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Der_Alte

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Re: Frage zum Ablauf nach Haus(Zwangs-)versteigerung
« Antwort #2 am: 25. März 2012, 16:48:09 »

Wenn Sie in Insolvenz gehen wird der nicht durch den Versteigerungserlös abgedeckte Kreditrest als Insolvenzforderung angemeldet.

Mit dem Erwerber müssen Sie sich darauf einigen, wann Sie das Haus geräumt übergeben. Sie sollten also schnellstmöglich sich einen neue Wohnung suchen.

Die Bank wird nach der Zwangsversteigerung den Restkredit fälig stellen und Sie auffordern, zu zahlen. Wenn Sie das nicht tun (woher denn auch) wird die Bank Sie auf Zahlung verklagen und später dann auch pfänden. Es kann aber auch gut sein, dass die Bank, sobald Sie über den SChuldnerberater den aussergerichtlichen Plan veranlassen, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens abwartet und weiter gar nichts macht.

Wenn Sie jetzt schon wissen, dass Sie ins Insolvenzverfahren gehen müssen, haben Sie schon Kontakt zur Schuldnerberatung? Wenn nicht, dann unverzüglich Termin machen, denn die Schuldnerberatungen sind im Regelfall gut ausgelastet.
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wiwo

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Re: Frage zum Ablauf nach Haus(Zwangs-)versteigerung
« Antwort #3 am: 25. März 2012, 17:01:33 »

Hallo Wilhelm,

an Ihrer Stelle würde ich mir schon mal vorab mein Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen. Infos dazu finden Sie hier in den Foren und auch an anderen Stellen im Netz. Danach wäre der Gang zum Schuldnerberater keine schlechte Idee.

Nach der Zwangsversteigerung meiner Immobilie (Kaufpreis 90.000 Euro - Ersteigerungserlös 21.000 Euro) bekam ich innerhalb von ca. 14 Tagen von meiner finanzierenden Bank eine Aufstellung aller noch von mir zu zahlenden Beträge + der Zinsen sowie die Angabe eines Zahlungszieles. Meine Mitteilung an die Bank, dass ich keine Zahlungen leisten könne sorgte dafür, dass innerhalb kürzester Zeit der GV vor der Türe stand. Nachdem feststand, dass es so gut wie nichts zu pfänden gab, wurde mir die EV abgenommen. Danach hatte ich ca. 3 Jahre mehr oder weniger Ruhe und dann ging das Spiel von vorne los, allerdings hatte sich der Einsatz erhöht.

Um einer erneuten EV aus dem Wege zu gehen entschloss ich mich jedoch, schnellstens einen Termin beim Schuldnerberater zu bekommen - was mir auch gelang - und die PI zu beantragen. Nach nunmehr drei Jahren in der PI kann ich sagen, dass ich mit der Beantragung der PI viel zu lange gewartet habe, denn trotz Einschränkungen, die eine PI nun mal für jeden mitbringt, geht es mir heute wieder - den Umständen entsprechend - richtig gut!

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Gruß
wiwo
 

Wilhelm

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Re: Frage zum Ablauf nach Haus(Zwangs-)versteigerung
« Antwort #4 am: 25. März 2012, 17:57:09 »

 Hallo,
Erstmal vielen Dank für die Antworten!
Ich sehe ich war nicht konkret genug um eine genaue Antwort zu bekommen.. :rougi:

Kurz der Hintergrund: Nach Trennung und Scheidung 2008 zog ich aus dem gemeinsamen Haus aus, Frau blieb mit 3 Kindern dort (ausgemacht war: ich Unterhalt, Frau Kredittilgung) Meine Ex zog allerdings kurz danach in ein ihr angebotenes Haus und zahlte den Kredi nicht mehr.

Daraufhin bekam ich eine Lohn-,bzw Kontopfändung in Höhe von 100.000 Euro und die Zwangsversteigerung wurde angeordnet.
Der 1. Termin zog sich hin (Gutachter usw...) nun steht mittlerweile der 3 Termin an (5/10 und 7/10 Beschränkungen gibts nicht mehr) Ich erwarte mit ca 60.000 in die Miesen zu gehen :heulen:
Da ich versucht habe das Haus verkauft zu bekommen und mit dem Erlös die Kreditschulden nahezu abzubezahlen, zögerte ich bis jetzt, was die PI angeht. Im Sinne: hoffentlich geht der Kelch an mir vorbei...

Jetzt, wie gesagt steht der Termin bevor und ich frage mich ob ich SEHR schnell (evtl schon am Tage des Versteigerungstermins) den Gerichtsvollzieher vor der Tür habe, oder ob erst das Gelbe Briefchen kommt und ich Zeit habe mich mit der Beantragung der PI zu befassen.......
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